Diese Woche ist Songkran, das thailändische Neujahr, offiziell 3 Tage, 13.-15. April, aber effektiv die ganze Woche, nur die Shopping Malls, die Märkte, ein Teil der Restaurants und einige Läden sind offen. Früher richtete sich das Neujahr nach astrologischen Berechnungen, jetzt beginnt es immer am 13. April. Seit 1940 ist der kalendarische Jahresbeginn am 1. Januar.

Das offensichtlichste Merkmal des Songkran ist das Wasserfest mit seinen Wasserschlachten und Spritzereien. Überall stehen jüngere und ältere Personen am Strassenrand bereit mit Wasservorräten und bespritzen die vorbeifahrenden Autos und vor allem die Motorräder. Im Zentrum von Chiang Mai sind einige Strassen für den Verkehr gesperrt, und es treffen sich dort Tausende von Leuten mit Wasserpistolen und Kübeln. Für den Wassernachschub ist durch den Moat gesorgt, den die Altstadt umschliessenden breiten Wassergraben.

Zum Songkran gehört natürlich auch ein Besuch im Tempel. Speziell für Songkran ist, dass Kübelchen voll Sand auf einen Haufen geschüttet und farbige Papierwimpel in den Sandhaufen gesteckt werden. Das Opfern von Räucherstäbchen und Blumen gehört zum Standardritual im Tempel, wie auch der Mönch, der einen segnet und eine weisse Schnur um das Handgelenk knüpft. Ich lebe hier, habe hier meine neue Familie, und ich nehme an den Riten teil, da sie für meine Frau wichtig sind. Ja, und es macht mir Freude und bedeutet auch mir etwas.

Ich lernte, das Aufhäufeln von Sand komme vom Sand, den man an den Schuhsohlen das ganze Jahr über aus dem Tempel trage und an Songkran wieder zurückbringe und zu einer Chedi (Stupa) aufschichte, deshalb auch die Wimpel, die zur Zier der Chedi in den Sandhügel gesteckt werden. Den Sand bringt man heute nicht mehr mit, der wird per LKW hingefahren und steht den Tempelbesuchern zur Verfügung.

Als Teil der Songkran Tradition waschen jüngere Personen den älteren, vor allem den Eltern und nahestehenden Respektspersonen, die Hände mit Wasser, dem etwas Aromaöl oder Kräuter beigemischt worden ist. Dazu wird hingekniet und symbolisch etwas von dem Wasser über die hingehaltenen Hände gegossen, ein schöner Brauch. Wir verzichteten auf einen Besuch bei Meows Eltern, da sie gut 9 Fahrstunden entfernt in Khonkaen wohnen und da an Songkran immer viel Verkehr herrscht – die Zahl der landesweiten Songkran-Todesopfer und -Verletzten werden täglich aufsummiert und in den TV News verbreitet, ein Todesbarometer, typisch Thailand. Da ich ein zwei Jahre älter bin als meine Schwiegereltern könnte ja auch die Frage aufkommen, wer nun wem die Hände zu waschen habe. Genug über Songkran, nun zum Essen.

Für diese Penne die Spargel 7-8 min erwellen, Sud behalten, Schalotten klein gehackt in Butter anschwitzen, etwas Spargelsud zugiessen, Sauerrahm zugeben, besser Rahm, hatte aber keinen, 2 min köcheln, Salz und Pfeffer, die noch nicht ganz al dente gekochten Penne zugeben, allenfalls noch etwas Spargelwasser, die Penne bis al dente garen lassen. Durch das Fertiggaren der Pasta in der Sauce wird der Geschmack durch die Pasta besser aufgenommen. Warmgestellte Spargelstücke untermischen und Teller mit Schwarzwaldschinken vervollständigen, Pfeffer aus der Mühle oben drauf. Das war’s, kurz und schmerzlos, aber sehr lecker. Parmesan nicht vergessen, wie ich für das Bild.

Diese Eier ohne Dotter gehören nicht als Beilage zu den Pasta, obwohl Ostern vor der Türe steht. Sie werden hier auf dem Markt angeboten, es präpariert sie kaum jemand selber. Mit Spritze und Kanüle wird der Inhalt herausgesogen, mit Sojasauce und was immer gemischt, verquirlt und wieder hineingedrückt, die Eier werden im Dampf gegart, dann 3 Stück auf ein Holzspiesschen gespiesst und auf dem Grill för besseres Aroma nachbehandelt, respektive warm gehalten. Diese Eier sind optisch interessant, vielleicht lustig, aber kulinarisch zum Vergessen, das Geld nicht wert.

Hier noch ein Eindruck von unserem Tempelbesuch, im Aussenbereich, gar nicht mein Stil, aber Thais mögen dies. Ertst durch Roberts Kommentar bemerkte ich den zu Ostern passenden Hasen. Vielleicht sind noch irgendwo Ostereier versteckt, wir könnten sie am Ostersonntag suchen gehen, da die Aussicht vom Tempel auf die Stadt sehenswert ist und der Tempel nicht so weit von uns.

Die Musik heute

Yanni, den griechischen Komponisten und Pianisten, der seit seinem Studium in USA lebt, kenne ich erst seit heute. Er ist ein Vertreter von New Age, musste sich und seine Musik durch Konzerte an spektakulären Orten, wie Taj Mahal, Akropolis, Byblos und dem Kreml bekannt machen. In diesem Album singen bekannte Grössen, u.a. Placido Domingo, zu Yannis Musik. Es klingt wie bekannte Pavarotti und Bocelli Alben, ist kommerzielle Musik, aber man kann sie hören.

Grating Daeng. Wer es nicht kennt, sieht vielleicht die Ähnlichkeit zwischen den roten Stieren hier auf den Fläschchen und dem Markenzeichen von Red Bull, die roten Stiere sind die selben, samt der Sonne. Es ist auch die gleiche Rezeptur, entwickelt von Chaliao Yuwitthaya, einem aus einfachen Verhältnissen stammenden Thai, der 1976 mit seiner kleinen Pharma-Firma den Energy Drink unter dem Namen „Grating Daeng“ auf den Markt brachte. Red Bull kennt jeder Leser, und Grating Daeng ist die Mutter aller Red Bull. Der vormalige ewige Student Dieter Mateschitz, Oesterreicher mit kroatischen Wurzeln, der erst nach 10 Jahren seinen Abschluss in Welthandel gemacht hatte, sah auf einem Businesstrip für die Zahnpaste Blendax in Thailand Grating Daeng, trank es und befand es vermarktbar, gründete 1987 mit Khun Chaliao die Firma Red Bull für alle Gebiete ausserhalb Thailands, mit je 49% Anteil und 2% von Chaliaos Sohn, und machte sich und seinen Thai Partner zu Multimilliardären, nicht in Baht, in Euro. Muss man, um steinreich zu werden, der Uni so wenig Interesse entgegenbringen, dass man entweder 10 Jahre braucht oder das Studium frühzeitig abbricht wie Bill Gates, Steve Jobs, Gabe Newell, Mark Zuckerberg?

Ein Grating ist nicht ein männliches Hausrind, also kein Stier oder Bull der domestizierten Rinder, sondern der thailändische Name für die wildlebenden Gaur (bos gaurus) oder Indian Bison, die auch in Thailand noch wild vorkommen, allerdings nicht mehr in grosser Anzahl. Der Gaur-Bulle ist mit Schulterhöhe bis 220 cm das grösste Tier der Unterfamilie (Tribus) bovini und damit auch grösser als der amerikanische Bison.

Papaya Salad GD – fusion cuisine

Jetzt kommen wir doch noch zum Food.

Papaya, thailändisch Malako, ist mir etwas fade, auch nicht allzu süss. Neben dem Spültrog lag ein Büschel Frühlingszwiebeln, aha, genau, ich mach mir einen Salat, statt die Papaya-Stückchen nature zu essen.

Die Menge auf dem Bild oben ist gut für eine Person, also:
1/4 einer kleinen Papaya
Olivenöl, Kräuteressig
eine Prise Salz
Frühlingszwiebeln
1 Peperoncino/Person (fingerlange roter Chilischote), Samen entfernt
schwarzer Pfeffer
1/3 Fläschchen, d.h. 50ml Grating Daeng

Die Sauce, ok, das Dressing, sollte auf der sauren Seite sein. Das war es auch, doch irgendwie hatte es nicht den Pfiff, den ich mir wünschte. Soll etwas Zucker rein? Heureka: Grating Daeng, das könnte es bringen. Und wie! Ein Salat für Marco ist es geworden, ihm traue ich das Nachmachen zu. Ohne Spass oder Witz, der Salat ist speziell, nicht „speziell“ im Sinne einer höflichen negativen Kritik, wie „der Wein ist interessant“, sondern wirklich speziell. Für meinen Geschmack ist er hammer, im Vergleich zu Papaya ohne etwas mit dem Gäbelchen lustlos, aber der Gesundheit halber doch, in den Mund zu schieben.

Ihr könnt also getrost Red Bull dazu schütten statt Grating Daeng. Ich mag das Zeug nicht trinken, da es mir zu süss und zu penetrant aromatisch ist, aber im Dressing (!) macht es sich ausgezeichnet. Wir kauften eine Grossistenpackung, 50 Fläschchen, für gelegentliche Aufmunterung der Arbeiter an unserem im Garten im Bau befindlichen Haus. Praktisch, wenn der Neubau so nah ist.

Das Leben von Papaya-Bäumchen

Vom Grating Daeng zu Papaya und nun zu einem unserer Papayabäumchen, das seinem Sterben entgegensehen müsste, so es denken oder spüren könnte, was letzteres ja von ein paar Leuten geglaubt und vertreten wird. Es sind nur noch einige kleine Blätter zuoberst auf dem gegen 4 Meter hohen Stämmchen, aber die letzten Papayas sollten bald noch reif und gepflückt werden können.

Links ist das schlaksige Bäumchen, das uns seit etwa 2 Jahren regelmässig mit Papayas versorgte. Es stand schon hier vor dem Bau des Schuppens und trug bereits Früchte, als es noch kleiner war als das Häuschen. Rechts oben der Wipfel (darf man dies bei diesem Baum sagen?), darunter eine ebenfalls ihrem Ende entgegensehende Papaya Hawaii, und unten neue aufkommende Bäumchen, die noch keine Früchte tragen. An den beiden Betonpfählen wachsen Dragonfruit-Ranken in de Höhe.

Papaya wird auch Melonenbaum genannt, was ich bis vor einer Minute nicht wusste, und soll aus Mexiko stammen. Letzteres wusste ich auch nicht. Anyway, das Internet hilft zur Erweiterung des Horizonts und des Faktenwissens, sagen wir es einmal so. Bei uns in Thailand werden Papayas etwa 2-3 Jahre alt, der Stamm verholzt nicht, auch die Wurzeln sind recht weich und können im Boden zerhackt werden. Papaya kann deshalb kaum als Baum bezeichnet werden, ein Strauch ist es auch nicht, man könnte es als „baumförmiges Kraut“ bezeichnen, ja ein Kraut, wie Melonen und Kürbis.

Nachtrag:
Gestern Nachmittag genoss ich eine Variante des Salätchens mit 2 kleinen roten Chilischotern statt des Peperonicino und zusätzlich einem Solei (gelernt bei Bonjour Alsace), Minzeblättern und etwas kleingehackten Parmigiano untergemischt, herrlich. Lasst der Kreativität freien Lauf. Wer die Nase rümpft, der empfehle ich, den Salat zuzubereiten und zu kosten.
Die 2/3 Rest des Grating Daeng Fläschchens goss ich in mein Bier, so kann ich es trinken, nicht schlecht :-)

Die Musik heute

Earl Klugh, HandPicked, 2013

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Schwein allein im Sonnenschein, so etwa ist der Name einer sehr beliebten Zubereitung von Schweinefleisch, meist Nierstück oder Hals, in Streifen an der Sonne kurz getrocknet und darauf frittiert oder eher in reichlich Öl gebraten, da hier zuhause eigentlich nicht frittiert wird.

Links sind Fleischstreifen am Trocknen, rechts sind sie bereits gebraten, bereit zum Verzehr.

Mu = Schwein, Daet = Sonnenschein (nicht Sonne), Diau = einer, allein, hier wie 1x. Die Streifen sind also nur kurz angetrocknet, während einem Tag an der Sonne gelassen. Die gebratenen Streifen sind überhaupt nicht zäh, nicht zu vergleichen mit beef jerky.

Vorgehen: Die Streifen mit etwas Salz und Zucker vermantschen, Meow gibt auch noch schwarzen Pfeffer zu und etwas zerstampften Knoblauch, für einen Tag an die Sonne legen, angetrocknet in 1-2 cm Öl braten oder frittieren, mit Haushaltpapier abtupfen.

Die gebratenen Mu Daet Diau sind nicht ölig. Sie werden nebst anderem als Beilage zu Klebreis serviert oder als Snack gegessen. Das könnt ihr gut auch in Europa machen, Meow legte im letzten Urlaub Dutzende Streifen aus. Hier oben eine Mahlzeit zuhause, als take away von unserem Lieblings-Isaan-Restaurant. Info für Auswanderungswillige: Som Tam Mango Salat, Sonnenschein-Schwein, Gemüse, Sauce, Klebreis, total etwa EUR 2.50

Ja, und dann sah ich bei Toettchen einen Spargelsalat, und da ein Bund grüner Spargel im Hause war wurde nachempfunden, mit kleinen gebratenen Kartoffeln, roten Thai Schalotten, einem TL Dijon Senf, Kräuteressig mit Honig. Gut war es, auch von Meow so beurteilt. Die Erdäpfel sind gebraten, weil sie Meow so wollte, es waren Gschwellti, Pellkartoffeln, vom Vorabend.

Über den Unterschied zwischen Spargel und Spargeln will ich mich hier nicht auslassen, aber über den thailändischen Namen für Spargel = No Mai Farang. Der Name passt zu Toettchens Spargel-Geschichte. Farang heisst Westler, Caucasian, No Mai nennt man die Bambussprossen, Spargeln sind also westliche Bambussprossen, macht Sinn, auch wenn Bambussprossen mitunter armdick sind. Gehen wir in die Details. Bambus als Pflanze heisst Dton Mai Pai, alle Bäume heissen Dton, Mai heisst Holz, Pai ist der Name von Bambus. Teak ist Dton Mai Sak, die ersten beiden Silben sind klar, Sak ist der Name von Teak, ein Tisch ist aus Mai Sak, wenn er aus Teakholz ist. No heisst spriessen, No Mai also spriessendes Holz, Pai für Bambus wird bei Bambussprossen weggelassen. Somit schliesst sich der Kreis zum hölzernen Spargel des Bischofs von Belley, No Mai Farang = spriessendes Holz des Westlers.

Und noch anderes aus Thailand

Abfall-Entsorgung auf Thailändisch

Abfall wird aus dem Wagen geschmissen, einfach fallen gelassen wo es gerade ist, aber die ordentlichen Leute hier, scheint mir, da oft gesehen, klemmen Abfall in die Bäume.

Es tut’s auch ein Betonmast, wenn der Baum mehr als 2 Meter entfernt ist.

Die 3 Bilder hier sind nicht „gesucht“, ich nahm sie innerhalb von etwa 10 Metern in der Nähe unseres Hauses auf.

Woher diese Sitte stammt ist mir unklar. Aufgefallen ist mir auf einer Wanderung beim Inle See in Myanmar, dass der Führer leere Wasserflaschen aus Kunststoff in Astgabelungen am Wegrand steckte, und als ich sagte, ich nähme die Flaschen zurück ins Tal, erklärte er mir, die Bauern würden die Flaschen gerne für Öl oder was auch immer mitnehmen, wenn sie vorbei kämen. Vielleicht war dies in Thailand auch so und ist eine Tradition ohne heutigen Sinn geworden, wie beispielsweise gewisse religiöse Regeln und Vorschriften, die zur Zeit ihrer Entstehung Sinn haben mochten.

Die Musik heute

Liszt, Années de Pèlerinage, Bertrand Chamayou, 2011

“Le Mal du Pays” von Liszt kommt in Murakamis neustem Buch Tsukuru Tazaki vor, das ich eben zu lesen begonnen habe.

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Vorneweg, obiges Bild ist nicht Standard-Paloh, davon später mehr.

Paloh ist ein traditionelles, aromastarkes Gericht, das geprägt ist durch
- Schweinebauch und gekochte Eier
– 5-Gewürze-Pulver (Chinese Five Spice, Paloh-Pulver)
– Zimt
– Si You Dam, dunkle Sojasauce
– leicht süsslich
– nicht scharf !!
– nicht salzig
– in Europa sehr einfach kochbar und breiten Geschmack treffend

Das Gericht wurde von Kantonesen und Teochew aus China nach Thailand gebracht, als diese Anfangs des 19. Jahrhunderts immigrierten. Heute ist es auch unter den Thais sehr beliebt. Es wird zuhause gekocht und in Pfannen-Restaurants, in Garküchen und auf dem Markt angeboten, in “richtigen” Restaurants nicht. In Pfannen-Restaurants stehen eine Anzahl Pfannen, oder eine grosse Bain-Marie, wenn es besser zugeht, in denen fertige Gerichte zur Auswahl stehen, so aehnlich wie in einer Mensa/Kantine oder einem Selbstbedienungs-Restaurant.

Typisches chinesisches Five Spice enthält:
1 – Echten Sternanis
2 – Szechuanpfeffer
3 – Cassiazimt (falscher Zimt, Gewürzrinde)
4 – Fenchel
5 – Gewürznelke
Je nach Fabrikat kann die Zusammensetzung etwas abweichen. Unser Paloh-Pulver enthält Sternanis, Zimt, Koriandersamen, Lorbeerblätter, Piment (Nelkenpfeffer, Allspice).

Für Standard-Paloh wird benötigt:

500 g Mu Sam Chan, wörtlich Schwein 3-Etagen, also Schweinebauch, gekauft in 2 cm dicken Tranchen, dann 2 cm quer geschnitten

½ weisser Rettich, nicht zu gross, in 5mm Scheiben

1-2 feste Tofu in 2cm Würfeln
5 knapp gekochte Eier, geschält

Five Spice oder Paloh-Pulver

dunkle und helle Sojasauce

Zucker, Salz

Die Speckfinger mit 1 EL 5-Spice bestreuen und sanft einkneten, in etwas Oel anbraten und 1 TL fein gehackten Knoblauch zugeben, dann 1 Liter Wasser, 2EL Zucker, 1 EL helle Sojasauce, 1 EL dunkle Sojasauce, 1 Zimtstange zugeben. Nach Geschmack und Farbe bis 1 EL dunkle Sojasauce nachgeben, zurückhaltend salzen. Köcheln, bis der Schweinebuch halb durch ist.

Rettich und Tofu zugeben. Werden die Eier jetzt zugegeben, werden sie brauner, aber auch härter, was okay ist. Also, je nach Geschmack. Köcheln, bis alles gar ist.

Optional, bei uns fast immer, werden zusätzlich Hühnerfüsse zugegeben. Oder es gibt eine Abart “Paloh Ka Mu” mit Schweinehaxe statt Speck. In unserem dokumentierten Gericht, ein Riesentopf, war Schweinebauch und Hühnerfüsse und eine Schweinshaxe drin. Auf den Bildern fehlt der Speck, denn eine Schüssel Paloh mit allem Speck und einem Teil der Hühnerfüsse war bereits für die Arbeiter bei unserem Hausbau abgezweigt worden.

Paloh traditionell, aber ohne Rettich, hatten gerade keinen im Hause
Paloh traditionell, mit Rettich und Shitake

Und noch anderes aus Thailand

Appenzeller

Meow kaufte ein Notizbüchlein, ohne von der Appenzeller Tracht zu wissen. Lustig, verkauft in Thailand, made in China.

Reparieren, oder eben nicht

In einem modernen, schönen, westlichen Salatrestaurant in der Nimman Area, das wunderbare Salate anbietet, aber den Riegel der Toilettentüre nicht 3 mm korrigieren lassen kann. Meow meinte, es wäre keine gute Idee, mit Werkzeug zurück zu kommen.

Florentiner Lachnummer

Houdini dachte, wieso laut Rezept
Blech einfetten, Backpapier ist
einfacher, aber ohalätz, die Florentiner klebten brutal, der Industriefön half, Papier perfekt abgelöst.
Anscheinend war auch anderes nicht nach Rezept. Einzeln abgekühlt, dann in die Schale zur Weiterverarbeitung. Ich konnte mir das Überziehen des Blocks mit Kuvertüre ersparen. Ausschuss produziert.

Die Musik heute

Heute nur etwas aus Thailand

Die Bilder sind fotografisch nicht besonders, aber sie illustrieren doch, wie es auf dem Wochenmarkt in einem Vorort von Chiang Mai zugeht. Sie wurden im Dezember 2013 an einem späten Sonntagnachmittag innerhalb etwa einer Stunde aufgenommen.

Gai Baan, Haushühner, zäher, aromatischer, teurer

Der Metzger mit dem Schweinefleisch

Futterale für Handys und iPads

Schnaps-Stand, Männer genehmigen sich zwischendurch ein Glas oder mehrere

Luuktschin (Luuk Chin), Brätchügeli (schwz.), Frikadellen mit Sauce

Dim Sum und Bratwürste

Auch Meow weiss nicht, was das ist und wofür es verkocht oder vermediziniert wird

Zibelemärit

Wie auf dem schweizerischen Jahrmarkt, Plastikspielzeug, Gewehre, Laserpistolen

Marktfrau in Bergler-Tracht

Trauben aus Neuseeland und Australien

Laab aus dem Isan

Pla Tu, Makrelen, vorgedämpft für Haltbarkeit, gekröpft aus Tradition, weil sie sonst früher nicht in die kleinen Bambus-Dampfkörbchen passten

Tofu und Reis, gegart im Bananenblatt auf dem Grill

Der Rindfleisch-Metzger, selten gesehen im Norden

Reis in verschiedensten Sorten und Preisklassen

Fische lebend, aus den Plastiktonnen

Ameiseneier, nicht gut aussortiert, da noch etliche Ameisen drin sind, fantastisch für Omelett und Salat

Für die Füsse wird auch gesorgt, hier auf dem Markt vorwiegend auf Niveau Schlappen, Crogs und Turnschuhe

Der Markt ist auf einem Dreckplatz, wo die Woche über nichts los ist, nur am Sonntagnachmittag ist Markt hier

Kleine Küchlein vom Holzkohlenfeuer

Auch Meow deckt sich mit Gemüse ein, hier Pak Gaat Guangtung

Chili (Prik) en masse

Nam Prik, eine Paste aus gegrillten grünen Chilis, sehr gut mit Klebreis, auf dem Tisch als Beigabe zum Tunken

Links Mu Yoh, eine Art Fleischkäse, rechts heisse Würstchen, vorne Luuk Chin

Eier in der Plastiktüte

Sai Groog, die thailändischen Grillwürste

Die Musik heute

Paco de Lucia, En Vivo – Cociertos Live in Spain 2010, 2012

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Andere Länder, andere Sitten, andere Vorlieben, andere Werte.

In Thailand sind die Farangs (westliche Ausländer) beim Fleischkauf preislich bevorteilt, denn was für “den Thai” megalecker ist, gehört normalerweise nicht zu des Farangs bevorzugten Teilen.

Die unterschiedliche Wertschätzung ist beim Huhn krass, irgendwie amüsant. Fangen wir beim günstigsten an, Karkasse, 32 THB/kg (EUR 0.70/kg), das verstehe ich, gibt aber sehr gute Hühnerbrühe für Risotto. Das nächste sind die Drumsticks, die Keulen, Schenkel, für EUR 1.56/kg, was mich sehr freut, ich aber nicht verstehe. Letzteren Spruch lasse ich ab hier weg, denn er trifft praktisch für alles zu ausser für die Hühnerleber, die schätze auch ich hoch ein. Für die Knie, die gehen beim Huhn nach hinten, ach nein, es sind die Fersen, habe mich bei Wiki versichert, wollen sie hier EUR 2.11/kg, und das ist nur das Gelenk und auf beide Seiten etwa 1 cm Haut und Knochen, und die Sehnen, mehr dazu später. Die Hinterteile, also die Bürzel, ein Dutzend oder so Hühnerhintern auf einem Styropor-Tray, nur diese fettigen Bollen, auch die mit Haut, kosten bereits EUR 2.78/kg, beinahe doppelt so viel wie die Schenkel.

Die 2-teiligen Flügel sind nahe bei der Leber, mit Bronze und Silber auf dem Podest, aber Gold geht mit ziemlichem Abstand an nicht sehr ansehnliche Sehnenteile, von denen auch Meow nicht weiss, wieso sie so teuer sind, vermutlich weil es nur wenig gute Sehnenteile hat am Huhn und sie mühsam ausgetrennt werden müssen.

Hühnersehnen werden in einer Anzahl Gerichten verwendet, so als
– frittierte gesalzene saure Hühnersehnen (Gai Een Tod)
– auf Spiesschen gegrillt, mit Honig bestrichen und mit Sesamsamen bestreut
– mit Basilikum gebraten
– Suppen beigegeben, z.B. Tom Saep und Tom Yam

Hier die Rangliste, alle Preise in Baht/kg:

Sehnen 198
Leber 165
Flügel 2-teilig 159
Brustfilet 139
Bürzel, Hintern 125
Hühnermagen 120
Füsse (siehe Bild) 109
Knie 95
Brust 95
Bein, d.h. Schenkel mit Oberschenkel 90
Flügel-Spitzen 85
Wing Stick, Flügel “Oberarm” 85
Drum Stick, Schenkel 70
Karkasse 32

Und noch anderes aus Thailand

Schade um die Mangos

Wir haben im Garten einige Mangobäume, einen recht grossen mit gutem Ertrag und einige kleine, die noch wenig bringen, aber leider wird dieses Jahr nichts mit Mango, rein gar nichts. Unter den Bäumen sah ich schwarze Verfärbungen und viele Blätter waren mit einer sirup- oder honigartigen, süss schmeckenden, ja, ich habe daran geleckt, Schicht bedeckt. Dann sah ich auch Schwärme von kleinen Insekten, etwa 3-4 mm lang, die teils flogen, teils weite Sprünge machten.

Internet bringt Rat: “Of all the mango pests, hoppers are considered as the most serious and widespread pest … Hopper population shoots up in February-April and June-August.” Die Hopper saugen die Pflanzensäfte undd schwächen den Baum derart, dass sich keine Früchte ausbilden können.

Auf den “Honig”-Schichten können leicht sooty mold, Russtau, und eine andere Parasiten heranwachsen. Die Ernte ist verloren. Trotzdem muss ich spritzen, denn sonst könnten die Bäume zu stark leiden oder gar zugrunde gehen. Ein biologisches Mittel half nichts, also muss ich nun noch mit Carbamaten spritzen.

Neue Freunde

Auf der Hauptstrasse in der Nähe unseres Hauses sahen wir dieses Gefährt geparkt und ein Paar vom Auto weggehen. Meow meint, wir sollten ihnen rasch nachgehen, Swiss, your people! Als ob die so selten wären hier. Also selber parken, rasch Fotos mit dem iPad schiessen, suchen, in alle Shops schauen, und wir finden sie zu guter letzt im Vorhanggeschäft, wer denkt denn bei Globetrotters an Vorhänge. Nein, sie hätten nicht vor, sich hier niederzulassen, bräuchten den Tapezierstoff und Polster für neue Sitzbänke. Ein Schweizer Weltenbummler, Paraglider und Kitesurfer ist mit dem Allrad-Pinzgauer Jahrgang 1976, gekauft von der CH-Armee, seit 12 Jahren unterwegs, seit einigen Jahren und Indien zusammen mit einer amerikanischen Frau.

Bei einem Dinner erfuhren wir dann mehr über die Reise. Die ersten Jahre bereiste er Afrika, dann fuhr er durch einige xyz-istan in Zentralasien, in den Iran, “phantastisch, wunderbar zum Reisen”, Transfer durch Pakistan, Indien, Nepal, Tibet, China, hinunter nach Laos, Kambodscha, Thailand. In Südostasien ist er vor 3 Jahren angekommen. Jedes Jahr fliegt er für 3 Monate in die Schweiz zum Arbeiten, um die Kosten für die anderen 9 Monate decken zu können.

Leider könnten sie nicht nach Australien, sagte er, denn der ganze Wagen müsste peinlichst gereinigt werden vor der Einschiffung und dies sei bei einem so alten Fahrzeug nicht möglich. Weitere geplante Etappen auf dem Weg sind die Mongolei und entweder irgendwie nach Alaska und dann durch Nord- und Südamerika, oder, falls dies nicht gehe, retour via Karakorum Highway nach Pakistan und per Schiff über das Arabische Meer nach Sansibar, dann durch Afrika und von der Westküste nach Südamerika.

Herrlich, die beiden leben ihren Traum

Die Musik heute

Pat Metheny/Brad Mehldau, Quartet, 2007

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Neulich reichte ich aus naiver Gutmütigkeit oder als Albernheit einen Award mit 11 von mir gestellter Fragen weiter. Zu meiner Freude, das gebe ich zu, beantworteten einige die Fragen. Aus Fairness und in der Meinung oder Hoffnung, damit etwas gutzumachen, beantworte ich die 11 Fragen auch, siehe unten.

Achtung vor der Nahrung, Restenverwertung, Wegwerfen ist Thema einer der Fragen. Deshalb hier eine fast historische Altbrotverwertung, Alte Maa, Alter Mann, Sennenkost aus Appenzell, meine Eltern waren beide aus Urnäsch.

Zutaten für 2 Personen
200 g altes oder gar trockenes Brot in Würfeln
200 g Appenzeller Käse, grob gerieben, bei mir “Parmesan” aus USA
Milch
Rahm, bei mir Sauerrahm
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Bratbutter, bei mir Olivenöl
Schnittlauch, bei mir Frühlingszwiebeln

Im Rezept aus dem Internet stand “Die Bratbutter erhitzen und die Brotwürfel darin anbraten bis sie goldgelb sind. Hitze reduzieren und den geriebenen Käse auf die Brotwürfel streuen. Die Brotwürfel immer wieder umdrehen. Gleichzeitig etwas Rahm dazugeben, damit die Brotwürfel rundherum mit Käse überzogen sind.”

Da meine Brotwürfel getrocknet und hart waren, legte ich sie in Milch ein, drückte danach die Milch in einem Sieb etwas ab, und briet die milchigen Brotwürfel in etwas Olivenöl an, danach in etwa wie oben.

Das Gericht “fuäred”, füllt, hat Kalorien, aber schmeckte mir super, Erinnerung an die Kindheit, einmal mehr. Der Käse war auch okay, essbar, er schmolz einwandfrei und zog Fäden wie bei Domino Pizza, da er kein richtiger Parmigiano war.

Nun zu meinen Antworten

Liest Du Bücher, ich meine damit Fiction, also Romane, Erzählungen, etc.?
Ja, leider nicht so viele, wie ich gerne lesen würde.

Wenn ja, gedruckte oder eBooks?
Beides. eBooks sind praktisch zum Lesen, wenn die Tochter in meinem Schoss schläft, aber sie sollten günstiger sein, da ja keine direkten Kosten anfallen wie Papier, Druck, Versand, Lager- und Ladenfläche, Ladenpersonal, etc., nur Autorentantiemen, Verlagsgewinne und Händlermarge. Wir haben hier einige Buchläden, die gebrauchte Bücher führen, vorwiegend englische, und die Preise sind tiefer als für eBooks. Ein Buch in den Händen zu halten finde ich schön beim Lesen. Es schmerzte mich, die Hunderte von Büchern aufzugeben beim Räumen des Hauses in der Schweiz.

Nochmals wenn ja zu 1, nenne bitte einen oder mehrere Autoren, die Dir liegen.
Haruki Murakami ist noch mein Lieblingsautor unter den heutigen, aber das wird sich vermutlich ändern, da ich andere kennen lernen werde. Paul Auster mag ich auch sehr. Von den beiden und auch von David Mitchell habe ich fast alles gelesen. Jetzt lese ich erstmals einen Roman von Philip Roth, The Human Stain, ein älterer Herr mit einer halb so alten Geliebten, was ich nicht wusste, aber es passt, meine Frau ist 28 Jahre jünger als ich. Vor 20 Jahren war John Irving mein Lieblingsautor, er ist mir verleidet. Als Sekundarschüler frass ich Bücher, wie meine Mutter zu sagen pflegte, vorwiegend Abenteuer in fremden Ländern, Edgar Wallace und andere Krimis aus der Dorfbibliothek, Jerry Cotton Heftchen, alles, und ein Dutzend oder so 007 Stories von Ian Fleming, hier nur erwähnt, weil ich mich gerade schmunzelnd daran erinnere.

Dazwischen geschoben zu James Bond und seiner dritten Brustwarze: Jahrelang glaubte ich mich zu erinnern, wie eine japanische Bettgefährtin, halbnackt seine Heldenbrust betastend, James Bond erklärt hatte, seine dritte Brustwarze sei ein Zeichen von grossem Glück im Leben, bis ich vor Kurzem im Internet herausfand, dass nicht er drei hatte, sondern der Bösewicht Scaramanga. So habe ich leider nichts mehr gemeinsam mit 007, das Glück im Leben aber doch.

Später las ich alles, was man als junger Mensch damals so las, von A wie Andersch bis Z wie Zweig. Von den deutschsprachigen Autoren mag ich Robert Walser wegen seiner Sprache sehr, und Franz Kafka wegen den Gedanken und seiner ganz anderen Sprache. Von Max Frisch las ich Stiller und Homo Faber mehrmals. Kürzlich las ich im Kindle Gottfried Keller, Nietzsche, viele Erzählungen von Chekov und Balzac, gratis von gutenberg.com, wo viele länger als 80 Jahre verstorbene Autoren gratis zu haben sind. Der vielleicht beste Roman, oder der mich am meisten beeindruckt hat, ist Crime and Punishment von Dostoevsky. Ja, und Zafons ‘Der Schatten des Windes’ und Xavier Marias ‘Herz so weiss’ gefielen mir auch sehr gut, ist aber eine Zeit her, und ich weiss nicht, ob sie mir heute noch gefallen würden. Und dann waren da noch …

Hast Du ein Abo für eine Zeitung in Papierform, liest Du über Zeitgeschehen im Internet?
Nein, ich lese News nur im Internet. Meine letzte war die NZZ am Sonntag.

Berührt es Dich, wenn Du Lebensmittel wegwerfen musst?
Sind Dir Nahrungsmittel irgendwie “heilig”, d.h. sollte was auf dem Teller ist aufgegessen werden, sollte was im Kühlschrank ist zubereitet und verzehrt werden, bevor es vergammelt?

Ja, irgendwie schon, es schmerzt mich, wenn ich etwas wegwerfen muss. Ich bin so erzogen worden, vielleicht aus religiösen Gründen, reformiert, vor jedem Essen dankten wir Gott für das tägliche Brot, Nahrung wurde als von Gott gegeben betrachtet. Ich googelte ein bisschen und fand folgendes statement ” Food is a sacrament because all food comes from sacrifice. No matter where you are on the vegan to omnivore spectrum, all food is made of formerly living things.” Hat was. Oder vielleicht ist es, weil beide Eltern als Kinder den 1. Weltkrieg miterlebten, der Vater erwähnte Räben (alemannisch für Herbstrüben) zum Zmorge, Zmittag und Zobed, immer nur Räben. Er ass keine mehr.

Gibt es einen Blog den Du besonders gern besuchst? Falls ja, welchen und wieso?
Es gibt einige, zu viele, die ich mag, die Zeit …. In den Anfängen, vor 6,7 Jahren besuchte ich vorwiegend Food Blogs, dann auch Travel Blogs, und heute lese ich auch gerne Blogs, in denen Einblicke in das Leben, in Ansichten und Gedanken, in Probleme gegeben werden.

Wenn Du Dich auf einen Lieblingsfilm beschränken müsstest, welcher wäre es?
Einige, die Filme von Jim Jarmusch, Werner Herzog, Bergmann, von Iñárritu Amores Perros und 21 Grams, etc. Wenn ich einen einzigen bestimmen müsste: Into the Wild.

Nenne bitte ein oder mehrere Deiner Lieblingskochbücher.
Ich hatte eine Anzahl, die meisten der Schwiegertochter überlassen, nach Thailand gerettet: Marcella Hazans Wälzer der klassischen italienischen Küche, Bertinets Brotbackbuch, Marianne Kaltenbachs ‘Rezepte aus meiner Mühle’, wegen der schönen Zeichnungen ihres Mannes, und ein Jamie Oliver, wieso dieses weiss ich nicht mehr, aber seine Art von Rezepten gefällt mir.

Für Food-Blogger: Fotografierst Du simpel in der Küche oder bringst Du das Essen an einen günstigen Platz? Hast Du Beleuchtung, Hintergrund, ein Ministudio oder so etwas?
Auf dem Esstisch, oft draussen vor der Tür wegen des Sonnenlichts.

Mit welcher Software bearbeitest Du Deine Fotos?
Mit Camera Raw und ab und an mit Photoshop Elements.

Informiere bitte über Deine Musikvorlieben, nenne Artisten, Alben, etc.
Einblick bieten die fast in jedem meiner Blog-Posts angefügten Alben.

Und hier noch was aus Thailand

Tree Jasmine – ein interessanter Baum in unserem Garten

Die Blüten wachsen direkt aus der Rinde des Stammes und der dickeren Äste, nicht an den Enden der Zweige. Der Baum heisst wissenschaftlich Radermachera ignea, Baum-Jasmin, Pip Thong in Thai. Er ist ein eher seltener tropischer Laubbaum mit einem an Jasmin erinnernden Geruch, der bis 20 m hoch werden kann und im Norden von Thailand und Laos vorkommt. Der Baum ist der Prvinzbaum der Provinz Chiang Rai.

Die Musik heute

Gustavo Santaolalla, The Last of Us – Vol. 2, 2014

Ich kenne das Videogame nicht, mag aber die Musik

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Khanom Chin sind feine Nudeln, hergestellt aus Reis, sie sind aber nicht dasselbe wie Reisnudeln, sie sind nicht trocken erhältlich, sondern ausschliesslich frisch, nur kurz haltbar. Sie werden noch heute meist durch Familien in gewerblichem Massstab gefertigt und über Händler auf den Märkten verkauft, namenlos. In den Supermärkten gibt es welche aus Fabriken.

Normaler Reis (Khao Suai) wird 3-4 Tage in Wasser fermentiert, dann abgeschüttet und in mit Bananenblättern ausgekleidetem Bambuskorb 2 Tage stehen gelassen. Danach wird der fermentierte Reis gestampft, zu einer Paste aufgeschlämmt, in einem Gewebe mit Gewichten entwässert wie Käse, erneut gestampft und geknetet, dann im Dampf nicht ganz gegart und erneut gestampft. Durch Zugabe von Wasser, little-by-little, wird eine fliessfähige Paste erstellt, ähnlich einem Spätzleteig, und durch eine gelochte Dose oder eine brausenähnliche Düse in heisses Salzwasser gelassen. Die gekochten Nudeln werden mit einem Feumer (Netz) aus dem Sud genommen und sofort in kaltes Wasser gegeben, dann schön drapiert für Auslieferung und Verkauf.

Hier rechts Khanom Chin, wie man sie kauft, inklusive Plastik-Körbchen, links Bohnensprossen und Minze als Beigaben, unten Gaeng Ohm.

So wird in der Regel zuhause serviert, und jede nimmt sich von den Dreien. Das Titelbild oben zeigt einen Teller mit dem fertigen Gericht.

Das Wort “Khanom” allein ist der Sammelbegriff für alle Naschereien von Schokolade über Kekse, Bonbons, Kaugummi, Salzstängel, Pretzel, Potato oder Corn Chips, bis zu Algen-Blättern. In Thai und gleich geschrieben heisst “Chin” chinesisch, also Khanom Chin für “Chinesische Nascherei” als liebliche Erklärung, die aber nicht zutrifft. Der Name stammt wie die Nudeln von der Minorität der Mon, einer über Thailand und Myanmar verstreut lebenden Volksgruppe, und in Mon heisst “khon ohm jin” zwei mal kochen, deshalb Khanom Chin.

Khanom Chin werden auch in Garküchen und Restaurants angeboten. Üblich sind die folgenden Nam Ya (Saucen) dazu:
– Khanom Chin Nam Ya Pla, auf Fisch basierend
– Khanom Chin Nam Ya Gaeng Kiao Wan Gai, mit grünem Chicken Curry
– Khanom Chin Nam Ya Nam Ngiao, auf gestocktem Schweineblut basierend, aus dem Norden Thailands
– Khanom Chin Nam Ya Gati, basierend auf Kokosnussmilch.

Hier Khanom Chin Nam Ya Gaeng Kiao Wan Gai, mit grünem Chicken Curry.

Andere Gaeng können natürlich auch mit Khanom Chin gegessen werden, wie das oben vorgestellte Gaeng Ohm, enthaltend verschiedene Gemüse und Schweinefleisch, Zwiebeln, Knoblauch, Chili, daneben für den Geschmack die beiden Kräuter Pak Chi Lao und Maeng Lak.

Meow sagte, als ich Capellini machte, diese könnten einwandfrei Khanom Chin ersetzten, falls gerade keine da wären. Das schien mir eigenartig, da Capellini aus Hartweizen sind und nicht aus Reis. Wir bereiteten dann mehrmals Khanom Chin mit Capellini n 1 von Agnesi zu, und sie schmeckten wirklich kaum anders als die richtigen. In Europa kann also Khanom Chin easy zubereitet werden, zusammen mit einer thailändisch angehauchten Sauce, diese dünn machen, suppig.

Und noch was anderes zu Thailand

Nachträge

Hier noch ein Bild zum Bananen-Blüten-Curry.

So viel nur kann gekocht werden, die Blätter aussen sind zu zäh.

Klebreis, Khao Niao, nach dem Einweichen über Nacht, am Dämpfen, vor dem Wenden.

Hier nach dem Wenden. Den Korb in leichtem Bogen hoch ruckeln, der Reis löst sich und bildet beim Weiterruckeln eine Kugel. Schön, nicht?

Für Sparfüchse, potentielle Thailand-Immigranten, Einkauf auf dem Plant Market für EUR 27, CHF 33:

3 Rosen
5 Sträucher
6 Sack Pflanzenerde
1 Silberhaar
diverse Samen
1 Guava Jungbaum
3 Weihnachtssterne
2 Bai Thoei vorne

Die Musik heute

Brad Mehldau, Live in Tokyo, 2005

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Rohe Bohnen sind giftig, heisst es in Europa, während hier in Thailand die langen grünen Thai Bohnen öfter roh als gekocht verzehrt werden. Im Internet steht, auch die Amerikaner gäben rohe grüne Bohnen zu Salaten und negative Folgen seien keine bekannt. Hier sind Bohnen zusammen mit Weisskohl und Horapa-Zweigen, einem der 3 Thai Basilikum (oder heisst es Basilika?), in Restaurants zum Rohverzehr auf dem Tisch.

Die langen Thai Bohnen heissen Thua Fak Yau, Thua = Bohne, Fak = Eigenname, Yau = lang. Nebenbei gesagt, Erdnüsse heissen hier Thua Lisong, werden also richtig als Bohnen bezeichnet. Wer den Pep, die Frische, die Spritzigkeit von Thai Food mag, liebt Tam Thua garantiert. Ach ja, Tam = stampfen, gestampft, also “Gestampfter Bohnensalat”, erinnert an Som Tam, ein anderer gestampfter Salat.

Teil 1 der Zutaten, ganze Bohnen als Illustration.

Im Schälchen Pla Ra, fermentierter Fisch, aufgekocht zur Sterilisation, rechts davon Pu Kem, in Salz eingelegte Krabbe, dann Knoblauch, Chilis, es können frische oder trockene sein, oder halbtrockene hier, Tamarinden-Paste.

Zu obigem kommt noch etwas Zucker oder Palmzucker und etwas Nam Pla, Fisch Sauce. Von der Krabbe wird der Rückenpanzer entfernt. Dann wird alles zusammen gemischt und leicht angestampft. Fertig.

Daneben war noch eine Sup Hed, eine Pilzsuppe, am Köcheln, wobei Sup hier nicht von Suppe oder Soup käme, wurde ich belehrt, es sei ein Thai Wort, aber wer weiss, ob das so ist, einige glauben ja auch, das Wort Zwiebel sei ein ursprünglich deutsches Wort, nur als Beispiel. Egal, die Sup Hed sah fertig besser aus als hier und schmeckte super. Pilze werden hier in unzähligen Sorten auf dem Markt angeboten, meist aus Pilzfarmen, aber in der Saison auch Wildpilze gemischt.

Und sonst noch was aus Thailand

Aus dem Garten

Ein Mangobäumchen in Blüte, mit unzähligen kleinen Blüten in Blütenständen. Was daraus wird, siehe unten.

Jede kleine Blüte hat das Potential für eine Mango, Hunderte, Tausende, aber nur einige wenige bleiben, und am Schluss ist es eine oder keine Mango pro Blütendolde. Dies hier ist der Stand heute. Zur Erntezeit werde ich wieder ein Foto einstellen.

Sind es thailändische Aprikosen? Oder was für Früchte?

Früchte einer Palmenart, wie kleine Datteln. Die kleinen Früchte sind wie Datteln mit einem Stein, das Fruchtfleisch ist süsslich. Ich denke, sie gäben perfekte Konfitüre. Meow sagt, niemand in Thailand esse sie, aber hier isst auch niemand Risotto.
Weiss jemand Bescheid, ob diese Früchtchen geniessbar sind?

Auch aus dem Garten, Sonnenuntergang hinter Armierungsstahl des Hausneubaus, inkl. Bananenblätter.

Meine Musik heute

Heidi Happy, On the Hills, 2013

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Xacqueline, die mit Jackies Leckereien einen interessanten Food und Jogging Blog in Deutsch und Spanisch führt, hat Houdini’s für den “LIEBSTER Award“ getagged.

Der Award ist eigentlich keiner und erinnert an das “Stöckchen”, das vor Jahren an einen anderen Blog weiter gegeben werden sollte.

Woher der Name LIEBSTER kommt ist schleierhaft, da er nicht an den liebsten Blog weiter gereicht wird, sondern an 11 Blogs. Macht Sinn, 11 Fragen, 11 Blogs. Der liebste Award ist er mir auch nicht, eher ungeliebt ist er mir, denn ich mag Umfragen nicht besonders, und Schneeballsysteme, Kettenbriefe und solches sind mir unsymphatisch. Es fehlte nur noch, dass eine Warnung beigefügt war, mein Blog würde sich in Luft auflösen und der Computer von einem üblen Virus befallen werden, falls ich die 11 Fragen nicht binnen 5 Tagen an genau 11 andere weiterreichen würde.

Xacqueline teilte uns 11 Unglücklichen mit, wir seien getagged worden, was passender ist als nominiert. Ja, es ist eher eine Variante des Spiels ‘play tag’, Fangen, Abklatschen, Fangis, wenn es einen erwischt, ist man so lange gefangen, bis jemand anders abgeklatscht ist. Also, mache ich halt mit, beantworte die Fragen und klatsche 11 ab.

Dann beantworte ich hier halt mal die mir und 10 anderen gestellten Fragen.

1. Aus welchen Gründen hast du mit dem Bloggen begonnen?

Etwa 2007 kochte ich oft und gerne, las einige Food Blogs und hatte mehr Zeit als mir lieb war. Da damals bereits ein distinguierter Herr unter den Bloggern war, dessen Blog mir heute noch ausnehmend gut gefällt, kam mir der Gedanke, das könnte ich auch versuchen, allerdings bis heute nicht auf des Herrn Niveau, weder kulinarisch noch bildtechnisch.

2. Wie reagiert dein Umfeld auf deinen Blog?

Negative Reaktionen kenne ich aus der Blogger-Szene nicht, weil Kommentierer nett und freundlich sind, motivieren wollen. Meine liebe Frau frägt, was ich denn jetzt schon wieder am Schreiben sei, ob ich ein Mail an eine Frau sende.

3. Wie sehr beeinflusst das Bloggen deinen Alltag?

Das Bloggen hat nicht erste Priorität, aber ohne Blog würde ich unser Essen nicht fotografieren. Meow, meine Frau, tut das mit dem iPad auch für ihr facebook, und manchmal nehme ich ihre Bilder. Das Stöbern in mir genehmen oder nahestehenden Blogs nimmt auch etwas von anderer Lesezeit weg.

4. Welche Art von Blogs liest du besonders gerne?

Ich lese nicht nur Food Blogs. Es gibt welche, die mir schon vor Jahren lieb geworden sind, ohne dass ich genau definieren künnte, weshalb, wegen Symphatie zur Person, wegen der Rezepte, wegen der Fotos, wegen der Texte. Bei einem Blog, der heute oft Fotoserien zeigt, stelle ich mir vor, wie die Bloggerin mit offenen Augen durch die Strassen oder über Land ging, bei einem anderen Blog nehme ich teil an einem Leben, bei Food Blogs freue ich mich an schönem Brot und liebevoll zubereiteten westlichen Gerichten, in deren Genuss ich heute selten komme :-(

5. Was sind für dich absolute No Gos beim Bloggen?

Jede Person kann schreiben/publizieren was sie will, ich werde ja nicht angerufen und niemand labert mir die Ohren voll. Wenn mir ein Blog nicht zusagt, gehe ich nicht mehr hin, einfach.

6. Wie machst du auf deinen Blog aufmerksam?

Ich mache nicht gezielt aufmerksam, aber durch meine Kommentare in Blogs werden Leser neugierig und schauen vorbei. Ich freue mich über alle Besucher und über Kommentare.

7. Gibt es einen Blog, den du besonders gern liest? Falls ja, welchen und wieso?

Einen!? Das ist eine Frage wie über das liebste Buch. Seit kurzem sagen mir die Texte einer jungen Japanerin zu, weil sie gut lesbar und oft interessant sind, mich auch in eine andere Welt führen.

8. Was war bisher Dein schönstes Blog-Erlebnis?

Als ich nach etwa 3 Jahren Blog-Abstinenz ohne Posts, mit nur ein paar seltenen Kommentaren, wieder eingestiegen bin, freute ich mich sehr über aufmunternde Kommentare “alter” Bekannter, die mich nicht vergessen hatten, ja teils ohne meinen Gegenbesuch bei mir aufkreuzten.

9. Mit welchen Programmen bearbeitest du deine Fotos?

Camera Raw, selten Photoshop Light.

10. Hast du auch schon einmal nicht so gute Erfahrungen gemacht als Blogger?

Nein, da ich nicht inkognito als Frau auftrete und trotz gefärbter Haare als älteres Semester erkennbar bin, werde ich weder gestalked noch sonstwie belästigt.

11. Wie viel gibst Du auf Deinem Blog von Dir preis (Ansichten, Fotos, etc.)?

Es gibt ja Blogs jeglicher Art, und ich habe nichts gegen Blogger, die ihre Seele oder ihr Sexleben ausbreiten. So weit gehe ich nicht. Seit dem Wiedereinstieg möchte ich den Lesern meine neue Heimat Thailand etwas näher bringen, Eigenarten, Kultur, anders als ich es vorher als Besucher kannte und ich mir vorstelle, es die Touristen nach 2 Wochen Badeurlaub kennen. Ich berichte auch über das Leben meiner zweiten Familie hier in Thailand und gebe damit Persönliches preis, und das stört mich keineswegs.
Mit der Beantwortung der 11 Fragen, und allein schon mit dem Tatbestand des Mitmachens bei diesem Spielchen, anfänglich widerwillig, gab ich auch Persönliches preis.

Machen wir Fangis, let’s play tag!
Ich klatsche folgende 11 ab, obwohl die meisten vermutlich mehr als 200 Followers haben:

nandalya
….Bonjour Alsace
Zurück im Leben
Missboulette
Schnuppschnüss ihr Manzfred
Chili und Ciabata
Barbaras Spielwiese
Deichrunner’s Küche
Mangoseele
Lamiacucina
Kochpoetin

Hier sind die Regeln
• Verlinke den Blog, der dich nominiert hat
• Beantworte die 11 Fragen, die gestellt wurden
• Nominiere 11 Blogs, die weniger als 200 Followers haben
• Gib die Regeln weiter
• Stelle deine 11 Fragen (wie ich gesehen habe, müssen es nicht neue sein)

Meine Fragen

Frage 1
Liest Du Bücher, ich meine damit Fiction, also Romane, Erzählungen, etc.?

Frage 2
Wenn ja, gedruckte oder eBooks?

Frage 3
Nochmals wenn ja zu 1, nenne bitte einen oder mehrere Autoren, die Dir liegen.

Frage 4
Hast Du ein Abo für eine Zeitung in Papierform, liest Du über Zeitgeschehen im Internet?

Frage 5
Berührt es Dich, wenn Du Lebensmittel wegwerfen musst?
Sind Dir Nahrungsmittel irgendwie “heilig”, d.h. sollte was auf dem Teller ist aufgegessen werden, sollte was im Kühlschrank ist zubereitet und verzehrt werden, bevor es vergammelt?

Frage 6
Gibt es einen Blog den Du besonders gern besuchst? Falls ja, welchen und wieso?

Frage 7
Wenn Du Dich auf einen Lieblingsfilm beschränken müsstest, welcher wäre es?

Frage 8
Nenne bitte ein oder mehrere Deiner Lieblingskochbücher.

Frage 9
Für Food-Blogger: Fotografierst Du simpel in der Küche oder bringst Du das Essen an einen günstigen Platz? Hast Du Beleuchtung, Hintergrund, ein Ministudio oder so etwas?

Frage 10
Mit welche Software bearbeitest Du Deine Fotos?

Frage 11
Informiere bitte über Deine Musikvorlieben, nenne Artisten, Alben, etc.

Die Nominierten, äh, die Angeschossenen, wollen mir die Belästigung bitte nicht übelnehmen.

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