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Wo ausser in den USA oder in der Schweiz gibt es solches vor dem Nationalfeiertag zu kaufen? In Deutschland sah ich noch nie schwarz-rot-goldene Eier, gibt es sie doch? In den USA könnte ich mir “eggs covered with stars and stripes” eigentlich das ganze Jahr über vorstellen, vermutlich subsidized unter dem Patriot Act, und Georgie no.1 isst natürlich nur solche.

Diese gekochten Eier sehen doch wirklich schön aus und erhöhen unseren Nationalstolz, und den Neid derer, die Ihren Patriotismus nicht so ausleben können, ausser by do-it-yourself, wär doch was, zB an Ostern.

Und diese dicken Mozarella-Plätzchen, pfui Deibel, da gefielen mir die Käse-Kreuzchen auf Tomaten von lamiacucina viel besser. Andern vermutlich auch, Panik-Verkauf!
Es gibt Fettuccine Alfredo, also wieso nicht auch Macceroni Francesca. Sie, die kleingewachsene Francesca, kam aus Palermo und wohnte für ein Jahr in der WG eines Houdini jr. in der Schweiz, als Austausch-Studentin in Industrial Design, und sie kochte aus Heimweh Gerichte, die sie von Mamma und Nonna kannte, u.a. auch jede Sorte von Pasta mit Gemüse und Pangrattato, oder eher Briciola di Pane, nämlich nicht unbedingt schönes Paniermehl aus der Fabrik, sondern selbst gemahlene trockene Brotreste. Lamiacucina kennt da vermutlich einen besseren Ausdruck, denn ich holte die beiden vom Leo. Francesca kann ich nicht fragen, denn sie ist zurück in Sizilien, und mein Sohn erzählte mir erst gestern von ihren Brotbrösmeli-Pasta.

Also, die Sache ist simpel. Man dämpft ein Gemüse, in meinem Fall Blumenkohl – der geneigte Leser weiss wieso – in Olivenöl.
Nachdem man in einem Tässchen 2-3 EL Sultaninen in Sherry eingeweicht hat, gibt man diese zum Gemüse, zusammen mit 2-3 EL gerösteten Pinienkernen – in meinem Fall, mangels Pinienkernen, Sonnenblumen-Kerne (auch gut). Zu guter Letzt kommt noch ein Becher Sahne dazu, zB 200g, oder nach Belieben.
Wenn es soweit ist, die al dente gekochten Macceroni in die Gemüsepfanne geben und alles schön mischen. Im Teller wird über die Macceroni-Blumenkohl-Kerne-Sultaninen-Mischung etwas Pangrattato gestreut, siehe grösseres Bild oben. Die Parmesan-Späne hab ich leider fürs Foto vergessen.
Bei uns gab’s Paniermehl aus der Fabrik, leider, weil wir immer alles Brot verwerten, für uns, nicht für Tiere. Meine Mutter hat etwas erreicht mit Ihrem Ausspruch: “Brot ist nie hart, kein Brot ist hart”, mit Betonung auf kein Brot (haben). Nun kenne ich einen weiteren Verwendungszweck, nebst Croutons oder “Alte Maa”, “Vogelheu”, etc.
Begleitmusik beim Blog-Erstellen
Tuna de Derecho Universidad de Alicante, Vamos de Tuna, 1996, mangels sizilianischer Musik, y porque tengo gusto de Tunas
sollst Du Dir dein Brot verdienen … und mit Blasen an den Händen. Aber eben, auch ohne Vertreibung aus dem Paradies wäre die Kartoffelernte ähnlich, die wüchsen auch dort nicht auf den Bäumen, und Adam hätte sie für Eva ausgraben müssen, so wie ich, hätte es sie in Eden denn gegeben.
Erntetag schöner Tag, ja, und man sinkt am Abend müd ins Bett. So schlimm war’s auch wieder nicht, und Freude macht es natürlich gewaltig. Hier einige Impressionen.

Kartoffelbeet bei Arbeitsbeginn, das Kraut beinahe vertrocknet, zu spät oder zu früh?

So lagen sie dann nach dem Aufbrechen der Erde da, weniger als erwartet, vermutlich wegen Blattfäule, die ich mit Spritzmittel vor einigen Wochen stoppen musste.

Ein Houdini jr. fragte hämisch, ob das wohl im Mittelalter viel anders gemacht worden sei! Und das mit Abitur; hat noch nie was von Kolumbus gehört; wie Studi, der TV-Koch, der beim Polenta-Vorkochen im CH-Fernsehen die Nation aufklärte, Mais sei das Grund-Nahrungsmittel der alten Römer gewesen.

Dann diese Papiertüte, stellt Euch das vor, darnieder nach getaner Arbeit, muss ich lesen, für wie wenig Geld ich letztes Jahr Kartoffeln kaufte. 2 Stunden allein nur ausgraben, geschweige denn das Umgraben, Saatkartoffeln stecken, ja die Kosten für Saat und das …..

… für 37 kg Kartoffeln, eigene, macht grosse Freude und lohnt sich allemal.

Um den Tag noch weiter aufzupeppen schnitt ich diesen Prachtskerl, der wohl bald geplatzt wäre.

Ein volles Körbchen im Dampfkochtopf und noch mehr davor; auch Gärtnern macht Freude, nicht nur Kochen, Backen und Essen.
Begleitmusik beim Blog-Erstellen

Jethro Tull, Original Masters, 1985

Bob Dylan, Blood on the Tracks, 1975
… Blood, Sweat and Tears hätte besser gepasst

This is my little contribution to the BREADBAKINGDAY Blog Event. Little, because it is not one of my own recipes but copied from my favorite bread baking book “Dough, Simple Contemporary Bread” by Richard Bertinet, a Frenchman in England. Here is a picture of the German version:
The Fougasse that I made yesterday for this post did not turn out as pretty as the one on the cover, but for a book cover I would give it another try, and not just take take the first picture.
Ingredients
500 g white wheat flour (I took 300 dark + 200 white)
10 g fresh baking yeast
10 g salt (I usually take 12 to 14 g)
350 g water
200 g corn or wheat flour for dusting>
Procedure
Preheat the oven to 250 degC.
Switch on the heating at least 30 minutes before baking.
Let the dough raise in a bowl for an hour, then move it on the well dusted working space, carefully flatten it out into a square shape, cut it in 2 rectangles, and the rectangles again into 3 small ones, to totally get 6 flat pieces.


Cut the pieces diagonally, close to the 2 corners, and place some other similar cuts as you like, and then widen the cuts carefully with fingers to get openings. Don’t worry too much about the final shape of the Fougasse, just do it! They can still be arranged/corrected a bit when you later place them onto the “baking shovel” (excuse my terms, they may not be correct, as I am neither a pro baker nor is English my language), what I meant here was the thing used to transfer the dough piece ito the oven, i.e. what we in German literally call “to shoot in” ;-)
There is no 2nd raising needed, just place each cut and opened piece onto the shovel and “shoot in”, onto a baking stone in the oven, if you have, and if you don’t, I strongly recommend you to get one. I use a rectangular flat and smooth slab of white marble, approx 15 mm thick, the size of the oven. This baking stone does miracles in the usual household oven, for any kind of bread, rolls or loafs, or pizza. At “shooting in”, spray the oven walls with water to get humidity, be quick for not losing heat and humidity. Reduce the heat to 230 degC and bake the Fougasse for 12 to 14 minutes until golden brown.


The apprentice closely monitors the baking to catch the right moment for the correct color shade. Fougasse go very well with cold meat, cheese, sausages, salami, coppa, ham, etc., and don’t forget a good glass of apple juice – or wine.

Some may know the Fougasse as a large bread, not for serving individually to one person. Mine – or rather Richard Bertinet’s – are small, with 83 g flour only.
Here, in this baker’s window at Vallon Pont d’Arc in the Ardèche region, is a large Fougasse; compare it to the rolls at the right lower corner, or to the baker master’s size. ;-)
Die Zucchini werden nicht alle, der Nachschub drängt, eine Flut. Ob sie wirklich nicht mehr neue bilden, sofern nicht geerntet wird und wieder weiter produzieren nach erneutem Schneiden? So las ich kürzlich.
Da wir nicht verreisen, bleiben wir bei der täglichen Ernte, macht ja Freude, aber eben, immer Zucchetti. Ich hoffe, es ergehe mir nicht so wie meinem Vater mit den Rüben (Bodenrüben, gelbe Rüben), die er nicht mochte, weil er als Bub während einiger Zeit 3x am Tag Rüben essen musste, irgendwann zwischen 1914 und 1918. Bei uns gibt’s die Zucchini nicht 3x am Tag, aber beinahe jeden Tag in irgend einer Form.
Fladen ist erklärt im vorhergehenden Post “Appezöller Chäsflade”, und man sieht ja auch an den Bildern, was es ist. Für den Belag meines Zucchini-Fladens nahm ich ausser einer kräftigen Zucchini von ca 600g noch Resten eines Zucchini-Kartoffel-Auflaufs mit Tomaten, gewürzt mit Pasta Achiote, die Mexikaner für Hühner- oder Schweinefleisch verwenden, plus Resten eines Zucchini-Kichererbsen-Currys, die Kichererbsen getrocknete mit braunen Häutchen, aus Indien.
Wie Ihr seht, verwendete ich nebst einer frischen Zucchini alles, was im Kühlschrank nach Zucchini aussah, und es schmeckte mir und den “Mitessern”, vermutlich gerade wegen der Vielfalt an Gewürzen – was sonst eigentlich nicht meine Art ist, lieber klar begrenzt auf ein bestimmtes Bouquet oder gar nur Salz und Pfeffer.
Das Bild hier ist vom Zucchini-Kichererbsen-Curry, einem der verwendeten Überbleibsel
Für den Boden nahm ich diesmal einen richtigen Pizzateig, mit Olivenöl drin, nicht simplen Brotteig wie einige Tage später beim Appezöller. Der Guss war wie beim Chäsflade.
Musik beim Erstellen des Posts
Pat Metheny Radio http://www.patmetheny.com/
Blog Event: Dies ist mein Beitrag zum Gurken-Zucchini-Event im gaertnerblog.de
Appenzeller Käsekuchen ist für mich nebst schweizerisch auch eine Jugenderinnerung, denn die Mame hat ihn jeweils gebacken, fast so wie hier beschrieben, und sie musste ja wissen wie, als Urnäscherin, aufgewachsen zur Zeit des 1. Weltkrieges, geboren vor 102 Jahren.
Eine Eigenheit der Ostschweizer ist das Wort “Flade” für diese Art flacher Kuchen, andernorts in der Schweiz Weie oder Dünne genannt. Eine Übersetzungsliste Deutsch-Schweizerdeutsch für Kochausdrücke fand ich im Internet. Schwierig ist es nicht und Zutaten braucht es auch nicht viele:
Brotteig
300 g Mehl, 10g frische Backhefe, 1 tl Salz, 1/2 tl Zucker, 210 ml Wasser
Belag
1 grosse Zwiebel (ca 200 g), gehackt, glasig gedämpft
200 g Appenzeller Käse, grob gerieben
Guss
3 EL Mehl, 1 dl Milch, 2 dl Vollrahm (Sahne), 2 Eier, 1 Prise Salz, gemahlener Koriander, geriebene Fenchelsamen
Zubereitung
Ofen auf 250°C vorheizen, Teig rechteckig auf ca 30×35 cm oder ein anderes Seitenverhältnis, oder rund, auswallen oder besser von Hand ziehen, vorteilhafterweise auf einem Back-Trenn-Papier in ein Kuchenblech legen, Rand 2 cm hochstellen oder -rollen, den Boden mit Gabel löchern, Zwiebeln zuerst verteilen, Käse oben drauf, dann den Guss schön gleichmässig langsam über die Masse giessen, bei 200°C etwa 40 Minuten backen bis die Oberfläche schön goldbraun und der Rand angebräunt ist.
Anstelle des Brotteigs kann auch Mürbteig (Kuchenteig, schwz.) oder Blätterteig verwendet werden. Meine Mutter nahm Anis anstelle der Fenchelsamen und 2.5 dl Sahne, aber ich mag Anis nicht besonders und unsere Sahnebecher sind 200 g. Andere nehmen für den Appenzeller Käsekuchen mehr Zwiebeln, aber dann wird er m.A. eher ein “Chäs-Böllä-Flade”; wieder andere würden den obigen bereits so nennen. Mag jemand von den Essern Zwiebeln nicht, so kann man easy 1/4 der Fläche davon frei lassen und nur mit Käse belegen, wie ich dies wegen Cibollaphobie eines Essers heute auch machte.
Anm.: Wegen der Cibolla heisst die Zwiebel in der Ostschweiz Böllä, siehe “Chäs-Böllä-Flade”.
Koch-Begleitmusik heute
- Amalia Rodrigues, Fado Portugues (Vol. 1), 1992
- Al Jarreau, Tenderness, 1994
Dies ist mein Beitrag zum 1.August-Blog-Event.
Hier geht es zum Blog des Event-Veranstalters
Als ich Anna Forno in Santo Stefano Belbo im Piemont bat, das Geheimnis ihres superguten Sugos zu verraten, sagte sie, das sei einfach, ich müsse nur folgendes zusammen einen Tag köcheln lassen:
1 kg Tomaten schön reife, gehackt
1 kg Kräuter frische, nach Belieben, gehackt
1 kg Salz
und davon das ganze Jahr beim Kochen soviel zum Sugo zu geben, bis er genügend gesalzen sei, und den Sugo bis zu schöner Sämigkeit einköcheln. Mehr sagte sie nicht, und daraus schloss ich, diese Kräuterpaste bringe jeder Art von Sugo, wie auch immer zusammengesetzt, den entscheidenden Kick.
Ich nehme jeweils viel Basilikum, aber auch Petersilie, Origano, Thymian, sogar kleinere Anteile Rosmarin und Salbei.
Und so sieht’s dann aus, nachdem die Zutaten lange geköchelt haben, abgefüllt wurden, gelagert sind. Wenn sich der Holzlöffel beim Umrühren nur noch mühsam durch die Masse pflügen lässt, dann ist fertig geköchelt. Nach dem Abfüllen und Abkühlen ist die Kräuter-Paste pastös, wie der Name ja sagt.
Ich bereite die Paste jedes Jahr zu und benütze sie vorwiegend für Sugo, aber hin und wieder auch für das Würzen von anderen Sossen oder mal als Beigabe zu einem Süppchen. Ich hab was gegen das (fast) überall enthaltene MSG und nehme ausser meiner eigenen keine solchen Küchenhelfer: ist Gemüse in der Suppe, brauche ich nicht noch Gemüsebrühe für den Geschmack.
Das ist sie, die gute Anna Forno mit Ihrer Geduld für mein schwaches Italienisch. Sie führt auf der Cantina der Familie ein Agroturismo mit einigen Gästezimmern und bewirtet auch öfter mal Gesellschaften für ein Essen.
Die Pasta werden fast täglich im Hause in viel Handarbeit zubereitet.
In diesem Nebengebäude sind 3 Gästezimmer untergebracht.
Hier geht es zu einem neueren Post mit Bildern der Pasten-Herstellung.
Für mich ist Kombucha nur eine Spur mehr als ein leicht bis stark säuerliches sehr erfrischendes Getränk, das wir jedoch nicht den ganzen Tag trinken, sondern mit Genuss und ein wenig auch in der Hoffnung, etwas gutes für die Gesundheit zu tun. Für andere ist Kombucha beinahe ein Heilmittel, ja, wie jemand schrieb: “Ein Lebenselixier aus der Schatzkiste östlicher Volksheilkunde, ein Überlebensmittel für gesundheitliche Notzeiten”
. Für was Kombucha gut sein soll kann im Internet nachgelesen werden, nicht alles ganz ernst zu nehmen. Mir schmeckts jedenfalls.
Zubereitet wird es mittels Fermentation, leicht zuhause durchführbar.
Zutaten
1.75 Ltr Grün-Tee oder Oulong-Tee, Minze soll auch funktionieren
140-180 g Zucker (grösstenteils bei der Fermentation abgebaut)
1 Kombucha-”Pilz”
ca 200 ml fertiges Kombucha-Getränk
1 Glasgefäss 2 Ltr
7-10 Tage Zeit
ein ruhiges Örtchen
Zwei der obigen Zutaten sind nicht gerade so im Supermarkt erhältlich, nämlich zubereiteter aktiver Kombucha und der Pilz, der nicht ein Pilz sei, sondern es handle sich um verschiedene Hefen und andere Mikroorganismen, mehr im Wikipedia. Beides kann im Internet, zB im Ricardo oder Ebay, beschafft werden, für eine CH-Zehnernote oder ein bisschen mehr. Hat man das mal, vermehrt sich die Sache über die Zeit und wer will, kann mit Weiterverkauf der Pilze die Auslagen wieder einspielen, oder den Kombucha in grösserem Masstab produzieren und vermarkten. Mir reichen die 2x 2-Ltr und 1x 1.5-Ltr Gläser für konstanten Nachschub. Da ich etwas länger fermentiere, manchmal bis 14 Tage, gibt mir dies etwa einen halben Liter Kombucha pro Tag.
Zubereitung
Den Tee angiessen wie üblich, Zucker zugeben, auflösen, auskühlen lassen, absieben.
Den “alten” Kombucha-Ansatz ins Glas giessen, mit ausgekühltem Tee auffüllen bis fast zuoberst, gerade so bevor sich der Querschnitt verengt, dann den Kombucha-Pilz möglichst schön flach obenauf gleiten lassen. Wenn er absäuft ist es auch nicht tragisch, es bildet sich während der Fermentations-Zeit ein neuer Pilz an der Oberfläche.
Glas mit einem Stofftüchlein abdecken und mit einem Gummiband festhalten – ich begann mit Kombucha als Einsatzzweck für die von Konfirmations-Geschenken überzähligen Nastücher. Glas an einen ruhigen Ort stellen, darf auch sonnig und im Winter auch warm sein, zB etwas oberhalb einer Heizquelle.
Nach etwa 6-7 Tagen, darf auch 14 sein, je länger je säuerlicher, den Pilz oben wegfischen, unter Wasser abspülen und allenfalls vorhandenes bräunliches Gefaser oder Gezottel wegputzen oder wegschneiden und den Pilz zusammen mit etwa 200 ml Kombucha in eine Schale geben, beiseite stellen für den nächsten Ansatz.
Den verbleibenden Hauptteil des Kombucha durch ein Sieb oder Tuch leeren, damit die Pilz-/Hefe-Reste und sich am Boden befindlicher alter Pilz abgetrennt werden. In eine 1.5-Ltr PET-Flasche füllen und ab in den Kühlschrank. Fertig.
Bemerkungen
- Lagerung der Pilze während Abwesenheit, Ferien, etc:
Pilz zusammen mit den 200 ml Kombucha in ein Glas, abdecken mit Tüchlein, festhalten mit Gummi, in den Kühlschrank. Wir haben einen Pilz so für 4 Wochen erfolgreich gelagert, der neue Ansatz kam gar besser raus.
Auch erfolgreich praktiziert: dito in Plasticbeutel im Gefrierschrank für lange Zeit (Beutel in Kunsstoffbehälter bis es gefroren ist, dann Behälter wieder rausnehmen)
- Die Pilzbildung ist nicht immer gleich, und deren Abhängigkeit von Einflüssen konnte ich bis jetzt nicht eruieren. Das soll jedoch nicht beunruhigen. Ob es ein ein dünnes Häutchen von weniger als 1 mm Dicke (links) ist oder ein 5 mm dicker Lappen, fast wie weicher Silikon (rechts), hat keine erkennbaren Unterschiede in der Qualität des fermentierten Getränks gezeigt.
- Bis die Flasche im Kühlschrank leer ist kann die Fermentation reduziert weiter gehen, da noch Reste von Mikroorganismen vorhanden sind, und es können sich weisse “Pilz”-Fäden bilden. Manchmal siebe ich diese ab, manchmal nicht, geschehen ist mir dabei nichts und ich habe auch nichts negatives darüber gelesen.
Ja, liebe Leut, bei diesem Rezept müsst Ihr die Quantitäten umrechnen, sorry, denn es wird wohl kaum jemand gleich 281 Portionen Mah Mee, ein asiatisches Nudelgericht, kochen wollen. Ich wollte dies auch nicht wirklich, als ich zusagte, denn da dachte ich noch, es ginge allein um das Aufbraten/-wärmen in den grossen Paella-Pfannen, wozu ich einmal für die gleiche Anfragerin an einer Geburtstagsparty für gegen 100 Leute volontiert hatte.
Erst nach dem Ja, das ich leichtfertig der Anfragerin, meiner Schwiegertochter in spe, gegeben hatte, traf mich die Wahrheit mit voller Wucht. No big deal, mehrere Wochen lagen ja noch vor mir, zu überlegen, wie ich wohl 20 kg Nudeln kochen könnte, ohne 20x mit unserer grössten Pfanne je 1 kg zu sieden, und dazu natürlich auch noch all die anderen Zutaten irgendwie vorzukochen oder direkt dort vor den Gästen, oder den Schulkindern auf dem Pausenplatz, in den grossen Paella-Pfannen zu braten. Das Glück kam in Form eines Caterers, an den ich mich in der Not erinnert hatte, und der gab mir gute Ratschläge, lieh mir einen 50-Liter-Kochtopf aus und stellte seinen Kühlraum zur Verfügung.
So sah es bei mir nicht aus beim Vor- oder Zubereiten, aber das Bild steigerte den Enthusiasmus, und es ist mir ohnehin eine schöne Erinnerung an Thai-Nudelsuppe in einem abgelegenen Food Stall an einer Strasse auf Koh Chang, weitab vom nächsten Dorf. Bei mir sah es dann so aus:
Das Rezept ist absolut nichts besonderes, vor allem nicht auf diese Art zubereitet, und an sich nicht ein Posting wert. Trotzdem hier aufgeführt ist es wegen der Herausforderung, die sich mir stellte, und wegen der für mich und meine Gerätschaften/Einrichtungen abenteuerlichen Zubereitung. Für Nachahmer ein Mutzuspruch: mit präziser detaillierter Planung des Zeitbedarfs und des Ablaufs kann nichts schief gehen.
Zutaten für 281 Portionen
20 kg Barilla Bavette no. 13
20 kg Pouletbrust, geschnetzelt
3 Ltr Erdnussöl
7 kg Zwiebeln gehackt
28 kg Peperoni, gelb, rot, grün, in Streifen
15 kg Chinakohl, geschnitten in Stücke von ca. 2×2 cm
3 Fl. Sherry medium dry à 600 ml
6 Fl. Soja Sauce à 700 ml, salzig, dünnflüssig
350 g Thailand Curry Hot
1.5 Fl. Oyster Sauce à 700 ml
2 Fl.Sesam-Öl à 200 ml
10 Knollen Knoblauch
Pfeffer schwarz
Zubereitung
Fleisch anbraten und mit Sherry ablöschen, auf die Seite stellen, Zwiebeln andünsten, dann Knoblauch, Peperoni, Chinakohl dazugeben, Soja Sauce, Oyster Sauce, Sesam-Öl, Curry und etwas Pfeffer dazu, dünsten bis das Gemüse knapp gar ist, dann die vorgekochten Nudeln dazugeben und alles vermengen, gebratenes Geschnetzeltes dazu, fertig wenn alles heiss ist. Es braucht kein Salz, ausser natürlich für das Sieden der Nudeln, da die Soja Sauce genügend salzt.
Wegen der 80 cm Pfannengrösse musste ich 6 Ansätze machen, und sowohl das Gemüse wie auch das Fleisch (!?) hatte ich vorgängig in Wasser vorgekocht. Dies ist nicht gerade das Ideale für den Taste und das Auge, aber bei dieser für meine Infrastruktur riesigen Menge und der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit verzeihbar, denke ich. Und geschmeckt muss es vielen der Gäste wohl haben, glaubt man den Komplimenten und der Nachfrage nach Nachschlag, oder Supplément, wie wir Schweizer sagen.
Mir hat die Sache einen anhaltenden Adrenalin-Spiegel gegeben, jedoch auf einem anturnenden Niveau, kein wirklicher Stress, im Gegensatz zu Frau Houdini, die 2 Wochen miserabel schlief, obwohl es sie ja nicht hätte belasten sollen. Mir machte es Spass; man denke allein ans Einkaufen: “Legen Sie mir bitte 7 Kartons Peperoni auf den Trolley … etc”, oder an den mir noch nie vorher so für den Einkauf dankenden Metzger. Beim Anbraten vor Zuschauern fühlte ich mich wie ein Küchenchef, fehlte nur Kochhose und -bluse und vor mindestens eine schöne Kochmütze, wie die von lamiacucina beim Backen der Quiche Provençale. Das weisse Hemd, das ich mangels standesgemässer Montur übergezogen hatte, musste allerdings wegen eines Riesen-Soja-Sauce-Tolggen bereits nach dem ersten Bratansatz gegen ein blaues Reservehemd ausgetaucht werden. Vom Planen bis zum guten Gelingen bereitete mir das Abenteuer viel Freude.
Was gibt es in dieser Zeit im Überfluss aus dem Garten? Na klar. Nebst Kartoffel-, Hafer-, Dinkel-, Reis-, etc-Zucchetti-Gerichten aller Art, inklusive Aufläufen in gleicher Zusammensetzung, bringt diese Suppe eine schöne ca 600g schwere Zucchetti zur Strecke, oder in den Topf, und schmeckt – für meinen Geschmack – ähnlich lecker wie eine gute cremige Pumpkin Soup.
Zutaten
Zucchetti, ca. 600g
3 kleine oder 1 grosse Zwiebel
1 Maggiwürfel, von den kleinen mit ca 1cm Seitenlänge
etwas mildes Currypulver
1 gute Messerspitze Chili
Salz, Pfeffer
125 ml Coconut Cream 100% oder 120 g Joghurt nature
geschlagener Rahm
Zubereitung
Zwiebeln in Olivenöl andünsten, mit etwas Weisswein ablöschen (fakultativ), Zucchetti klein geschnitten dazugeben, mitdünsten, etwas Wasser dazu, Maggiwürfel, Curry, Chili zugeben, köcheln lassen bis die Zucchetti weich sind, mit Salz & Pfeffer abschmecken, keine Eile. Denkt man, es genüge nun oder es sei Zeit zum Essen, gibt man den Yoghurt zu und püriert alles klein, sehr fein, mit einem Stabmixer oder eben mit dem Kenwood-Blender-Aufsatz, woraus man die Suppe danach praktisch in die Suppenteller, -tässchen, -etc. eingiessen kann, dann noch einen EL Schlagrahm drauf und mit etwas frischem Dill dekorieren -> fertig; ein cremiges, schäumeliges Süppchen.





























