Als ich Anna Forno in Santo Stefano Belbo im Piemont bat, das Geheimnis ihres superguten Sugos zu verraten, sagte sie, das sei einfach, ich müsse nur folgendes zusammen einen Tag köcheln lassen:
1 kg Tomaten  schön reife, gehackt
1 kg  Kräuter   frische, nach Belieben, gehackt
1 kg  Salz
und davon das ganze Jahr beim Kochen soviel zum Sugo zu geben, bis er genügend gesalzen sei, und den Sugo bis zu schöner Sämigkeit einköcheln. Mehr sagte sie nicht, und daraus schloss ich, diese Kräuterpaste bringe jeder Art von Sugo, wie auch immer zusammengesetzt, den entscheidenden Kick.

Ich nehme jeweils viel Basilikum, aber auch Petersilie, Origano, Thymian, sogar kleinere Anteile Rosmarin und Salbei.

Und so sieht’s dann aus, nachdem die Zutaten lange geköchelt haben, abgefüllt wurden, gelagert sind. Wenn sich der Holzlöffel beim Umrühren nur noch mühsam durch die Masse pflügen lässt, dann ist fertig geköchelt. Nach dem Abfüllen und Abkühlen ist die Kräuter-Paste pastös, wie der Name ja sagt.

Ich bereite die Paste jedes Jahr zu und benütze sie vorwiegend für Sugo, aber hin und wieder auch für das Würzen von anderen Sossen oder mal als Beigabe zu einem Süppchen. Ich hab was gegen das (fast) überall enthaltene MSG und nehme ausser meiner eigenen keine solchen Küchenhelfer: ist Gemüse in der Suppe, brauche ich nicht noch Gemüsebrühe für den Geschmack.

Das ist sie, die gute Anna Forno mit Ihrer Geduld für mein schwaches Italienisch. Sie führt auf der Cantina der Familie ein Agroturismo mit einigen Gästezimmern und bewirtet auch öfter mal Gesellschaften für ein Essen.

Die Pasta werden fast täglich im Hause in viel Handarbeit zubereitet.

In diesem Nebengebäude sind 3 Gästezimmer untergebracht.

Hier geht es zu einem neueren Post mit Bildern der Pasten-Herstellung.