Weder je selbst zubereitet, noch je gehört habe ich davon, von dieser Kombination, die bei Fam. Houdini ab sofort zum Repertoire der Beilagen zählen sollte.

Aber eben, sollte, denn wir denken bei der Frage nach der Beilage zu oft, oder fast immer, nur an a) Teigwaren b) Reis c) Kartoffeln. Dann heisst es, Reis hätten wir ja gerade gestern gehabt, ja ich hätte schon Recht, es sei Risotto gewesen, aber eben doch Reis, und vorgestern wären Penne auf dem Tisch gestanden und nun könne ich doch nicht heute Spaghetti kochen. Dann kommen wir auf Kartoffeln, vielleicht in Scheiben gebraten statt in Würfelchen, wie vor 3 Tagen. Warum denn nicht Mais, haben wir so lange schon nicht mehr gegessen? Oder Bulgur, Dinkel- oder Hafer-Körner, oder Linsen? Ja, warum vergessen wir diese Beilagen und denken als erstes immer an unsere ABC? Mit Fisch geht es uns übrigens gleich: Wenn wir dann letztendlich auf den Fisch gekommen sind, sagen wir einander, wir dächten einfach zu wenig an Fisch, vergässen ihn immer.

Ich glaub, wir stellen uns eine solche Tafel in die Küche, dann erinnern wir uns der vielen „anderen“ Möglichkeiten.

Zutaten
150 g Mais, fein, schnellkochend, 10 Min
600 ml Gemüse- oder Fleischbrühe (4-fache Mais-Menge)
250 g Buchweizen-Körner, nicht Schrot, schnellkochend, 10 Min
Salz, Pfeffer
Alternativ: Zutaten gemäss gutem Polenta-Rezept – zB von lamiacucina.

Zubereitung
Brühe aufkochen, Mais einrieseln lassen, umrühren, auf niedrigem Feuer unter gelegentlichem Rühren weich köcheln.
Etwa 1 Liter gesalzenes Wasser aufheizen, die Buchweizen-Körner darin weichkochen wie Pasta, ableeren, zum fertigen Mais in die Pfanne geben, durchmischen, kurz aufwärmen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, fertig.

Dazu gab es Eierschwämme an Sahnesauce und einen frischen grünen Salat.

Der Buchweizen gibt der Polenta einen anderen Biss und eine andere Optik als allein mit Mais.

Ohne Mais ist der Buchweizen ein Körnergericht und fällt so leicht von der Gabel wie Trockenreis.

Begleitmusik zum Blog-Erstellen

Monty Alexander Trio, Montreux Alexander, 1976