Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den September 2008.
Endlich bin ich am Blogschreiben, obwohl bereits wieder eine Woche zuhause. Vielleicht ging es anderen auch schon so: ist man drin in einer Routine, geht es wie von selbst, ja man braucht es, lässt man es frei- oder unfreiwillig für einige Zeit sein, so fällt einem der Neuanfang nicht leicht, immer ist was anderes im Wege. Beispiele sind bei mir neben Blogschreiben das Laufen, das Radfahren, das Bücherlesen. Und auch um eine Rechtfertigung bin ich nie verlegen: das Wiedereinleben zuhause und die Weinlese.
Machen wir es so kurz es geht. Also, weil frühere Mach-es-selbst-Ravioli-Versuche immer sehr grosse Ravioli erzeugten, erstand ich an einem Wochenmarkt am Gardasee ein Mach-Ravioli-Gerätchen. Für mich sind die damit erzeugten Ravioli auf der einen Seite zu flach und auf der anderen zu rund, wie kleine Kopien der Petersdom-Kuppel oder der Hagia Sophia. Sie gefallen nicht, ich sähe lieber niedliche Kisselchen, oder was auch immer die Verkleinerung von Kissen sein könnte.
Der Wein und die eigenen Trauben gaben den italienischen Touch und den Trost. Und so sahen sie dann aus, die Ravioli, mit in Butter kross gebratenem Salbei, etwas Parmiggiano und – nur auf meinem Teller – einer Unmenge schwarzem Pfeffer.
Mit welchen Hilfsmitteln macht Ihr Ravioli?
Über Hinweise und/oder Links würde ich mich sehr freuen.
Übrigens, die Füllung hier war aus einem Grünzeug – das Kurzzeitgedächtnis lässt grüssen – und Resten von Hüttenkäse, Feta und geriebenem Parmesan, der Teig mit 1 Ei pro 100g Mehl bestehend aus 1/3 Weissmehl und 2/3 Knöpflidunst (Hartweizengriess), auf Anraten von Jamie Oliver ohne Olivenöl, also anders als meine früheren Pastateige.
Als Secondo gab es etwas Polenta mit einem Ragout aus gefrorenen Steinpilzen obendrauf, gebratene Jakobsmuscheln dazu und Zucchini, ja, immer noch Zucchini. Die gefrorenen Steinpilze, für mich neu, waren etwas nass, nicht zu vergleichen mit frischen, sind aber einen zweiten Versuch wert.
Und dann waren wir ja noch weg, die ersten Tage bei Filisur im Albulatal, Graubünden.
Am Landwasserviadukt sahen wir die Proben für ein Seil-Ballet für den am Wochenende stattfindenden Festakt zur Ernennung als UNESCO Weltkulturerbe «Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina».
Das Viadukt, ein für seine Zeit grossartiges Bauwerk in einer wunderschönen Gegend, hier mit Blick ins Landwassertal, Richtung Davos.
Eine Tagestour führte uns per Bahn nach Bergün, mit dem Sessellift hoch zur Alp Darlux, zu Fuss via Alpe Muotta Sur zur Alpe digl Chants und hinab nach dem Weiler Chants, den man weit unten im Tal sehen kann.
… aber nicht so lange, wie ich für den Jakobsweg bräuchte. 2 Wochen sollen es werden. Da wir mit einem angemieteten Camper fahren werden, wurde noch nicht genau festgelegt, wohin die Reise gehen soll. Wir richten uns nach dem Wetter, wollen viel Wandern, halten irgendwo für die Nacht und kochen uns Spaghetti. So etwa sehen wir dies. Ach ja, es hat auch einen Backofen, sehr klein und ohne Temperaturregelung, nur ein/aus, also hilft nur der eigene Regelkreis mit dem Auge auf’s Backgut als Fühler und der Hand am Schalter. Aber nein, jetzt machte es Click, ich nehme ein Backofenthermometer mit.
Begleitet werden die Houdinis von Frau Hs Schwester und Mann aus Australien, nach langer Zeit wieder einmal in der alten Heimat auf Urlaub.

Es ist halt wieder eine Geschichte mit diesem Gericht verbunden, denn ohne die Geschichte wären die Appenzeller Siedwürste bei uns nicht nicht auf den Tisch gekommen, und Fotos posten ohne kleine Story? Das Rezept ist bescheiden: man reise dorthin, wo Appenzeller Siedwürste feil geboten werden, kaufe welche, und lasse sie im heissen Wasser nicht sieden, sondern ziehen, Ziehwürste sind es wohl.
Dazu kochte Frau H Saucen-Kartoffeln, respektive Sossen-Herdäpfel. Kartoffelsalat passte auch, das sieht frau und man. Blöd ist sie in dieser Sache, die deutsche Sprache, ich könnte mich minuten- oder stundenlang darüber auslassen. Wär ich eine Frau, so wär ich Koch, oder Arzt, oder Pilot, und nicht -in. Hab ich das schon mal geschrieben?
Noch rasch die Saucen-Kartoffeln erledigen: Kartoffeln, wieviel weiss jeder wissen alle, wir nehmen 250 g pro Person, pellen (ha!) und in Würfelchen schneiden, 1 EL Mehl in Erdnussöl anschwitzen, ablöschen mit Gemüsebrühe, Kartoffeln zugeben, Brühe bis auf etwa die halbe Höhe der Kartoffeln aufgiessen und zugedeckt köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Petersilie oder andere Kräutchen darüber streuen, heiss servieren, fertig. Den Senf für die Siedwurst nicht vergessen.
Siedwürste sind weich, fühlen sich ungekocht an wie gefüllt mit Apfelmus, das ist Rinderbrät, abgerundet mit etwas Schweinefleisch und Speck. Die Münchner Weisswurst ist nur vom Schwein, soviel ich weiss, aber [siehe Kommentar Nathalie] am Fusse der Appenzeller Berge hat die Schweinemast nicht Tradition. Das Gefühl beim behutsamen Berühren der gefüllten Därme ist einzigartig, denn andere Brühwürste oder Weisswürste kommen gebrüht zum Verkauf, werden dann im heissen Wasser nur aufgewärmt. Wenn es sonstwo ungebrüht verkaufte weiche Würste gibt, bitte melden, es interessiert mich.
Ein Sechs-Spänner mit Original Postkutsche auf am Flüela-Pass
Und so kam ich zu den Siedwürsten. Mein Motorrad war zum Verkauf ausgeschrieben und ein Interessent aus dem Engadin meldete sein Interesse an, und weil für ihn eine Besichtigung schwierig gewesen wäre und ich mir Zeit nehmen konnte, fuhr ich mit meiner MV Agusta im schönsten Spätsommerwetter die gut 500 km vom Untersee ins Engadin und zurück, auf dem Rückweg mit einer Anzahlung und dem unterzeichneten Kaufvertrag in der Tasche. Über Chur und Julierpass nach St.Moritz und weiter zum Ziel der Natureis-Bobbahn ging die Fahrt, dann retour über Zernez, Flüelapass, Davos, Prättigau.
Auf der Flüela Passhöhe, lieber Wandern als Töff-Fahren
Den Abstecher über St.Luzisteig, ein kleines Pässchen, ausser Landes nach Liechtenstein führend, wollte ich mir auch nicht entgehen lassen, kurz beim Fürsten in Vaduz vorbei, und zum Abschluss die Kurven hoch ins Toggenburg nach Wildhaus. Die Würste kaufte ich, nicht zum ersten mal, beim Metzger Murer in Alt St.Johann, voralpine Landschaft, aber Kanton St.Gallen, nicht Appenzell. Ob bald auch AOC die Namensgebung ausserhalb Appenzells verbietet?
Toggenburger Häuser in Alt St.Johann, wo die Würste herkamen
Ergänzen möchte ich mit Freude, aber doch auch ein bisschen Wehmut, dass ich mit Motorradfahren aufhöre und dies meine letzte Fahrt war, mit Ausnahme einer 10-tägigen Motorradtour, die ich für Oktober in den Bergen von Nordwest-Vietnam buchte und auf die ich mich als Abschluss meiner Motorradphase sehr freue.
Ach, fast vergessen hätte ich den Käufer der MV, er ist Bäcker, und ich fragte ihm Löcher in den Bauch über alle Kniffe zum Brotbacken, worin ich mich ja intensiv übe. Und heute versuchte ich zum erstenmal in meiner Brotback-Neuzeit, den Teig komplett händisch zu fertigen, also kein K-Einsatz. Dies nicht wegen dem Bäcker-Käufer, sondern weil ich vor zwei Tagen zuschaute, wie mein Brotback-Lehrer Richard Bertinet im Video den Teig bearbeitet und sah, wie gut es funktionierte. Und es funktionierte auch bei mir einwandfrei, das Bearbeiten mit anfänglich vollgekleckerten Fingern, dann aber zu einem Wunderteig führend, was sich auch im Brot auswirkte, obwohl es ein bizzeli zu heiss kriegte und recht dunkel wurde aussen. Weil mir beim Bearbeiten selbst auch heiss wurde zweifle ich, ob dies nun die Methode des Hauses wird.
Von Brot und Rosen wurde mir das Stöckchen durch Petra zugeworfen und ich bemühe mich, es rasch weiter zu reichen und in Umlauf zu halten. Rausfinden muss ich irgendwie noch, wo es denn schon überall war, sonst käme es allenfalls in eine Endlos-Schleife, würfe ich es in die falsche Richtung.
1. Welche drei Nahrungsmittel sind für dich unverzichtbar?
Die Frage, die wir uns schon mehrfach stellten, war die nach dem Grundnahrungsmittel, das wir wählten, so wir uns auf eines zu beschränken hätten, also Kartoffeln oder Weizen oder Reis, oder was gibt es sonst noch, Maniok in Afrika, Hirse? Mit Weizen wären wir gut bedient, ergibt alle Arten Backwaren, Pasta, Bulgur, Couscous, Mehlspeisen. Am liebsten würde ich als nächstes ‘alle Gemüse’ schreiben, muss ich mich beschränken? Also, ich nähme Weisskohl, hat viele Vitamine, ich könnte Sauerkraut machen für den Winter, und die Köpfe halten sich ohnehin über lange Zeit gut. Als drittes würde ich Milch haben wollen, daraus gibt’s dann Sahne, Butter, Käse, Joghurt und so weiter.
Sorry, ich bin diese Frage alles andere als emotionell angegangen, sondern wie ein Ingenieur, der das Überleben auf einer felsigen Insel plant.
Mit
a) Weizen
b) Weisskohl
c) Milch
könnte ich lange überleben.
2. Welche drei Nahrungsmittel magst du überhaupt nicht?
Ich mag fast alles, das seh ich auch auf der Waage oder am Gurtloch und spüre die Hose am Bauch zwicken. Die bei diesem Stöckchen oft geschmähten Innereien mag ich besonders, ja ich schmachte nach Nierchen, Leber, Kutteln, sogar Gedärm ist gut wie in Korea gekocht, weniger das Kalbs-Gekröse, das es bei Mutter gab. Vielleicht mag ich Innereien deshalb, weil ich so selten Gelegenheit habe, sie zu essen, denn allein für mich zu kochen und dazu noch die Frotzeleien anzuhören von jedem/jeder der/die es sieht, nein Danke.
Ich mag nicht, aber esse, wenn es sein muss:
a) kleine Dinger in China, die aussehen wie Maikäfer-Engerlinge
b) mit Würzpaste gestopfte Grillen, lahm gekocht statt frittiert
c) Milchreis
3. Gibt es ein Nahrungsmittel, das du gerne mal probieren möchtest? Wenn ja, welches?
Prinzipiell alles, was ich noch nie gegessen habe. Jedoch sind die meisten Nahrungsmittel im Grunde profan (ausser mein Risotto), und weniges, was ich schon ass oder essen musste, war ‘almost out of this world’, es war nur sehr lecker, ausgezeichnet gekocht, brutal gut, aber eins von vielen, meist das letzte das beste. Ein Hexenbrei, der wirkliche Weisheit gäbe, der wär doch was.
4. Was ist dein Lieblingsgetränk?
Wein, ich schreib es jetzt halt doch, obwohl ich zuerst Hahnenwasser geschrieben habe. Wasser ab dem Hahn kommt durch die Leitung, klar, irgendwie, aber in der Schweiz haben wir Wasserhähne und trinken nicht direkt aus dem Rohr, ausser am Brunnen.
5. Welche Süßigkeit isst du am liebsten?
Das Süsse kann’s mir nicht so sehr. Es ist wie bei einem Nichtraucher, der doch ab und an von anderen eine Zigarette nimmt. Ich bin Nichtsüssesser. Schokolade, schwarz, mit hohem Kakaogehalt, die hab ich eigentlich echt gern, oder Nussgipfel.
6. An wen gibst du das Stöckchen weiter?
Ich bin noch nicht dazu gekommen, nachzusehen, bei wem dieses Stöckchen noch nicht vorbei geflogen gelandet ist, und ich mag jetzt auch dem Stöckchen seinen Weg nicht retour durch die Blogs verfolgen, also werfe ich es einfach weiter und warte, ob mir geschrieben wird, es sei schon dagewesen, in welchem Falle ich es dann anderweitig weiter reiche, auf dass denn die Reise nicht zu Ende gehe.
So werfe ich das Stöckchen weiter zu Claudia von Fool for Food und hoffe, sie nimmt es an.
wer nit im summer machet hew,
der lauft im winter mit geschrei
und hat zů samen gbunden seil
rüfend, das man im hew geb feil.
Sebastian Brant, Narrenschiff, 1494
sind am Fuss des Textes erläutert.
Letzte Woche war höchste Zeit, das nachgewachsene Gras zu schneiden und zu heuen. Heuen, Gras? Vermutlich die falschen Begriffe, Emden vielleicht, oder ist es auch für Emden bereits zu spät? Zudem standen da noch einzelne Inseln, die wegen der Wiesenblumen dieses Jahr noch nie unter die Sense gekommen waren, also erster Schnitt, folglich Heuen? Ich weiss es nicht. Vermutlich sind unter den Gras- und Milchwirtschaft treibenden Bauern, bei denen diese Art der Trockenfutterproduktion Tradition hat, um die Herde über den Winter zu bringen, noch ganz andere Wörter gebräuchlich für das, was wir Laien als Gras bezeichnen, mehrere Begriffe je für das stehende Gras auf der Wiese, dann für das ungetrocknet zu verfütternde Gras, für die verschiedenen getrockneten Formen, u.a. mein Heu und mein Emd , dann Silage, usw. Für uns ist alles Gras. Kennen die Stadtkinder alle das Wort Heu, von Emd oder Grummet schon gar nicht zu sprechen, oder ist für sie alles nur vertrocknetes Gras?
Die Inuit, oder Eskimos, hätten Dutzende von Wörtern für Schnee, klar, die haben ja nichts anderes zu reden, so wie unsere Bauern. Bei Reis essenden Asiaten hat Reis als Setzling, Reis wachsend und Reis reif auf dem Feld und Reis im Sack und Reis auf dem Tisch auch verschiedene Namen, für uns ist es immer Reis. Ich kannte das chinesische Wort für Reis vom Essen, und im Laden sagte dann die alte Dame, sie hätte keinen Reis im Angebot, nur den im Sack.
Bei dem Heuen, dem monotonen Tun also, nämlich bei dem Mähen, Zetten , Wenden, Mädle, Rechen und Einbringen, schweben die Gedanken in alle Windrichtungen wie beim Joggen und, bei mir so geschehen, auch in die tiefe Vergangenheit. Ich sah Bauer Harders unter der schweren Heulast ächzendes Pferdefuhrwerk mit den grossen eisenbeschlagenen Holzrädern, dem zuoberst über dem Heufuder liegenden Baumstamm, der mit Hanfseilen vorne und hinten niedergebunden war, um dem Fuder Halt zu geben, die fetten Ross-Brämen auf den schweissfeuchten Flanken der Pferde, wie diese sich in die Seile hängten und mit aller Kraft die Hufe in den Wiesenboden stemmten und denen vor Anstrengung die Adern unter dem kastanienbraunen Fell dick hervortraten.
Ich erinnerte mich an das Einbringen des Heus am steilen Bort auf dem Bergbauernhof bei Vetter Alfred im Appenzellischen, wo das Heu in grossen von weissen Leinentüchern umhüllten Ballen auf dem gekrümmten Rücken der Männer in die Scheune getragen wurde, hatte vor Augen, wie auch ich mich ans Bort setzte und mir ein Heu-Bürdeli auf den Rücken gerollt wurde, das ich dann keuchend zur Scheune hoch tragen durfte, nur dass mir die Heublumen im Genick unter das Hemd rieselten und am Rücken juckten, während die Männer weisse Heuer-Kutten mit Kapuze trugen, wie Wilhelm Tell auf dem Fünfliber.
Es sind mir schöne Erinnerungen an eine Zeit, in der vieles so anders war als heute, nicht besser, nicht schlechter. Leute gingen zur Arbeit, waren am Abend müde, hatten Familie und Kinder, kochten und buken wie wir heute, nur mit anderen Mitteln und weniger Geld, viele ohne Auto, ohne Fernseher, ohne Ferien in der Karibik, aber der Grad der Zufriedenen war vermutlich nicht geringer als heute.
Tendiert die Erwartung gegen Null, so strebt die Zufriedenheit gegen Unendlich. Ganz einfach.
Erläuterungen
- Heuet: das Heu einbringen/ernten
- Heu: getrocknete oberirdische Biomasse von Grünlandpflanzen, 1. Schnitt
- Emd: wie Heu, aber vom 2. Schnitt
- Grummet: Synonym von Emd
- Zetten: das gemähte oder angetrocknete Gras auf der Grasnarbe ausbreiten
- mädle (schweiz.) Schwaden machen, Mahde=Schwade
- Heufuder, Fuder (schweiz.): Heufuhre, Fuhre, Ladung
- Bräme (schweiz.) Bremsen, stechendes Insekt
- Bort (schweiz.): Abhang
- Vetter: Onkel
- Bürdeli (schweiz.): kleiner Ballen
- Fünfliber (schweiz.): Fünf-Franken-Münze
Heute Abend kochte ich aus dem NZZ-Folio, neuste Ausgabe, Story und Rezept im Internet, sinngemäss diese Pasta al Forno nach, wegen der teilweise fehlenden Zutaten nicht exakt nach Vorlage. Als ich die Zutaten las, dachte ich noch, es seien beinahe normale Tomaten-Pasta, einfach im Ofen überbacken, aber es zeigte sich dann beim Resultat, dass dem nicht so ist. Es ist ein ausgezeichneter Pasta-Gratin, so ganz anders als wir es bis jetzt nach Mutters Art zubereiteten, mit Eierguss und so.
Zutaten
400 g grosse Pasta wie Paccheri oder Conchiglioni – hier nicht gar grosse Tortiglioni von Barilla
Tomatensosse
1 grosse Büchse (480 g) Pelati gewürfelt
1 Zwiebel, klein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein geschnitten
4 EL Olivenöl
1 Prise Zucker
Béchamel
50 g Butter
60 g Mehl
6 dl Milch
andere
2 Auberginen – hier Zucchini gerüstet, aber dann vergessen
200 g Mozzarella, klein gewürfelt – hier Ziegenkäse vom Türken
100 g geriebener Parmesan
100 g gekochter Schinken, klein geschnitten – hier 120 g
2 hart gekochte Eier, in 16tel geschnitten
5 Esslöffel Paniermehl
8 bis 12 Basilikumblätter, klein geschnitten – hier 14
Salz und Pfeffer
Zubereitung
Für die Tomatensauce Zwiebeln kurz andünsten, dann Knoblauchzehe und kurz darauf die Pelati zugeben. Ich würzte mit Anna Forno Paste, what else? 20 Miunten köcheln lassen, beiseite stellen.
Für die Béchamelsauce die Butter in einem Pfännchen schmelzen und das Mehl darin andünsten, ohne dass es Farbe annimmt. Unter stetigem Rühren die Milch hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Wärend rund 10 Minuten auf kleinem Feuer köcheln, beiseite stellen.
Ab hier “off the record” weil vergessen:
Die Auberginen in rund 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben mit Salz bestreuen und rund 1 Stunde ruhen lassen. Mit kalten Wasser abspülen, abtupfen und im Olivenöl frittieren bis sie leicht braun sind. Auf einem Küchenpapier erkalten lassen.
Ende “off the record”
Die Pasta rund 7 Minuten (die Hälfte der auf der Packung angegeben Kochzeit) kochen und abgiessen.
Die Hälfte der Tomaten- und Béchamelsauce in eine Gratinform geben. Dann Pasta, Auberginen (hier Zucchini, aber vergessen), Schinken, Eier, Mozzarella (hier Ziegenfrischkäse), Basilikumblätter in die Gratinform geben und alles sachte miteinander vermischen.
Die Reste der Tomatensosse und der Béchamel oben drauf geben und gleichmässig verteilen. Parmesan und zuletzt das Paniermehl darüber streuen. Während rund 30 Minuten im Ofen bei 250°C gratinieren.
Vor dem Servieren eine Viertelstunde ruhen lassen.
Oben ergibt sich ein Deckel mit dem Paniermehl, eine Kruste, die optisch im ersten Moment irritieren kann, aber sie ist ausgezeichnet. Auf dem Teller, siehe oberes Bild, sieht das Krustenstück aus wie ein etwas stark gebratenes Wiener Schnitzel.
Schlimm ist’s gekommen mit mir, aber ich bin unschuldig, das auch nicht ganz, denn ich hätte ihn wegwerfen können. Doch die Neugierde hat gesiegt, und ich sags gleich vorneweg, ich muss ihn nicht haben, den Räucher Beutel oder Smoker Bag, unter letzterem Namen ich im Internet Anleitung und Rezepte fand. Ich hab ja Holzkohlen-Gewürzöl
Der Beutel soll dem Gargut einen Rauch- und Grill-Geruch und -Geschmack geben, gibt er auch, ja, aber wenn man ihn auf dem Grill verwendet, wofür er nebst Backofen auch vermarktet wird, frag ich mich, wieso mit dem Alubeutel der natürliche Holz-Rauch- und -Kohlen-Geruch vom Gargut ausgesperrt werden soll.
Eben ja, ich erhielt den Beutel von einem Freund, bei dem wir Maiskolben mit Raucharoma aus dem Beutel aufgetischt erhielten. Sowas hätt ich nie gekauft, eher noch einen Weihnachtslieder oder sonst was singenden und schwanz- und kopfwackelnden Fisch.
Zutaten
4 Red Snapper Filet
1.5 EL Olivenöl
1.5 EL Soya Sosse
0.5 EL Rohzucker (orig. 1 EL, fand ich etwas viel)
1 EL Knoblauch, fein gehackt
1 TL Pfeffer schwarz, gemahlen
0.25 TL Salz
0.5 TL Chiliflocken
Zubereitung
Red Snapper Filet häuten und beiseite legen. Ofen auf 250°C vorheizen. Alle anderen Zutaten zusammen mischen und in einer Schüssel als Marinade um die Filets verteilen, 30 Minuten, oder im Kühlschrank länger, einziehen lassen. Den Beutel öffnen und mit “this side down” nach unten (!) auf den Tisch legen, die Fische abgetropft, aber mit Pfeffer und so anhaftend, seitlich einschieben, nur eine Lage legen, Beutel verschliessen und 20 Minuten bei 200°C im Ofen garen. Fertig.
Der Fisch war sehr gut, wär er aber auch offen in einer Gratin-Schale geworden. Der Red Snapper ist ein einfach zu handhabender Fisch, der schön fest bleibt, nicht gleich verpampt, wenn er eine Minute zu lange gegart wird.
Der gefüllte Beutel, noch kalt
Reste der Räucher-Filets(“ach, noch rasch ein Bild …”)
Hier folgt ein für Blogs atypisches Bild, nicht eine Food-Foto wie aus dem Kochbuch, sondern ein Familienbildli, wie es zu und her geht bei H an einem gewöhnlichen Sonntagabend, wenn Hungrige zugreifen. Neben den Red Snappers waren noch auf dem Tisch: Thai Reis aus dem Cooker, Pangasius-Stücke an Thai Curry, Fenchel gedünstet mit Schmand, Tomatensalat, und Zucchini durften natürlich nicht fehlen.

Eric Clapton, 24 nights, 1991
Recorded live at The Royal Albert Hall, London.
1990 & 1991






