Von Brot und Rosen wurde mir das Stöckchen durch Petra zugeworfen und ich bemühe mich, es rasch weiter zu reichen und in Umlauf zu halten. Rausfinden muss ich irgendwie noch, wo es denn schon überall war, sonst käme es allenfalls in eine Endlos-Schleife, würfe ich es in die falsche Richtung.

1. Welche drei Nahrungsmittel sind für dich unverzichtbar?

Die Frage, die wir uns schon mehrfach stellten, war die nach dem Grundnahrungsmittel, das wir wählten, so wir uns auf eines zu beschränken hätten, also Kartoffeln oder Weizen oder Reis, oder was gibt es sonst noch, Maniok in Afrika, Hirse? Mit Weizen wären wir gut bedient, ergibt alle Arten Backwaren, Pasta, Bulgur, Couscous, Mehlspeisen. Am liebsten würde ich als nächstes ‘alle Gemüse’ schreiben, muss ich mich beschränken? Also, ich nähme Weisskohl, hat viele Vitamine, ich könnte Sauerkraut machen für den Winter, und die Köpfe halten sich ohnehin über lange Zeit gut. Als drittes würde ich Milch haben wollen, daraus gibt’s dann Sahne, Butter, Käse, Joghurt und so weiter.

Sorry, ich bin diese Frage alles andere als emotionell angegangen, sondern wie ein Ingenieur, der das Überleben auf einer felsigen Insel plant.

Mit

a) Weizen
b) Weisskohl
c) Milch

könnte ich lange überleben.

2. Welche drei Nahrungsmittel magst du überhaupt nicht?

Ich mag fast alles, das seh ich auch auf der Waage oder am Gurtloch und spüre die Hose am Bauch zwicken. Die bei diesem Stöckchen oft geschmähten Innereien mag ich besonders, ja ich schmachte nach Nierchen, Leber, Kutteln, sogar Gedärm ist gut wie in Korea gekocht, weniger das Kalbs-Gekröse, das es bei Mutter gab. Vielleicht mag ich Innereien deshalb, weil ich so selten Gelegenheit habe, sie zu essen, denn allein für mich zu kochen und dazu noch die Frotzeleien anzuhören von jedem/jeder der/die es sieht, nein Danke.

Hier war es, das mit den Grillen
So sahen sie aus, die Grillen

Ich mag nicht, aber esse, wenn es sein muss:

a) kleine Dinger in China, die aussehen wie Maikäfer-Engerlinge
b) mit Würzpaste gestopfte Grillen, lahm gekocht statt frittiert
c) Milchreis

So wurden sie gestopft,
die Dutzende von Grillen
Hier ass ich sie, die 5 Grillen,
und schrieb in mein Tagebuch

3. Gibt es ein Nahrungsmittel, das du gerne mal probieren möchtest? Wenn ja, welches?

Prinzipiell alles, was ich noch nie gegessen habe. Jedoch sind die meisten Nahrungsmittel im Grunde profan (ausser mein Risotto), und weniges, was ich schon ass oder essen musste, war ‘almost out of this world’, es war nur sehr lecker, ausgezeichnet gekocht, brutal gut, aber eins von vielen, meist das letzte das beste. Ein Hexenbrei, der wirkliche Weisheit gäbe, der wär doch was.

4. Was ist dein Lieblingsgetränk?

Wein, ich schreib es jetzt halt doch, obwohl ich zuerst Hahnenwasser geschrieben habe. Wasser ab dem Hahn kommt durch die Leitung, klar, irgendwie, aber in der Schweiz haben wir Wasserhähne und trinken nicht direkt aus dem Rohr, ausser am Brunnen.

5. Welche Süßigkeit isst du am liebsten?

Das Süsse kann’s mir nicht so sehr. Es ist wie bei einem Nichtraucher, der doch ab und an von anderen eine Zigarette nimmt. Ich bin Nichtsüssesser. Schokolade, schwarz, mit hohem Kakaogehalt, die hab ich eigentlich echt gern, oder Nussgipfel.

6. An wen gibst du das Stöckchen weiter?

Ich bin noch nicht dazu gekommen, nachzusehen, bei wem dieses Stöckchen noch nicht vorbei geflogen gelandet ist, und ich mag jetzt auch dem Stöckchen seinen Weg nicht retour durch die Blogs verfolgen, also werfe ich es einfach weiter und warte, ob mir geschrieben wird, es sei schon dagewesen, in welchem Falle ich es dann anderweitig weiter reiche, auf dass denn die Reise nicht zu Ende gehe.

So werfe ich das Stöckchen weiter zu Claudia von Fool for Food und hoffe, sie nimmt es an.