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Vor einigen Tagen bei Petra von Chili und Ciabatta gesehen und gleich verguckt in die Linsen-Sauce, Nachkochen angekündigt, so rasch durchgeführt wegen des Posts mit der Verlosung. Was doch eine Karotte alles bewirken kann. Das Rezept der Bavette mit Sahnelinsen findet sich hier. Für Frau H und mich ist das Gericht hammer (adj.), es schmeckte super. Wir mögen Linsen sehr, alle möglichen Sorten, nicht nur Pardina, hätten aber für deren Zubereitung nicht im Traum an eine Pasta-Sauce gedacht. Sieht doch schön aus für einen einfachen Lunch, nicht? Herzlichen Dank für die Idee und das Rezept.
Auf dem Bild sind 3 Reise-Souvenirs präsent, die blauweisse japanische Schüssel aus unserer Zeit in Taiwan, etwa 1988, die fast neue Salatschüssel 2007 aus Spanien, das Salatbesteck aus Büffelhorn mit Holzgriffen 2008 aus Vietnam.
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George Benson: The New Boss Guitar Of George Benson & The Jack McDuff Quartet, 1990
Müesli Bars, Getreide-Riegel, fanden wir meist zu süss, eigentlich immer. Die Produzenten liefern, was der Markt verlangt, folglich mögen anscheinend viele Leute zuckergesüsste Nahrung. Eine möglicherweise gewünschte rasche Erhöhung des Blutzuckergehaltes kann wohl kaum der alleinige Grund für den vielen Zucker sein. Die Riegel oder andere Kohlehydratspender sollen besser eingenommen werden, bevor eine Leistungsabnahme bemerkbar ist. Ein nicht all zu rascher Anstieg ist m.A. eher vorteilhaft. Wir denken, die weit verbreitete Vorliebe für Süsses sei gelernt, antrainiert in der Kindheit. Wir haben sie uns abgewöhnt. Es funktioniert ganz gut, gleich gut wie auch mit der Reduzierung der Salzzugabe, alles Gewöhnungssache. Da wir im Handel keine ungesüssten Getreide-Riegel fanden und ohnehin alle möglichen E-Stoffe drin sind, suchte ich ein Rezept im Internet und fand es bei Gaby Lüscher’s Lieblingsrezepten, einer guten Sammlung von Back-Rezepten aus der Schweiz. Hier sind die Müesli Bars, durch Frau H mit leichten Abweichungen nachgebacken.
Zutaten
50 g Haferflocken
100 g Dinkelflocken
200 g Mandeln, gemahlen
1 TL Energiewürzmischung*
50 g Sonnenblumenkerne
25 g Mandeln, gehackt, oder Kokosflocken
50 g Dörräpfel, geschnitten
50 g Sultaninen
180 g Akazienhonig
2.5 dl Vollmilch
80 g Vollkorndinkelmehl
Sesamsamen (optional)
* Die Energiewürzmischung besteht aus Zimt, Nelken und Muskat (nach einem Rezept von Hildegard von Bingen).
Zubereitung
Alle Zutaten bis und mit Vollmilch in eine Schüssel geben und verrühren. Die Masse 10 Minuten stehen lassen und dann das Vollkornmehl dazugeben.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die feuchte Masse fingerdick darauf verteilen und glattstreichen. Nach Belieben mit Sesam bestreuen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C in etwa 20 Minuten backen. Nach dem Herausnehmen die noch warme Masse in gleich grosse Riegelstücke schneiden.
… und nach dem Abkühlen ab in die Büchse.
Rezept-Abweichungen/-Freiheiten
Obige Zutaten und Mengen sind ein Beispiel-Rezept, die Fantasie darf jedoch ausgelebt und/oder Vorlieben berücksichtigt werden. Beim Nachbacken durch meine Frau H ergaben sich folgende Abweichungen:
Müeslimischung Zwicky statt Dinkelflocken
Würzmischung nur Zimt und Muskat, Nelken wurden zu grob beim Mahlen
Kokosflocken, nicht Mandeln gehackt
Dörraprikosen statt Dörräpfel
Vollkornweizen- statt Vollkorndinkelmehl.
Die gebackenen Riegel sind jetzt, am Abend des Backtages, noch etwas weich. Wir hätten sie lieber knusprig und müssen wohl weiter experimentieren, oder weiss jemand Rat?
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Yoshiko Kishino: Photograph, 1996
Die Winterzeit ist vorbei, vorerst jedenfalls, denn Schnee kann in unserer Höhenlage am Bodensee sogar im Mai noch fallen. Sommer wollen wir, wie Buntköchin schrieb. Aber auf den Stufen unserer Treppe, oder eben im Treppenhaus, wie es früher hiess, liegen noch die letzten Kürbisse vom letzten Herbst, und zwecks Lagerabbau sollte ein Butter Nut verkocht werden. Ich erinnerte mich an eine Kürbissuppe mit verrückt viel Weisswein drin und kramte die alte Karteikarte aus dem vorcomputerzeitlichen Holzkästchen. “Sehr gut, eigen” steht oben rechts vermerkt, wobei eigen hier nicht “mein eigenes Rezept” bedeutet, sondern, der Geschmack sei etwas eigenartig, sonderlich, peculiar. Die Gäste fanden das Süppchen sehr gut, vielleicht waren sie halt nur nett. Ein Versuch ist es sicher Wert, falls jemand geschmacklich neugierig ist und falls für 5 Minuten Gesprächsstoff am Tisch vorgesorgt werden soll.
Zutaten & Zubereitung
- 2-3 Zwiebeln, grob gehackt
in Olivenöl andünsten - 1 mittelgrosser Kürbis (Butter Nut)
1 Birne, 1 Apfel
3 Zehen Knoblauch
in Stücken beigeben und 5-10 min dünsten - 1 EL Ingwer, gerieben
1 EL Currymischung
1/2 EL Kreuzkümmel, zerstossen
zugeben und 2 min dünsten, dann ablöschen mit Weisswein - 5 dl Weisswein & 5 dl Wasser, insgesamt zugeben
laut Rezept-Vorlage 100% Weisswein!!
ca. 30 min köcheln - pürieren mit dem Stabmixer
- 2 dl Vollrahm (Sahne) zugeben
- mit Chiliflocken oder Schnittlauch oder beidem bestreuen
Bei Verwendung von frischer Ingwer-Knolle sollte die Suppe nach dem Pürieren durch ein Sieb gegeben werden, um die kleinen Ingwer-Teilchen und -Fasern zu entfernen. Werde ich nächstes mal so machen, diesmal haben sie gestört.
Beim Wein darf sicher experimentiert werden. Gestern nahm ich dazu einen Gutedel aus der Pfalz, aber ich könnte mir gut auch einen Riesling, oder auch einen trockenen vorstellen. Dass ich nicht 100% Wein zugab lag an geschmacklichen Bedenken und am Durst des Kochs. Der Geschmack von Apfel kam gut durch. Interessanterweise meinte ein Gast, Linsen enthalte die Suppe sicher, aber auch sonst noch was. Ja, was denn wohl?
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Joel Harrison: Passing Train, 2008
In der Kochundbackoase sah ich ein herrliches Spargelgericht, die Spargelvanilleduftpäckchen, und musste beim Einkauf gleich Spargel kaufen, eben die grünen, weil sie bei uns heimisch sind. Heute Mittag, nichts wie los, Alufolien ausbreiten, mit Olivenöl beschmieren, für 2 Personen etwas zuviel Kartoffelscheiben darauf verteilen und dann feststellen, dass weit und breit keine Orange da ist und auch keine Vanilleschoten, schon gar nicht bereits ausgekratzte und in Zucker gelegte. Letzteres war mir schon bekannt, aber ganz ohne Vanilleschoten und Orange ging es nun wirklich nicht. So musste es etwas anderes werden, nur simpel halt, aus Frust wegen der verdorbenen Vorfreude.
Kartoffelscheiben in olivengeölte Gratinschale geben, salzen und pfeffern, Spargel oben drauf legen, Guss darüber giessen, ab in den Ofen bei 200°C während 75 Minuten. Der einfache vegetarische Lunch war gut essbar, Spargel geht sehr gut mit Kartoffel, eine Kombination, an die ich ohne Anregung durch die vanilleduftenden Päcklein nicht selbst gekommen wäre.
Grünspargel auf die Kartoffelscheiben legen, hier für 2 Personen. Der Spargel wurde weggeputzt, Kartoffeln waren es zuviel für uns, wird Anlass zu kreativer Restenverwertung geben.
Der Guss:
- 4 Eier
- 125 ml Vollrahm (Sahne)
- 125 ml Milch
- etwas Petersilie
- Korianderpulver
- Salz, Pfeffer
gut verrühren.
Diese Herz-Kartoffel, oder eher siamesische Zwillings-Kartoffel, bereitete schon beim in den Keller legen Freude, die operative Trennung hat sie nicht überlebt.
Die Bärlauchzeit ist bald zu Ende, und so war es höchste Zeit, am Sonntag mit dem Tandem zu “unserem” Bärlauch zu fahren, der natürlich nicht uns gehört, aber unser angestammter Sammelplatz ist. Zuhause dann Rezeptstöbern und -googeln, so stiess ich auf die Bärlauch-Quark-Nocken von Terragina und kochte sie gleich nach. Meine waren wegen der fein geschnittenen Bärlauch-Blätter weiss und schmeckten lecker, aber wenig bärlauchig, geschmacklich werden sie mit Paste vermutlich besser. Weitere Modifikation: ich dünstete die Bärlauchstreifchen wegen des Fuchsbandwurms an, sicher ist sicher. Ebenfalls hergestellt wurde am Sammeltag Bärlauch-Paste, nicht Pesto, zur kurzzeitigen Haltbarmachung. Mit wenig Olivenöl (trotz irgendwo gesehener Ermahnung, solches nicht zu nehmen für Bärlauchpaste) pürierte ich eine Riesenmenge Blätter im Blender und füllte das Püree ohne Lufteinschlüsse in ein Glas ab, bedeckte mit Olivenöl und streute eine gute Prise Salz darüber auf das Oel, kein Salz in der Paste selbst.
Nun musste die Paste angebrochen werden, Qualitätstest, also gab es ein Risotto mit Bärlauch, oder eben ein Bärlauch-Risotto. Leser mögen sich erinnern, dass mir Risotti mit anderen Zutaten als Zwiebeln oder Knoblauch oder Safran oder Steinpilzen widerstreben und ich eben Kürbis-Risotto für mich als Risotto mit Kürbis als Beilage koche, nicht gemischt. Hier jedoch fand ich keinen für mich akzeptablen Weg daran vorbei, wollte nicht Bärlauch-Mus als Gemüsebeilage zum Risotto servieren. 2 gehäufte Teelöffel der Bärlauchpaste kamen ins nur mit etwas Zwiebeln, Weisswein und Bouillon gekochte Risotto für 2 Personen, gaben einen tollen Geschmack und etwas Farbe. Dazu wurden Reste der Safran-Hähnchenschenkel vom Vortag gereicht. Es war ja nur ein Dinner für uns, d.h. meine Frau H. und mich, und die Beinchen so lecker, dass Restenverwertung niemanden störte.
Das etwas über al dente Bärlauch-Risotto, trotzdem gut essbar und zu empfehlen.
Die Sammelstelle am kleinen See.
Als erstem etwas längerem Test seit dem Beginn meiner Abnehm-Übung fuhr ich am Bärlauch-Risotto-Tag mit dem Rennrad von Gossau auf die Schwägalp und dann retour nach Hause bei Stein am Rhein, total 116 km.
Es lief super, easy, die Lunge muss wohl jetzt mehr Platz haben, wo die Bauchhöhle nicht mehr so voll Fett ist wie bei einem gemästeten Kaninchen.
Schnee noch überall auf der Schwägalp, und viele motorisierte Besucher, aber wer Saft in den Beinen hat braucht keinen Lamborghini, oder was das gelbe Ding sonst ist.
Nach der kalorienverbrauchenden Velofahrt durfte auch noch, ohne schlechtes Gewissen wegen der Kalorien, ein Rotwein genossen werden, ein sehr guter Wein aus dem Thurgau, eine Assemblage aus den 3 nicht sehr bekannten Rebsorten Léon Millot, Maréchal Foch und Cabernet Jura. Die Reben wurden 2003 durch Ueli und Denise Halter auf 50 Aren ehemaligem Rebgelände in Kreuzlingen gepflanzt.
So besitzt Kreuzlingen nun wieder einen Rebberg, nachdem das Gebiet der heutigen Stadt Kreuzlingen während fast eines halben Jahrtausends aus einem einzigen Rebberg bestand, der sich von Bottighofen bis nach Tägerwilen und vom See bis zur Alp erstreckte. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Weinanbau in Kreuzlingen weit verbreitet. Ein paar Strassen- und Gebäudenamen erinnern daran: Trotten-, Reben- und Weinbergstrasse oder Torggel Rosenegg. (Quelle: Webseite der Stadt Kreuzlingen)
Ich bin begeistert und freue mich sehr. Dank geht an Claudia von foolforfood und Robert von lamiacucina in seinem Kommentar. Heute ist es angekommen, das Faksimile Kochbuch von Marianne Kaltenbach, nicht das von den Pariser Bistros, sondern “Rezepte aus meiner Mühle”, bei Hans Weiss, Bibliotheca Gastronomica, gekauft, wie von Claudia genannt. Das Buch ist so wunderschön, dass ich das andere auch noch möchte, und heute sah ich, dass Robert es gerade bestellt hat
Ich musste etwas aus dem Buch nachkochen, das Wasser lief mir im Munde zusammen schon beim Durchblättern, so lecker klingen die mediterranen Rezepte. Zudem fühle ich beim Lesen der handschriftlichen Aufzeichnungen, unterstützt durch Fritz Kaltenbach’s Illustrationen, als läse ich verstohlen in einem Tagebuch, eine geheime Exkursion durch jemandes persönliche Notizen. Das Buch wirkt sehr authentisch, die Rezepte sind begleitet von Anekdoten, kleinen Geschichten, Begebenheiten. Es entsteht ein intimer Bezug zur an sich nüchternen Kochanleitung.
Da Hähnchenschenkel im Kühlschrank lagen wählte ich dieses Rezept. Wie Anikò in ihrem “about”schreibt, sind die nicht so attraktiv geratenen Gerichte manchmal ausgesprochen lecker. Dies traf hier voll ins Schwarze, in Natura besser als auf dem Bild und absolut fantastisch zu essen, ein wahrer Schmaus.
Zutaten
1 grosses Hähnchen (Houdini 4 grosse Schenkel mit Brustteil)
3 EL Butter (H: Bratbutter)
Salz, Pfeffer (H: ohne Salz, nur Bouillon)
100 g Jamon Serrano (H: Schwarzwald Rohschinken)
1 Knoblauchzehe (H: dito, obwohl gerne mehr)
Petersilie
Safranfäden (H: im Mörser zerstossen, mache ich immer so)
1 dl Weisswein (H: 2 dl)
1 dl Hühnerbouillon (H: 2dl Wasser mit 1 Maggiwürfel, pardon)
Muskatnuss
1 kleine Dose grüne Erbsen (H:eigene gefrorene Erbsen)
2 hartgekochte Eier (H: nicht ausgesprochen hart)
2 Scheiben Toastbrot
Zubereitung
Das Huhn in Stücke schneiden, in Butter braten.
Schinkenstreifen, gehackten Knoblauch, Petersilie und Safran mitdünsten.
Mit Wein und Bouillon ablöschen.
30 min schmoren lassen.
Würzen, Erbsen und durch ein Sieb gedrückte Eidotter zugeben.
Mit gerösteten Brotcroûtons und gehacktem Eiweiss garnieren.
Die Croûtons bemerkte ich erst jetzt und die gehackten Eiweisse kamen erst nach halber Verspeisung wieder ins Gedächtnis und deshalb nicht auf das Bild. Another sorry. Andere Beobachtungen lassen mich hoffen, die Versäumnisse seien nicht als Zeichen nahender Alters-Vergesslichkeit zu deuten.
Wie erwähnt zerstosse ich die Safranfäden in einem kleinen weissen Mörser mit feiner Oberfläche. Nach dem Zugeben löse ich die letzten Reste mit Bouillon aus dem Mörser, um ja nichts des wunderbaren Geschmacks zu verlieren.
Vor ziemlich genau 15 Wochen schrieb ich mich für ein halbes Jahr im Abnehme-Programm eBalance der NZZ ein, gegen eine Gebühr von CHF 88, glaube ich mich zu erinnern. Ich schrieb darüber in einem Post in diesem Blog. Mein brav im Internet eingegebenes Ziel war 12 kg runter in 15 Wochen, was das Programm mit “guter Vorsatz, nicht zu viel, machbar” oder so ähnlich kommentierte.
Nun ist die Zeit um, das Resultat wie folgt:
Gewicht vorher 96.6 kg
Gewicht nachher 84.2 kg
Abnahme 12.4 kg
Bis zur Abreise nach Australien machte ich schön mit beim Abwägen der Zutaten und beim Kalorienzählen und -aufschreiben. Es klingt pedantisch, alles so genau zu nehmen, und jemand kommentierte, dies beruhige nur das Gewissen. Mir half es aber sehr, das Bewusstsein für die Nahrungsaufnahme zu wecken, mir die Augen zu öffnen, strikte Essdisziplin zu lernen. Ich spielte sogar mit dem Gedanken, eine Küchenwaage mit nach Australien zu nehmen, um auch beim Campieren alles abzuwägen, liess es dann aber bleiben. Die Mitgliedschaft bei eBalance bräuchte man nicht, da es Kalorienangaben auch in Kochbüchern und im Internet gibt. Die Kurven sind bei eBalance primitiv, so dass ich mir ein Excel-Sheet zusammenstellte, eine Art Cockpit, und dort trug ich dann die Kalorien und Aktivitäten ein, um mich zu motivieren. Wie man auf dem untenstehenden Diagramm sehen kann, schrieb ich während der 5 Wochen Abwesenheit die Kalorien nicht auf, dann zuhause wieder für einige Zeit und jetzt nicht mehr.
Die dünne rote Gerade war die Vorgabe, die braune dicke das effektive Gewicht, jeweils Montags gewogen, dazwischen interpoliert. Die senkrechten Striche sind die zugeführten, die durch Aktivitäten verbrauchten und Netto-Kalorien, die rosafarbene Linie der 5-Tages-Durchschnitt der Nettokalorien, natürlich nur für die Perioden, während denen ich die Kalorien bestimmte und aufschrieb. Die mir vom Programm erlaubte Netto-Zufuhr von etwa 1670 kcal pro Tag hielt ich recht gut ein, nicht täglich, aber eben im Durchschnitt.
Ich esse heute vernünftig, nicht immer, aber sicher bewusster. Ich esse alles, nur weniger als früher, und ich trinke noch heute recht viel Wein, zu viel, wie gesagt wird.
Dieses Frühstück, das ich so ähnlich vor 40 Jahren im Nahen Osten kennen lernte, ist mit meiner Abnehmübung wieder aktuell geworden, und ich mag es wieder sehr, von Montag bis Freitag, das hilft auch beim Abnehmen und ist dazu noch gesund. Das weisse Zeug ist selbstgemachtes Magermilch-Joghurt. Ich gebe etwas selbstangesetzten Kräuteressig, Pfeffer, wenig Salz dazu, ab und an einen Spritzer Tabasco.
Wir waren ja bekanntlich für gegen 5 Wochen in Victoria, Australien, mit einem kleinen Camper unterwegs und mussten uns mit der kleinen Kochgelegenheit begnügen, die ein Camper zulässt, in unserem Fall erst noch draussen, ein 2-flammiger Gasherd aussen an der Camperwand runterklappbar, jedes mal die Gasflasche neu anschliessen und abmontieren vor der Weiterfahrt. Trotzdem, und trotz überraschenderweise recht kühler Witterung (März/April = Frühherbst?) genoss ich das Freiluftkochen.
Hier eine zufällige Auswahl, oder eher halt wovon Fotos vorhanden sind.
Rühreier improvisiert, funktioniert sehr gut, warum kaufen wir all die Dinger für den Haushalt?
Nierchen, Lammnierchen genau, EUR 0.80 für 4 Stück (!!), kochte ich schon lange keine mehr, einerseits, weil sie im Supermarkt nicht aufliegen und andererseits, weil Frau H. sie nicht mag.
Wie lecker, nur mit etwas Brot, weil ich der einzige unseres Quartetts war, der sowas ass. Das Brot nota bene selbst gebacken aus australischem Wholemeal mit Trockenhefe, in einem Backofen der Camp Kitchen auf dem Caravan Park, dem einzigen, den wir auf unserem Trip fanden.
Links unser 4×4 mit Hubdach von Apollo Campers, rechts der Landcruiser Pickup mit Zeltbox.
Enchiladas oder Tortillas oder wie auch immer, aufgewärmt in der Bratpfanne, mit Hack, Lettuce, Tomate und Käse, danach aufrollen und reinschieben, mmh!. Simpel und lecker, genau richtig für Camping.
Rabbit for a change (Kaninchen, a pest in OZ)
“Wattleseed damper with quandong and peach jam, and cream ($5)” in der Brambuk Visitor Center Cafeteria, Grampians National Park, total original lokal.
Gschwellti with Cheese and Salad (Pellkartoffeln mit Käse und Salaten)
So kann es also auch improvisiert im Freien recht essbare Gerichte geben. Insgesamt genossen wir die Rundreise mit Frau H’s Schwester Elisabeth und Ehemann Hans, die seit über 30 Jahren in Australien ansässig und derzeit mit ihrem Camping-Landcruiser 12 Monate rund um Australien unterwegs sind. Über unseren Trip gibt es eine Zusammenfassung in Houdini’s Travels und Bilder auf Picasa.
Das Rezept heisst komplett: “In Orangensaft gedämpftes Rotkraut, parfümiert mit Grand Marnier” und es schmeckt total anders, besser, interessanter, als ich je eines gegessen habe. Es ist wegen des Essigs auch wirklich Rotkraut und nicht Blaukraut, wie wir es im Thurgau nennen, also gekocht nicht lilafarben, sondern rot.
Zutaten
300 g Rotkraut geschnitten
3 dl Orangensaft
1 Lorbeerblatt, 1 Nelke, 1 Prise Zimt
Salz, Pfeffer
20 g Honig
1 EL Essig
50g Butter (Zimmertemperatur)
1 EL Grand Marnier
Zubereitung
Zutaten bis und mit Salz, Pfeffer vermischen und Rotkraut marinieren, dann Honig & Essig zugeben und gar köcheln, etwa 20-30 Minuten, absieben in Pfanne.
Den Saft in der Pfanne einköcheln bis er sirupartig ist. Bei mässiger Hitze die Butter einrühren und den Grand Marnier zugeben. Dann retour an das Rotkraut geben und gut mischen, nochmals kurz aufwärmen, fertig.
Ja, ich bin zurück und auch dieses mal nicht verschollen, obwohl lange nicht hier, wobei sich hier mehr auf den Blog als auf zuhause bezieht. Zurück aus Australien sind wir seit bald 2 Wochen. Wir schätzen es, nach beinahe 5 Wochen im Freien leben und kochen wieder in einem Bett schlafen und in einer Küche kochen zu dürfen; beim Campieren wäre das Spätzlekochen etwas umständlich gewesen. Eine Zusammenfassung unserer Reise ist auf Houdini’s Travels .
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Spatzlen !! Ich mag diesen Südtiroler Namen, wie er in meiner Quelle verwendet wird. Wir Alemannen nennen sie Chnöpfli, Spätzli, Spätzle, oder so ähnlich. Das grobe Buchweizenmehl macht sich sehr gut bei den Spatzlen.
Zutaten
- 120 g Buchweizenmehl grob
- 80 g Weizenmehl
- 2.5 dl Wasser
- 1 EL Öl
- Salz
- Muskatnuss
- 50 g Speck oder Schinken
- 1 EL Butter
- 200g Wirsingblätter (Kohlblätter)
- im Orig. statt Kohl: 1 Porreestange (ohne den dunklen Teil)
- 1 dl Sahne
- 1/2 Glas Weisswein
- 50 g Parmesankäse
Zubereitung
Alle Zutaten für den Teig verrühren und 30 Minuten stehen lassen.
Die dicken Stängel der Wirsingblätter entfernen und die Blätter in kleine Streifen schneiden
Den klein gewürfelten Speck und den in Streifchen geschnittenen Wirsing in Butter kurz anrösten, mit Weisswein löschen.
Den Teig durch ein Spätzlesieb in kochendes Salzwasser drücken, kurz aufkochen lassen, absieben und kalt abschrecken.
Sahne zur Speck/Wirsing-Pfanne geben und die Spatzlen darin schwenken.
Geriebenen Parmesankäse unterrühren und nicht mehr kochen.
Dazu gab es klein geschnittenen Tomatensalat.
Ich wurde einmal nach dem Spätzle-Lochblech gefragt. Hier ist es. Es wird auf die Pfanne mit dem siedenden Wasser gelegt, der Teig wird mit dem Teigschaber durchgedrückt.
Das grobe Buchweizenmehl macht sich sehr gut bei den Spatzlen, es macht das alpine Gericht noch uriger. Mein grobes ist von der Firma Rieper im Südtirol. Es kann aber sicher auch normales Buchweizenmehl verwendet werden. Erstaunlich für mich ist der eierlose Spätzleteig, ich nehme sonst 1 Ei auf 100g Mehl.

