Von Frau Houdini nach altem handschriftlichem Rezept einer Freundin zubereitet und gebacken
Diesen Kuchen ess sogar ich, der Süsswarenverächter, vermutlich wegen der leicht säuerlichen Note, den er durch den Rhabarber erhält.
Zutaten
500 g Mürbeteig
2 Eigelb
150 g Zucker
250 g Frischkäse (zB Philadelphia)
150 g Crème Fraîche
oder statt der beiden obigen 400 g Magerquark
1 Säckli Vanillezucker
2 EL Vanillepudding-Pulver
500 g Rhabarber, in Würfeln
2 Eiweiss, steif geschlagen
Zubereitung
Backofen auf 200°C vorheizen.
Springform mit 26 cm Durchmesser mit dem Mürbeteig auslegen, Rand hochziehen, Boden mit Gabel einstechen.
Eigelb und Zucker zusammen schaumig rühren.
Bis und mit Vanillepudding-Pulver zum Schaum mischen.
Rhabarber und steife Eiweisse unter die Schaummasse ziehen, auf dem Teigboden verteilen.
Mit Mürbeteigstreifen ein Gitter auf die Füllung legen, mit Eigelb bestreichen.
Kuchen auf der untersten Rille bei 200°C etwa 50 Minuten backen.
Die 3 Bestandteile der Masse, bereit zum Vermischen, unten der Mürbeteig
… und nun ab in den Backofen
Nach meiner Blamage bei mipi von mankannsessen wegen meines Kommentars über Rote Bete – warum ich diese als Beete im Kopf hatte, ist mir schleierhaft – recherchierte ich Rhabarber. Auf der Duden-Site heisst es: Rha|bar|ber der; -s ‹über gleichbed. it. rabarbaro aus mlat. rha (rheu) barbarum, eigtl. “fremdländische (barbarische)…, dann endet der Text und der gesamte Artikel von 52 Wörtern kann nur gegen Entgelt gelesen werden, was ich bleiben liess.
Bei Wikipedia lernte ich, dass unser Rhabarber gemein ist oder zumindest so genannt wird, also es ist der Gemeine Rhabarber, den wir essen.
Zur Wortherkunft steht gleichenorts: Der Rhabarber und der Barbar haben die gleichen Wurzeln. Sie stammen von dem griechischen Wort „barbaros“ ab, das bedeutet „fremdländisch“. Die erste Silbe seines Namens verdankt der Rhabarber dem alten Namen der Wolga. Sie hieß früher Rha und an ihrer Mündung wurde „die fremdländische Wurzel“ angebaut. Alternativ wird angegeben, dass sich das Wort vom lateinischen „Radix Barbaris“ – Wurzel der Barbaren – ableiten soll.
Der Ausdruck „Rhabarber, Rhabarber…“ für sinnloses Geschwätz stammt daher, dass in einigen frühen Tonfilmen die Statisten angewiesen wurden, immer weiter „Rhabarber“ zu sagen, wenn z. B. für eine Marktszene eine gleichmäßige aber lebhafte Geräuschkulisse erzeugt werden sollte.
Zu Barbar heisst es bei Wikipedia: Barbar ( von griech. βάρβαρος, bárbaros, Plural bárbaroi), war die ursprüngliche Bezeichnung im antiken Griechenland für alle diejenigen, die nicht (oder schlecht) griechisch sprachen (wörtlich: Stammler, Stotterer). Parallel wurde von den Indern das Sanskrit-Wort barbarāh (Plur.) ‚Stammler, Laller‘ zur Bezeichnung fremdartiger Völker verwendet. (Vgl. die deutsche Redensart: Ich verstand nur „Rhabarber Rhabarber“.) Im modernen Sprachgebrauch wird der Begriff abfällig in der Bedeutung „unzivilisierte, ungebildete Menschen“ verwendet.
Jetzt weiss auch ich ungebildeter Barbar, woher der Name des Rhabarbers kommt.
Begleitmusik zum Blog-Erstellen
Oscar Peterson Trio: Bursting Out, 1996 

6 Kommentare
Kommentar-Feed für diesen Beitrag
Mai 1, 2009 um 12:07
Eva
Althergebrachte Rezepte sind meist die besten; für mich als Rhabarberkuchenliebhaberin wieder ein neues Rezept! Danke
Mai 1, 2009 um 14:50
lamiacucina
der könnte auch mir gefallen, da vertraue ich Dir völlig.
Mai 3, 2009 um 09:39
Andrea
Wow, sieht das aber lecker aus! Ich glaube, Du bringst mich auf Ideen… ich backe heute einen Rhabarber-Marzipan-Kuchen.
(Und man hätte wirklich deine Rote Beete für ein Wortspiel halten können… so wie bei meine “waagemutige” Beiträge
.)
Mai 4, 2009 um 14:09
Buntköchin
Sieht richtig schön saftig aus. Und diese Gitterstreben esse ich am liebsten. Lecker!
Mai 6, 2009 um 15:28
chriesi
Uii das muni au mal backe, so lang na rhabarber gitt!
Juni 2, 2010 um 07:50
datenhamster.org » Rhabarber-Schnecken
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