Einfach und simpel, wieder einmal, wie ich es mag, mit nur ein bisschen Schnickschnack, dem Honig, aber lecker waren sie, die Wildlachs-Scheiben, oder schweizerischen -Tranchen. Für einmal und wirklich selten war es ein Gemeinschaftswerk: Ich war für den Fisch zuständig und Frau H kochte dazu schmackhafte Petersilien-Kartoffeln und bereitete einen Salat zu.
Ich mag es nicht, wenn Frau H in der Küche ist, wenn ich koche, sie schaut dann so komisch schräg, was ich gerade mache, und auf meine Bemerkung sagt sie, ich bilde mir dies nur ein. Und ich putze und versorge ihr alles, was rumliegt, und sie sucht es dann und frägt, wo denn das Messer nun schon wieder sei, warum ich es schon wieder gewaschen hätte. Et cetera, et cetera. Wir funktionieren gemeinsam in der Küche also in der Regel nicht, die heutige Ausnahme bestätigte sie.
Zutaten
4 Scheiben Lachs
1 EL Honig, fliessender, nicht fester
4 EL Kräuter, gemischt (H: Italienische Petersilie, Dill, Minze)
Olivenöl
Zitronensaft
Salz, Pfeffer
Chili, getrocknet, gebrochen (H: Maras Biber aus der Türkei)
Zubereitung
Den Honig mit den geschnittenen Kräutern vermengen, etwas Olivenöl dazugeben.
Eine ofenfeste flache Schüssel oder Gratinform mit etwas Olivenöl ausreiben, die mit Haushaltpapier getrockneten und beidseitig mit Salz und Pfeffer bestreuten Lachs-Scheiben auf den Boden der Schüssel geben, mit Zitronensaft beträufeln, den Honig-Kräuter-Mix auf den Scheiben verteilen und verstreichen, einige Chili-Flocken aufstreuen und ab in den auf 200 °C vorgeheizten Ofen.
Etwa 20 Minuten offen backen, nicht mit Alu abdecken.

Chet Atkins, Mister Guitar, 1959
auf Vinyl-LP


10 Kommentare
Kommentar-Feed für diesen Beitrag
Mai 9, 2009 um 07:08
lamiacucina
umsomehr ist das gelungene Werk zu schätzen. Frauen scheinen es nicht zu schätzen, wenn sich Eindringlinge in ihrem Reich betätigen. Da helfen nicht mal goodwill-aktionen wie laufender Abwasch.
Mai 9, 2009 um 10:30
Barbara
Ich mag es auch einfach und simpel – der Lach gefällt mir!
Wir sind zuhause übrigens ein gutes Team, ist vielleicht Übungssache oder liegt daran, dass die Küche das Metier von keinem ist, sondern wir uns die Arbeit darin schon immer geteilt haben.
Mai 9, 2009 um 10:31
Barbara
sorry für den doppelten Eintrag, ich hatten den Tippfehler (Freud’scher?) beim Lachs gesehen und den Browser angehalten – war wohl aber schon zu spät…
Mai 9, 2009 um 16:48
Erich
Barbara: Mir gefällt Dein Lach auch, auf Deiner Foto
Mai 9, 2009 um 19:21
Barbara
Mai 10, 2009 um 19:11
Anikó
Sind die Scheiben mit Gräten? Aber die Version mit Honig gefällt mir, bin demnächst wieder in der Heimat, werde es dann mal für die Eltern zaubern
Mai 10, 2009 um 20:07
Erich
Ja, meine Scheiben hatten störende Gräten, die original lang und schräg und gut entfernbar im Fisch sind, aber durch das Scheibenschneiden in kurze Stücke zerschnitten wurden, etwa Scheibendicke. Das ist negativ an den ansonsten köstlichen Lachsscheiben. Nächstes mal werde ich die gleiche Honig-Kräuter-Paste auf grätenlose Filets streichen.
Mai 11, 2009 um 22:00
Jutta
Diese Fotos machen mich ganz schwach. So ein toller Fisch!
Norbert und ich spülen gemeinsam sehr einträchtig und da er nie alleine kocht, haben wir auch keine weiteren Probleme in Küchendingen. Er schält und schnibbelt wunderbar, nur Spülmaschine ausräumen ist verboten. Da finde ich hernach nichts wieder
Mai 12, 2009 um 14:47
Buntköchin
Mir gefällt der Lach auch. Mit Honig habe ich noch nie probiert. Versuch ich mal im Sommer auf Holzkohlengrill. Schmeckt wahrscheinlich ziemlich genial.
Juni 7, 2009 um 00:07
Zusammenfassung vom Fremdkochen Meer
[...] Alaskan King Salmon white and red – Koenigslachs Weißen und roten Königslachs gibt es von Kitchenroach. Die Honig-Kraeuter-Auflage vom Houdini hat ihr zwar gefallen, war ihr aber zu “overpowering”. Fremdgekocht: http://kitchenroach.blogspot.com/ Original: http://dinihou.wordpress.com/ [...]