Nach dem Geschmackserlebnis mit den aus auf einer geliehenen Steinmühle selbst gemahlenem Vollkornmehl gebackenen Broten konnte ich trotz unbefriedigender Krume nicht widerstehen, in einen Steinmühlen-Zusatz für die Kenwood zu investieren. Der Geschmack übertraf alles bisherige in Sachen Brot. Dazu überzeugte mich das Gelesene über die gesundheitsfördernden Bestandteile des schonend frisch gemahlenen Vollkornmehls.
So präsentiert sich mein Ausgangsstoff, Weizen erster Qualität aus der Region.
Es macht Freude, die Körner aus dem grossen Sack zu schöpfen und abzuwiegen.
Nicht so urchig und naturnah wie die vorher ausgeliehene holzverschalte Mühle, aber es sind zwei Mahlsteine drin und sie ist von Schnitzer für Kenwood gebaut.
Die senkrechte Anordnung der Mahlsteine, so dass das Mahlergebnis rasch austritt, ist besser. Weiter ermöglicht die Kenwood ein reguliertes langsames Mahlen, womit die Erhitzung des Mehls stark reduziert werden kann, während die Salzburger mit einer zu hohen konstanten Tourenzahl läuft.
Hier ist das Ergebnis eines misslungenen Versuchs, Bäcker Süpkes 6-Kornbrot nachzubacken, rechts verkorkst aus der Kastenform, links die Flunder, die ein Laib hätte werden sollen.
Nach Beherzigung von zorras Ratschlägen und anlehnend an deren Rezept für ein „Kastenbrot mit Dinkel und Kernen“ gelangen zwei leidliche Exemplare aus 100% eigenem Vollkorn-Weizenmehl, ohne Kastenformen, die sind mir nicht sympathisch.
@zorra: Ich habe bei Meister Süpke seinem bereits Vorteig und Quellstück gemacht, allerdings nicht so ein Sauerteig-Teil, und trotzdem ist mir das Nachbacken misslungen. Erst Dein Rezept und Korrekturen an meiner Vorgehensweise haben es dann gebracht.
Begleitmusik zum Blog-Erstellen
Nathalie Cole: Unforgettable … with Love, 1991 
7 comments
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Mai 31, 2009 um 08:29
zorra
Freut mich, dass es jetzt geklappt hat! Ich habe auch eine Mühle für meine Bosch, leider nicht mit Mühlesteinen, aber sie funktioniert auch ganz ordentlich. Betreffend dem Heisslaufen, du kannst die Körner eine halbe Stunde ins Gefrierfach legen.
Mai 31, 2009 um 09:20
Helen
Super Idee, Danke dafür und für die früheren Ratschläge.
Erich (auf Frau H’s computer)
Mai 31, 2009 um 12:14
Buntköchin
Sei doch nicht so streng mit diesem armen Vollkornbrot. Mir sind die leidlichen Exemplare ohne Kastenform sehr sympathisch.
Juni 1, 2009 um 21:30
gourmet
Sieht doch klasse aus, was für ein Brot. Eins ist sicher schon aufgegessen oder? Die unteren beiden sind doch echt gourmet. Etwas Mett dazu und ich könnte mich durchaus über(fr)essen.
Juni 2, 2009 um 16:26
Schnuppschnuess
Toll, das Brot ist aber schön geworden. Die Idee mit den Körnern im Gefrierfach ist super. Meine Jupiter lässt das Mehl auch ganz schön heiß werden.
Juni 3, 2009 um 08:41
Erich
Danke. Was ist bei Dir der maximale Anteil selbstgemahlenen Mehls in einem Brot? 100%, d.h. nur selbstgemahlenes? Oder immer Beigabe mindestens von x% Type 550 oder 1050?
Juni 3, 2009 um 10:07
Schnuppschnuess
Das kann ich nicht sagen – kommt immer auf das Rezept an. Beim Vollkornbrot mahle ich das Mehl (meistens) selber und verwende es so, wie es im Rezept steht. Wenn ich aber Stuten backe oder helle Brote bzw. Kuchen, dann verwende ich normalerweise weißes Mehl. Obwohl z. B. Dampfnudeln aus Vollkornmehl hervorragend schmecken. Da reissen bei mir dann irgendwann die alten Gewohnheiten wieder ein, schade, sollte ich mal wieder überdenken. Nach dem Manz-Seminar habe ich viel mehr mit Vollkorn gebacken. Auch Biskuitrolle mit einem Vollkornanteil war toll.