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Nicht ganz vegetarisch, aber beinahe, denn die kleinen Fischlein in dem Süpplein zählen nicht wirklich, sind wohl Tierchen, aber so klein wie Sämchen, also fast Gemüschen, und sie sind so weiss wie Reiskörnchen mit kleinen schwarzen Pünktchen, wegen ihrer Äuglein. Trotz der diminutiven Form, inklusive Glas und Löffel, war die Suppe äusserst köstlich, heute gekocht und gegessen für mich allein, mit Ratatouille und Brot. Simpel, aber ich brauche meist nicht mehr, um mich am Leben zu freuen.
Das Süppchen ist aus den früher vorgestellten getrockneten Fischlein aus Singapore, längere Zeit mit etwas Wasser, wenig grober Thai-Currymischung, Salz und Pfeffer geköchelt und am Schluss ein Schuss Sahne dazu, fertig.
Ich war am Sonntag nochmals im regionalen Kunstmuseum in der Kartause Ittingen, die Mandala lässt grüssen, und schaute mir dort die Ausstellung von Michel Nedjar an, einem Pariser Vertreter der Art Brut, dessen Arbeiten auch in der Sammlung von Jean Dubuffet vertreten sind. Hier ein paar Impressionen:
Seine Hauptaktivität sind Puppen, anfänglich „schöne“ Sofapuppen, aber nach einer Reise nach Mexico bald fremdartig erscheinende …..
… und dann brutal entstellte, unheimliche Gespenstergestalten, an die Bösen aus Mittelerde, aus Lord of the Rings, erinnernd.
Seine sog. „Reisepuppen“ sind dagegen sehr aussagekräftig. Er sammelt unzählige Dinge während einer Reise und bastelt Puppen daraus. Die blau-weiss-rote mit einem Ticket aus Göteborg erinnert wirklich an Schweden, der orange Mönch kann nur indisch sein.
Auf dem Heimweg gab es dann bei einer Gärtnerei für lerngeschwächte Jugendliche noch andere Kunst zu sehen, Weidengeflechte.
Und zu guter Letzt, kurz vor zuhause – da wohnen wir ein Stück weiter unten – ein Blick auf den Untersee, das ist der untere Zipfel nach dem Bodensee, abwärts, zwischen Konstanz und Stein am Rhein.
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Norah Jones: Not too late, 2007
Dieses Gericht ist nichts besonderes, aber gepostet als Beispiel, um aufzuzeigen, dass mit etwas Gemüse eine leckere Pasta-Sauce gekocht werden kann. Es braucht nichts exotisches, auch nicht unbedingt Fleisch, für einen kulinarischen Genuss.
Vegetarisch, einfach, lecker. Die feinen Eiernudeln sind Überbleibsel vom Vortag, mit wenig Olivenöl aufgebraten ohne sie zu bewegen, wie ein Kuchen, einmal gedreht, also auf beiden Seiten knusprig, was leider nicht zu erkennen ist, innen weich. Die Pasta-Sauce besteht aus klein geschnittenen Mangold-Stielen (Krautstielen), Zucchini und Frühlingszwiebeln, mit etwas Anna-Forno-Kräuterpaste gewürzt und zu guter Letzt mit einer Mischung von Crème Fraîche und Milch versetzt. Dazu gab es ein Gemüse
: gedünsteter Kohlrabi mit etwas Chili und Salz gewürzt. Mangold, Zuccchini und Kohlrabi sind aus Eigenanbau.
Dann war ich heute noch im Kunstmuseum des Kantons Thurgau, das in der Kartause Ittingen untergebracht ist, über die Robert von lamiacucina bereits zwei mal berichtet hatte.
Die „Mandala“ benannte Arbeit des Basler Künstlerteams Hendrikje Kühne / Beat Klein aus dem Jahr 2005 möchte ich Euch hier vorstellen.
Die Bodeninstallation mit 400 cm Durchmesser erscheint beim Eintreten in den Raum wie die Vogelschau einer runden Stadt.
Beim Umschreiten der Installation erscheinen allmählich die Vorderseiten und Farben werden erkennbar.
Es sind auf Karton aufgeklebte und ausgeschnittene Abbildungen von Konsum-Produkten: Lebensmittel, Möbel, Autos, Spielzeug, Elektronik, Kleider, Haushaltgeräte, Instrumente, etc. Je zwei sind über Kreuz verbunden, somit stehen sie selbst.
Ein Muster wird sichtbar, mit konzentrischen Kreisen und Quadraten. Die Muster und Farben wirken in der Diagonale am besten, wo beide Teile eines Paares mit der farbigen Seite gegen den Betrachter stehen.
Je nach Sichtwinkel ist ein klares Muster erkennbar, oder wie hier nur vage Farbtupfer.
Etwas östlich steht oberhalb der Kartause das Kirchlein von Warth über den Rebbergen.
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Nick Cave & The Bad Seeds: The Boatman’s Call, 1997
Diese CD darf ich nur bei Abwesenheit von Frau H laut abspielen
Die Vorlage von lamiacucina begeisterte mich so sehr, dass ich seine Gemüse-Terrine nachkochen musste. Aus Lust auf Ziegenkäse und wegen Nichtvorhandenseins der Pfifferlinge und der Zucchetti wird hier eine Variante vorgestellt. Für das Rezept verweise ich auf den Originalartikel. Hier sind die von mir verwendeten Zutaten:
1 rote Peperoni/Paprika
1/2 Kohlrabi (statt Zucchetti)
1 Handvoll grüne Oliven, entsteint
3 kleine Karotten
Agar-Agar statt Gelatine
250 g Ziegenfrischkäse vom Türken, aus der Dose (günstig & gut)
1 dl Kaffeerahm
Gemüsebouillon
Salz, Pfeffer, leider keine Piment d’Espelette
Peperoni, Kohlrabi und Karotten schnitt ich in Würfelchen, dünstete sie separat an und stellte sie vorerst beiseite. Die Oliven scheibelte ich. Den Ziegenfrischkäse schnitt ich auch in kleine Würfel und suspendierte ihn in der Bouillon mit dem Schwingbesen, leichter ginge es mit dem Stabmixer. Total ergab es etwa 1 Liter Flüssigkeit.
Ich war erstaunt, wie leicht sich die Peperoni mit dem Sparschäler pellen liessen; bis jetzt schälte ich sie in der Regel nicht. Danke für den Tip, Robert.
Der türkische Ziegenkäse ist sehr schmackhaft, 4 Stück à 250 g sind in der Dose, für etwa 8 Euro. Gleiches aus Kuhmilch gibt es bereits ab etwa 4 Euro.
Zwischendurch ein Blick aus dem geschätzten Küchen-Fensterchen in Nachbars Garten. Herrlich ist der Frühsommer.
Die dünnflüssige Masse ist im Kasten. Hinten sind die beiden Kartons zu sehen, mit denen ich die Dreiecksform gemäss früherer Bastelvorlage herstellen wollte, Klebstreifen vergessen, auseinander gerutscht, entfernt, geht wegen der Menge sogar besser, aber sieht nicht so neckisch aus wie das dreiseitige Toblerone-Prisma der Vorlage.
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Bob Dylan: Modern Times, 2006Dieses Album gefällt mir sehr, sogar besser als alte Meisterwerke wie „Blood on the Tracks“. Er kam damit als Senior wieder an die Spitze der US-Charts, 30 Jahre nach „Desire“!!
Mipis Wasabi-Spinat war seit der Publikation auf der Nachkochliste, d.h. im Hinterkopf notiert, und tauchte kürzlich mit grosser Lust wieder auf. Also los. Dazu mussten 4 Eier verkocht werden, die im Karton festgeklebt waren: ab sofort kein Vertrauen mehr, im Laden Karton öffnen, alle Eier anheben. Eine Tortilla, ein Omlett, ein Pfannkuchen, wie Ihr wollt, sollte es werden, aber was dazugeben, Ei und Milch allein ist etwas öde. Aha, aus Singapore mitgebrachte getrockenete Fischchen und Shrimps liegen im Kühlschrank, von denen ich bis heute noch nicht weiss, wie sie richtig verkocht werden, obwohl ich schon Gerichte mit solchen Fischchen gegessen habe, und so kleine Shrimps waren mir auch nicht unbekannt.
Mipis Wasabi-Spinat war äusserst schmackhaft, einziger Unterschied waren meine nicht zerschnittenen Blätter. Ich mag den Spinat ganzblättrig. Auch nahm ich weniger Wasabi, was sich als übertriebene Vorsicht herausstellte, man spürte bei mir nicht viel Schärfe.
Das sind die Zutaten zur Tortilla, die weissen Würmchen sind die Fischlein. Für 2 Personen je 1 gute Handvoll, einiges mehr als hier auf dem Bild. Unbedingt in warmem Wasser einweichen, machte ich leider nicht, so war die Tortilla essbar, aber nicht Spitze.
Die festgeklebten Eier müssen auch in den Post, das Bild ist nicht verdreht!!
Der Wein dazu war seinen Preis so sehr wert, dass ich ihn hier vorstellen möchte. Für etwas mehr als 8 Euro ist der Visionario, Bianco delle Venezie IGT 2008, ausgezeichnet.
Die verkelterten Rebsorten sind Friulano und Sauvignon Blanc, daneben noch Riesling, Chardonnay, Gewürztraminer und Malvasia. Angepriesen wird er als geeignet zu Huhn, Lachs oder, siehe da, Garneelen. In der Nase ist er fruchtig, er weist einen frischen fruchtigen Geschmack auf und zeigt Grapefruit im Abgang. Erhältlich ist der Wein bei Château Direct. Hergestellt wird er von Alessandro Gallici, der auch ausgezeichnete Prosecchi erzeugt.
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Andreas Vollenweider: Dancing with the Lion, 1989 