Dieses Gericht ist nichts besonderes, aber gepostet als Beispiel, um aufzuzeigen, dass mit etwas Gemüse eine leckere Pasta-Sauce gekocht werden kann. Es braucht nichts exotisches, auch nicht unbedingt Fleisch, für einen kulinarischen Genuss.
Vegetarisch, einfach, lecker. Die feinen Eiernudeln sind Überbleibsel vom Vortag, mit wenig Olivenöl aufgebraten ohne sie zu bewegen, wie ein Kuchen, einmal gedreht, also auf beiden Seiten knusprig, was leider nicht zu erkennen ist, innen weich. Die Pasta-Sauce besteht aus klein geschnittenen Mangold-Stielen (Krautstielen), Zucchini und Frühlingszwiebeln, mit etwas Anna-Forno-Kräuterpaste gewürzt und zu guter Letzt mit einer Mischung von Crème Fraîche und Milch versetzt. Dazu gab es ein Gemüse
: gedünsteter Kohlrabi mit etwas Chili und Salz gewürzt. Mangold, Zuccchini und Kohlrabi sind aus Eigenanbau.
Dann war ich heute noch im Kunstmuseum des Kantons Thurgau, das in der Kartause Ittingen untergebracht ist, über die Robert von lamiacucina bereits zwei mal berichtet hatte.
Die „Mandala“ benannte Arbeit des Basler Künstlerteams Hendrikje Kühne / Beat Klein aus dem Jahr 2005 möchte ich Euch hier vorstellen.
Die Bodeninstallation mit 400 cm Durchmesser erscheint beim Eintreten in den Raum wie die Vogelschau einer runden Stadt.
Beim Umschreiten der Installation erscheinen allmählich die Vorderseiten und Farben werden erkennbar.
Es sind auf Karton aufgeklebte und ausgeschnittene Abbildungen von Konsum-Produkten: Lebensmittel, Möbel, Autos, Spielzeug, Elektronik, Kleider, Haushaltgeräte, Instrumente, etc. Je zwei sind über Kreuz verbunden, somit stehen sie selbst.
Ein Muster wird sichtbar, mit konzentrischen Kreisen und Quadraten. Die Muster und Farben wirken in der Diagonale am besten, wo beide Teile eines Paares mit der farbigen Seite gegen den Betrachter stehen.
Je nach Sichtwinkel ist ein klares Muster erkennbar, oder wie hier nur vage Farbtupfer.
Etwas östlich steht oberhalb der Kartause das Kirchlein von Warth über den Rebbergen.
Begleitmusik zum Blog-Erstellen
Nick Cave & The Bad Seeds: The Boatman’s Call, 1997
Diese CD darf ich nur bei Abwesenheit von Frau H laut abspielen

8 comments
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Juni 22, 2009 um 06:40
lamiacucina
Das Kunstwerk hätte in unsern kleinen Räumlichkeiten keinen Platz, der Nudelteller hingegen schon.
Juni 22, 2009 um 07:30
Bolli's Kitchen
ich dachte schon, Mandala sei ein Gewürz………
Juni 22, 2009 um 07:35
Barbara
Solche Nudelgerichte mögen wir auch.
Danke für die Info über Kunstmuseum und die Fotos der Weinberge – schön!
Juni 22, 2009 um 08:24
Jutta
Mir gefällt das Gericht und die Kunst ebenso. Mit beiden hätte ich mich gerne näher beschäftigt
. Als ich „Mandala“ las, habe ich mich gewundert, dass es etwas Essbares gibt, das so heißt wie das, was man malt. Oh nee…. Blogger. Das letzte Foto wäre mit Sonne nur halb so schön!
Juni 22, 2009 um 09:00
Eva
Danke für ein leckeres Pastagericht und den interessanten Ausflug!
Juni 22, 2009 um 17:31
Buntköchin
Klingt nach einem sehr schönen Tag. Ich musste auch erst mal das Mandala auf dem Teller suchen. Mit viel gutem Willen und Augen zusammenkneifen sieht man es auch.
Juni 24, 2009 um 06:03
kitchenroach
Knusprige Nudeln sind was feines! Und auch ich habe Mandala im Rezept gesucht….bis ich’s dann gefunden habe.
Juni 24, 2009 um 08:22
Erich
Danke für den besseren Ausdruck. Ich übernahm Dein „knusprig“ in den Titel des Beitrags, kommt dem Sachverhalt näher als „gebratene Nudeln“.