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Erntezeit für Kräuter, Zeit für Anna Forno’s Kräuterpaste, auch dieses Jahr, da der Vorrat vor einigen Wochen aufgebraucht wurde. Die Beschreibung findet sich hier. Diesmal folgende Mengen verwendet:
Basilikum 210 g
Basilikum kleinblättrig 112 g
Rucola 117 g
Rosmarin 12 g (der grosse ist im Winter eingegangen)
Salbei 115 g
Liebstöckel 60 g
Selleriekraut 160 g (irgendwie muss die Totalmenge ja zusammenkommen)
Majoran 21 g
Total waren es bis hier rund 800 g Kräuter, also noch 250 g Frühlingszwiebeln drauf, damit das Kilo voll wurde. Dann 1 kg Tomaten sowie Rotwein 3/8 Liter und nur 750 g Salz (Danke für die Hinweise, Robert). Ich hab noch nicht gekostet, aber die Paste sieht herrlich aus und ich freue mich auf die Anwendungen.
Gleichentags kochte ich noch die in Roberts Cucina komponierten und im Blog vorgestellten eingelegten Curry Zucchetti nach und füllte sie ins Glas, allerdings in Abweichung, mangels Obstessig, mit hellem und dunklem Balsamico und mit Lavendel- statt Kastanienhonig. Die nicht mehr ins Glas passenden Zucchini und Zwiebelringe schmeckten vorzüglich, wie werden sie erst nach der Lagerung überzeugen. Auch hier besten Dank an Robert.
Begleitmusik zum Blog-Erstellen
United Continuo Ensemble, Fiesta Española, 2005
Flamenco und spanische Musik des 16. & 17. Jahrhunderts
Bei „edition raumklang“, herrliche alte Musik.
Die Kartoffelernte ist eingefahren, resp. ausgebuddelt und herein getragen. Also sind nebst den Zucchini, wegen deren Schwemme, es sei an meine vielen Zucchini-Posts im letzten Jahr erinnert, Kartoffeln angesagt, ja und einiges anderes auch noch, wir kommen mit Verschenken fast nicht nach.
Das Rezept „Kartoffeln mit Zwiebeln, Tomaten und Paprikaschoten“ ist aus dem Buch von Marcella Hazan, das mipi von „Man kann’s essen“ vor einiger Zeit vorgestellt hatte und ich danach gleich kaufen musste, „Die klassische italienische Küche„, Seite 490f., ein Superbuch.
Zutaten
1 gelbe Paprikaschote
225 g Zwiebeln, in sehr dünne Scheiben geschnitten
6 EL Olivenöl, extra vergine – goes without saying
400 g italiensiche Flaschentomaten aus der Dose, in Stücke geschnitten, mit dem Saft, oder frische gehäutete, schrieb sie – of course
675 g festkochende Kartoffeln, runde, schrieb sie – but who cares
frisch gemahlener Pfeffer (was die nicht alles schreiben in die Kochbücher, um sie voll zu kriegen)
Salz
Zubereitung
Ich halte mich hier kurz und gebe meine Version, will nicht alle Details abschreiben, die eh jede weiss. Ihr wisst ja, was zu tun ist:
Paprikaschote in 1 cm breite Streifen schneiden und halbieren
Zwiebeln und Olivenöl in einen Topf geben, in dem alle Zutaten Platz haben, goldgelb anschwitzen, Paprikastreifen zufügen, 3-4 Minuten unter gelegentlichem Rühren garen. Tomatenstücke mit Saft zugeben, bei niederer Temperatur leise köcheln.
Jetzt die Kartoffeln schälen und in ca 2-3cm grosse Würfel schneiden – die sind halt aussen teilweise abgerundet
Erst „wenn das Öl auf den Toamten schwimmt“, Originaltext und sehr wichtig, essentiell, die Kartoffeln zugeben, auf ganz schwache Hitze runter schalten (haben wir doch schon vorher) und den Deckel auflegen. Garen, bis weich genug. Zwischendurch den Topfinhalt gelegentlich durchheben.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mrs. Hazan schreibt, man solle dann sofort servieren. Nach meiner Erfahrung ist es geschmacklich vorteilhaft, nicht zu heiss zu servieren, d.h etwas zuzuwarten. Das Aroma ist danach viel besser. Ich kochte das Gericht inzwischen drei mal und es schmeckt mir mit jedem mal besser. Ein sagenhaftes Aroma, ein wahnsinnig intensiver Tomatengeschmack.
Begleitmusik zum Blog-Erstellen
Paco de Lucia, John McLaughlin, Al di Meola: The Guitar Trio, 1996
Nicht so gut wie „Friday Night in San Francisco“
Ich hatte noch Gemüse übrig und fand im Tiefgefrierer 2 dicke Red Snapper Filets mit Haut. OK, was tun? Ein Rezept im Internet gab in Butter geröstete Salbei zum gebratenen Fisch. Aber nein, so viel Butter. Salbei klingt gut, also was denn? Aha, warum nicht Saltimboca mit Fisch.
Ich trennte die dicken Red Snapper Filets mit einem Mittenschnitt flach durch, damit sie nicht so lange gebraten werden müssten, ehrlicher eigentlich, weil ich im Garten mehrere Salbeiblätter geholt hatte und auch genügend Rohschinken-Tranchen vorhanden waren, um 4 Saltimboche (?) zuzubereiten. Sieht doch schöner aus, wenn 2 im Teller liegen.
Eine Tranche Rohschinken gefaltet, ein Salbeiblatt, zusammen mit Zahnstocher befestigt, gesalzt und gepfeffert, die 2 Stücke mit Haut ab in die Pfanne, auf der Hautseite fast kross gebraten, die anderen beiden dazugelegt, dann gedreht und die Oberseiten mit dem Gesteck kurz angebraten. Dann gab ich sie in die Pfanne auf die aufgewärmten Gemüsereste und liess sie dort noch 8 Minuten garen. Fertig.
Die Fischstücke, die ja genau so wie Kalbfleisch einen Salto im Mund machen können, haben sehr geschmeckt, die Kombination von gutem festkochendem aromatischem Fisch mit Rohschinken- und Salbeigeschmack. Das Gemüse war auch immer noch Spitze im Aroma, oder eben gerade wegen dem Aufkochen so gut.
Die Gemüsepfanne, leider nur die gelben und roten Tomätchen und Selleriekraut sichtbar, beides aus dem eigenen Garten, alles andere darunter versteckt.
Begleitmusik zum Blog-Erstellen
Dire Straits: Love over Gold, 1982
