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Dieses Gericht kochte ich nicht selbst, schaute nur genau zu, wie es der Besitzer der Garküche in Chiang Mai heute früh für mich zubereitete. Die Mengen kann sich jede(r) selber wählen, je nach Bedarf und Vorliebe, ihr seid ja alle gute Köchinnen und Köche. Auf den Fotos sind die Mengen für eine Portion.

Zutaten

Schweineleber, fein geschnitten
1 Ei
Zwiebeln, grob gehackt
Tomate, in Scheiben
Frühlingszwiebel
Peperoncini grün, gehackt
Thailändischer Basilikum, ganze Blätter
1 Schale Reis, gekocht (steamed)
Öl & Gewürze, Chili

Zubereitung

Zuerst etwas Öl in den Wok geben, Gewürze dazu, etwas anbraten, Geschmack aufnehmen lassen, dann die Leberstücke beigeben und kurz mitbraten

Dann ein Ei reinschlagen, etwas anziehen lassen wie ein Spiegelei, danach verrühren

Zwiebeln und Tomatenscheiben zugeben, einige male umrühren

Frühlingszwiebel und Peperoncini dazugeben, immer wieder umrühren

Zuletzt 1 Schale gekochten Reis zugeben, mit etwas Sojasauce abschmecken, und fertig ist der Fried Rice.

Auf dem Tisch stehen diverse Zutaten bereit, um den Geschmack nach eigenem Gusto zu vervollkommnen oder zu verderben.

Die Gäste holen sich einen Blechbecher vom Abtropfgestell, öffnen die Eisbox, nehmen mit einem Löffel von den Eiswürfeln in den Becher, gehen wieder an den Tisch und füllen mit Wasser aus dem Kunsstoffkrug auf. Mache auch ich so.

Auf meinem Travelblog ist für Interessierte mehr zu lesen über meine Reise

Nach dem letzt-veröffentlichen Rezept mit Chermoula, bei der geschätzten Annemarie Wildeisen abgeguckt, war noch so viel Chermoula übrig, dass es noch zu einem weiteren Gericht reichte. Es wurde ein Gratin mit Kartoffeln unten (wir haben so viele nicht wirklich lagerfähige eigene, dass wir sie wegputzen müssen, also gab es die letzte Woche fast ausschliesslich Kartoffeln), vorgekocht gemäss Ratschlag von lamiacucina bei seinem Gratin Dauphinois, darüber Pangasius Filets und on top die restliche reichlich vorhandene Chermoula, vor dem Servieren Blättchen von dem kleinblättrigen Basilikum drauf, der uns so gut gediehen ist. Wunderbar!

Abschied? Ja, ich bin wieder mal kurz weg, diesmal für 2 Monate, im Norden von Thailand und in Burma. Wen es interessiert, was dort läuft, kann dies auf meinem Travel Blog mitverfolgen.

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Leider nur Reifengeräusch und Motorenlärm von der Strasse in Chiang Mai und dazu leise thailändische Radiomusik

In einem schwachen Moment bestellte ich ein Probeabo des Magazins “Kochen” von Annemarie Wildeisen, und das erste Expl. kam vorgestern an.

Das Heft ist sehr gut gemacht, aber es kommt daher wie ein Kochbuch in Raten, will heissen, es ist weitgehend angefüllt mit Rezepten. Hintergrund-Berichte, Informationen über Ernährung, über Gastro-Kulturelles, etc. sind rar. Daneben gibt es Werbung für Produkte des eigenen Online-Shops. Aber es ist ein schönes Heft mit interessanten Rezeptideen und das Geld wert. Dieses Rezept hier ist aus Heft 9/2009, S. 58f.

Zutaten für 4 Personen

Das sind die Mengenangaben original, die ich verdoppelte, dann aber von den Zucchini das Innere wegschnitt, so dass ich zuviel der Paste hatte, die jetzt im Kühlschrank auf ihre Verwertung zusammen mit Pasta wartet. Die Zucchini haben wir restlos weggeputzt, zu Zweit nota bene.

1 mittlere Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 TL scharfe Paprika (bei mir wegen der doppelten Menge 1 TL Chili & 1 TL Paprika edelsüss)
1 TL gemahlener Kreuzkümmel (bei mir im Mörser zerrieben)
1 TL gemahlener Kurkuma
3 EL Zitronensaft
6 EL Olivenöl
½ TL Salz 400 g möglichst kleine Zucchetti (bei mir ~800 g am Stück)
½ Bund glatte Petersilie

Zubereitung

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und grob hacken. Beides mit allen anderen Zutaten ohne Zucchini & Petersilie in einem hohen Becher mit dem Stabmixer oder im Cutter zu einer Paste pürieren.

Die Zucchini der Länge nach in 3-4 mm dicke Scheiben schneiden. Die Zucchini in einer leicht mit Olivenöl ausgestrichenen Gratinform nebeneinander auslegen und mit der Chermoula-Paste bestreichen.

Die Form mit den Zucchini im auf 200 °C vorgeheizten Ofen auf der zweituntersten Rille 20-25 Minuten backen.

Vor dem Servieren die Petersilie fein hacken und die Zucchini damit bestreuen (hab ich voll verschwitzt, sorry).

Mangels genügend grosser Form nahm ich ein Backblech. Links sind einige nicht entkernte Scheiben zu sehen, hier vor dem Bestreichen mit der Chermoula-Paste.

Die Paste kam schon in einer Art Kruste raus, was hier besser zu sehen ist als auf dem obigen Bild im Sonnenschein, aber doch nicht knusprig. Zugabe von Brotkrümeln oder Paniermehl könnte hier vielleicht eine Verbesserung bringen.

Geschmeckt hat es ausgezeichnet, überaus gut, orientalisch, mal ganz anders als die üblichen Zucchini-Gerichte.

Das Gericht war etwas fad, was mit etwas Fleur de Sel einfach korrigiert werden konnte; besser zuwenig als zuviel Salz. Paste war auch mehr als genügend vorhanden, wie erwähnt, aber vermutlich verursacht durch die wegen der Entkernung reduzierte Aufstreichfläche. Die längs geschnittenen Originalscheiben von kleinen Zucchini sind sicher ansehnlicher, aber ich sehe die mächtigen Kaliber halt gerne im Garten.

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Queen: Made in Heaven, 1995

Mit dem fantastischen Rock-Sänger Freddy Mercury, veröffentlicht 4 Jahre nach seinem Tod.

Ein Freund, der mir anscheinend handwerkliches Geschick zutraute und der von meinen Renovationsarbeiten in einem Haus einer Freundin wusste, erzählte mir von seinem Wunsch, sich einen Sternenhimmel über die Badewanne bauen zu lassen und von der für ihn prohibitiv hohen Offerte einer örtlichen Schreinerei und meinte, das wäre doch etwas für mich, um mir die Zeit auszufüllen. Grosse Aufgaben gerne anpackend, ich erinnere an die Verköstigung von 281 Essern mit Mah Mee, sagte ich zu.

Zutaten

1 Bild aus dem Atlas, siehe oben
1 MDF-Platte 145 x 185 cm
Holzlatten
Winkelprofile
diverse Stahlwinkel
3 Lichtgeneratoren mit je 200 Lichtleitfasern
Sprühkleber

Zubereitung

Himmel im Rohbau erstellen, Aussenseiten spachteln und schleifen, Sterne auswählen, Anzahl Lichtleiter für jeden Stern festlegen (es gibt ja hellere und weniger helle, respektive kleinere Sterne), Sterne anhand der Sternenkarte einzeichnen, Löcher bohren mit Bohrergrösse entsprechend der Anzahl Lichtleiter, Himmel zur Spritzwerkstätte fahren (auf dem Autodach, not so easy), dem Lackierer sagen, er solle die Löcher nicht voll spritzen, wobei die kleinsten 1 mm Durchmesser aufweisen, warten, Himmel wieder abholen (mit gemietetem Kleinbus, zwecks Erhalt der schönen Lackierung). Forts. s. unten.

Unten rechts erholt und erfreut sich der ermattete Kunde und stolze Himmelbesitzer nach getaner Montagearbeit

Forts. Zubereitung: Lichtleiter zuteilen und einziehen, vorne überstehen lassen, Lichtgeneratoren montieren, 3-4 x Sprühkleber von hinten an die Löcher sprühen, warten bis der Leim genügend trocken ist, Lichtleiter auf der Vorderseite mit Nagelclipser bündig abknipsen, Himmel zum Kunden fahren (mit gemietetem Kleinbus, zwecks Oberwähntem und des Lichtleitergewirrs), 6 Löcher à 10 mm Durchmesser in die Betondecke bohren, Halterung mit Schwerlastanker aus Stahl in die Decke schrauben, Elektrisch anschliessen, Himmel zu Zweit anheben, auf die Badewanne steigen, ganz nah an die Decke hochheben und versuchen, den Himmel in die 3 Halterungen zu schieben, wieder runter, Halterung abschrauben, für diesen Notfall vorbereitete Unterlege-Distanzscheiben einlegen, Halterungen wieder anschrauben, hochheben wie gehabt, einschieben, erleichtert über das ganze Gesicht strahlend “give-me-five” schlagen, fertig.

Da hängt er nun, der Sternenhimmel. Alexander hat eingesehen, dass die Stange und der Vorhang weg müssen, duschen kann er ja auch in der Glaskabine.

Die im folgenden zitierte Stelle aus Robert Walser’s “Der Gehülfe”, die ich zufällig heute Morgen gelesen habe, trifft auch für mich in gewissem Sinne zu:
Zitat
Das war vielleicht auch so eine schlechte Gewohnheit von ihm, dass er zufrieden, ja glücklich war, sobald es ihm vergönnt wurde, körperlich zu arbeiten. Strengte er denn wirklich seinen Geist, die bessere Menschenhälfte, so ungern an? War er zum Holzhauer oder zum Kutscher geboren? Hätte er in Urwäldern oder auf Meerschiffen als Matrose leben sollen? Schade dass es in der Nähe von Bärenswil keine Blockhäuser zu bauen gab. …… Das Baden in kaltem Wasser war ihm lieber als das Nachdenken über hohe Dinge. Er schwitzte gern, das liess unter Umständen tief blicken. War er der geborene Ziegelsteinträger? Hätte man ihn vor einen Karren spannen sollen? Herkules war er jedenfalls nicht.
Ja er hatte schon Geist, wenn er nur wollte, aber er machte zu gern Pausen im Denken.

Ende Zitat

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Ray Charles, The Definitive Ray Charles

Doppel-CD

Sehr gut, günstig und einfach zu machen.

Zutaten

200 g Essigessenz
800 g Wasser
Kräuter, Gewürze, Knoblauch, was immer, nach Lust und Laune

Zubereitung

Wer kauft nicht teuren Essig und wird doch oft nicht glücklich damit? Man kauft dunklen Balsamico, für wenig oder für viel Geld, der aber nicht das ist, was er sein könnte, eingefärbt, mit E-Substanzen drin, ausser man gönnt sich den Aceto Balsamico Tradizionale di Modena (ABT), eventuell gar den extravecchio. Dagegen kommt meiner natürlich nie an, Welten liegen dazwischen, es sind verschiedene Produkte. Im Vergleich mit einem “normalen” käuflichen Markenessig ist der selbst angesetzte jedoch ausgezeichnet und es ist das drin, was die Selbstherstellerin drin haben möchte.

Ich gab hier je 1/4 TL gelbe Senfkörner und zerriebenen Kreuzkümmel zu, weiter 8 zerstossene Pfefferkörner, Schnittknoblauch, 1 Zweig Rosmarin, 4 Salbeiblätter, etwas Thymian, 1 Lorbeerblatt und 1 Gewürznelke. Die 200 g Essigessenz kosten etwas über 1 Euro. Mir schmeckt dieser selbst angesetzte Essig sehr.

Die Surig Essigessenz mit ihren 25% Essigsäure-Gehalt ist sicher ein industrielles Produkt, ob synthetisch oder biotechnologisch hergestellt ist mir nicht bekannt, spielt mir aber auch keine Rolle, solange ich annehmen kann, es handle sich um ein absolut reines Produkt, dem ich die Aromen beigebe. Die gängigen Essig-Markenartikel sind auch industriell hergestellt.

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Al Jarreau: Tenderness, 1994

Recht gut und einfach zuzubereiten.

Zutaten

1 Schweinefilet ca. 500 g
4 Scheiben Hinterschinken gekocht
1 Handvoll getrocknete Steinpilze

Marinade:
Limettensaft, Olivenöl, Chilipulver, 1 EL Senf, 1 Zweig Rosmarin, 1 Zweig Thymian, 1 Handvoll kleinblättriger Basilikum

Brotteig:
200 g Ruchmehl (Type 1050)
6 g Bäckerhefe
1 gehäufter TL Gerstenmalzextrakt
140 g Wasser
6 g Salz

Zubereitung

Schweinefilet min. 4 Stunden in einem Plasticbeutel im Kühlschrank marinieren, bei mir 6 Std.

Teig zubereiten, Salz erst nach 5 Minuten zugeben, lange kneten, als Kugel gehen lassen, rechteckig auswallen, etwas länger als das Filet und breit genug zum Einpacken.

Steinpilze in wenig heissem Wasser einweichen, in dünne Streifen schneiden. Einweichwasser behalten.

Ofen auf 200 °C vorheizen.

Dem Filet die Marinade abstreifen und abtrocknen. In Bratbutter oder Öl von allen Seiten heiss anbraten, schön braun werden lassen, Pfanne vom Feuer ziehen, Filet offen drin lassen, salzen, pfeffern.

2 Scheiben Schinken auf den Teig legen, Filet drauf, Steinpilze drauf und etwas Salz, mit 2 weiteren Schinkenscheiben abdecken, Teig hochklappen und verschliessen oben und an den Enden. Ab in den Ofen, 10 Minuten bei 250 °C, 10 Minuten bei 200 °C. Fertig.

Inzwischen die abgestreifte Marinade zum Bratfond in die Pfanne geben, Einweichwasser der Steinpilze zugeben (ohne den Bodensatz versteht sich), köcheln lassen, etwas reduzieren, absieben, klaren Teil wieder in die gereinigte Pfanne geben, 1 TL Maizena Express dazu, oder für Gourmets mit Butterflöcklein verdicken. Die Sauce sieht auf den Filet-Scheiben im Teller gut aus und gibt dem Filet und dem Brot zusätzlichen Genuss.

Dazu gab es grüne Bohnen. Eine leckere Sache.

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Joe Cocker:
The Ultimate Collection, 1968-2003
Doppelalbum, 2003
Houdini

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