Sehr gut, günstig und einfach zu machen.
Zutaten
200 g Essigessenz
800 g Wasser
Kräuter, Gewürze, Knoblauch, was immer, nach Lust und Laune
Zubereitung
Wer kauft nicht teuren Essig und wird doch oft nicht glücklich damit? Man kauft dunklen Balsamico, für wenig oder für viel Geld, der aber nicht das ist, was er sein könnte, eingefärbt, mit E-Substanzen drin, ausser man gönnt sich den Aceto Balsamico Tradizionale di Modena (ABT), eventuell gar den extravecchio. Dagegen kommt meiner natürlich nie an, Welten liegen dazwischen, es sind verschiedene Produkte. Im Vergleich mit einem „normalen“ käuflichen Markenessig ist der selbst angesetzte jedoch ausgezeichnet und es ist das drin, was die Selbstherstellerin drin haben möchte.
Ich gab hier je 1/4 TL gelbe Senfkörner und zerriebenen Kreuzkümmel zu, weiter 8 zerstossene Pfefferkörner, Schnittknoblauch, 1 Zweig Rosmarin, 4 Salbeiblätter, etwas Thymian, 1 Lorbeerblatt und 1 Gewürznelke. Die 200 g Essigessenz kosten etwas über 1 Euro. Mir schmeckt dieser selbst angesetzte Essig sehr.
Die Surig Essigessenz mit ihren 25% Essigsäure-Gehalt ist sicher ein industrielles Produkt, ob synthetisch oder biotechnologisch hergestellt ist mir nicht bekannt, spielt mir aber auch keine Rolle, solange ich annehmen kann, es handle sich um ein absolut reines Produkt, dem ich die Aromen beigebe. Die gängigen Essig-Markenartikel sind auch industriell hergestellt.
Begleitmusik zum Blog-Erstellen
Al Jarreau: Tenderness, 1994 

7 comments
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September 4, 2009 um 06:47
kitchenroach
Gute Idee und man bekommt auch noch den Essig seines Geschmacks. Wie lange setzt Du den Essig an? Muss er ein paar Tage ziehen?
September 4, 2009 um 12:57
Buntköchin
Essig habe ich noch nie selbst gemacht. Wäre vielleicht wirklich mal eine gute Alternative. Danke für die Inspiration.
September 4, 2009 um 15:54
Jutta
Tolle Idee. Nimmst du die Kräuter irgendwann aus dem Essig heraus?
September 6, 2009 um 14:54
Erich
@kitchenroach: Experimentieren bringt neue Geschmacksrichtungen, ja, und ich benütze ihn ab dem folgenden Tag.
@Buntköchin: Den Essig mache ich nicht selbst, dazu bräuchte ich eine Essigmutter und Weinreste zum regelmässig reinschütten, aber bei mir werden die Flaschen immer leer. Allerdings gibt es manchmal schlechten, den könnte ich so verwerten.
@Jutta: Ich lasse die Kräuter drin, bis die Flasche leer ist, sieht dekorativ aus, finde ich. Einmal versuchte ich, sie für einen 2. Ansatz zu verwenden, aber es gab weder Aroma noch Farbe, sie waren total ausgelaugt.
September 7, 2009 um 22:37
kochundbackoase
Oh, da fällt mir ein, ich habe es noch nicht gebloggt ….
Ich war Anfang Juli mit einer Kräuterpädagogin unterwegs, mit nach Hause kam auch ein selbstaufgesetzter Essig!
Danke für die Erinnerung!
September 8, 2009 um 11:14
fressnet
Wenn man schon Essig aromatisiert, sollte man Weinessig aromatisieren. So schwierig ist das mit dem Wein-Essig selbst amchen ja nciht; auch ohne Essigmutter wird das – mit etwas Geduld – schon, und wer aus der Region Rheingau-Taunus-Kreis kommt, kann sich bei mir n Fitzelchen Essigmutter abholen – so unter Bloggern
September 9, 2009 um 09:43
Erich
Wegen Essigherstellung hast Du natürlich Recht, könntest rechter nicht haben. Ich werde mich um eine Essigmutter bemühen. Betrübt stimmt mich der Gedanke, dass ich dann wohl mit Weintrinken aufhören muss, bevor die Flasche leer ist.