In einem schwachen Moment bestellte ich ein Probeabo des Magazins „Kochen“ von Annemarie Wildeisen, und das erste Expl. kam vorgestern an.

Das Heft ist sehr gut gemacht, aber es kommt daher wie ein Kochbuch in Raten, will heissen, es ist weitgehend angefüllt mit Rezepten. Hintergrund-Berichte, Informationen über Ernährung, über Gastro-Kulturelles, etc. sind rar. Daneben gibt es Werbung für Produkte des eigenen Online-Shops. Aber es ist ein schönes Heft mit interessanten Rezeptideen und das Geld wert. Dieses Rezept hier ist aus Heft 9/2009, S. 58f.

Zutaten für 4 Personen

Das sind die Mengenangaben original, die ich verdoppelte, dann aber von den Zucchini das Innere wegschnitt, so dass ich zuviel der Paste hatte, die jetzt im Kühlschrank auf ihre Verwertung zusammen mit Pasta wartet. Die Zucchini haben wir restlos weggeputzt, zu Zweit nota bene.

1 mittlere Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 TL scharfe Paprika (bei mir wegen der doppelten Menge 1 TL Chili & 1 TL Paprika edelsüss)
1 TL gemahlener Kreuzkümmel (bei mir im Mörser zerrieben)
1 TL gemahlener Kurkuma
3 EL Zitronensaft
6 EL Olivenöl
½ TL Salz 400 g möglichst kleine Zucchetti (bei mir ~800 g am Stück)
½ Bund glatte Petersilie

Zubereitung

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und grob hacken. Beides mit allen anderen Zutaten ohne Zucchini & Petersilie in einem hohen Becher mit dem Stabmixer oder im Cutter zu einer Paste pürieren.

Die Zucchini der Länge nach in 3-4 mm dicke Scheiben schneiden. Die Zucchini in einer leicht mit Olivenöl ausgestrichenen Gratinform nebeneinander auslegen und mit der Chermoula-Paste bestreichen.

Die Form mit den Zucchini im auf 200 °C vorgeheizten Ofen auf der zweituntersten Rille 20-25 Minuten backen.

Vor dem Servieren die Petersilie fein hacken und die Zucchini damit bestreuen (hab ich voll verschwitzt, sorry).

Mangels genügend grosser Form nahm ich ein Backblech. Links sind einige nicht entkernte Scheiben zu sehen, hier vor dem Bestreichen mit der Chermoula-Paste.

Die Paste kam schon in einer Art Kruste raus, was hier besser zu sehen ist als auf dem obigen Bild im Sonnenschein, aber doch nicht knusprig. Zugabe von Brotkrümeln oder Paniermehl könnte hier vielleicht eine Verbesserung bringen.

Geschmeckt hat es ausgezeichnet, überaus gut, orientalisch, mal ganz anders als die üblichen Zucchini-Gerichte.

Das Gericht war etwas fad, was mit etwas Fleur de Sel einfach korrigiert werden konnte; besser zuwenig als zuviel Salz. Paste war auch mehr als genügend vorhanden, wie erwähnt, aber vermutlich verursacht durch die wegen der Entkernung reduzierte Aufstreichfläche. Die längs geschnittenen Originalscheiben von kleinen Zucchini sind sicher ansehnlicher, aber ich sehe die mächtigen Kaliber halt gerne im Garten.

Begleitmusik zum Blog-Erstellen

Queen: Made in Heaven, 1995

Mit dem fantastischen Rock-Sänger Freddy Mercury, veröffentlicht 4 Jahre nach seinem Tod.