Roti, runde Pfannkuchen, kommen ursprünglich aus Indien, werden jedoch in ganz Süd- und Südost-Asien durch Strassenverkäufer zubereitet.
Die hier beschriebene Zubereitungsart sah ich bei dem Muslim Masoud in Doi Ang Khang. Die Fotos sind aus Mae Salong, die Zubereitung sichtlich anders, die Bällchen sehen aus als wäre der Teig zuerst ausgerollt, geölt und dann zu Häufchen zusammengerafft worden. Ich sah es leider nicht. Vor dem Braten drückte der Strassenverkäufer die Häufchen mit den Fingern flach und breitete sie aus, nicht gross und nicht dünn, sondern wie abgebildet. Dieser hat die fertigen Roti auch nur gerollt, nicht zu Quadraten eingeschlagen, die geringe Grösse bedarf des Einschlagens nicht.
Zutaten
2 Tassen Weizenmehl
1 Ei
¼ TL Salz
¼ Tasse eiskaltes Wasser
1 EL geschmolzene Butter
Öl oder Ghee, eingesottene Butter, zum Braten
gesüsste Kondensmilch
Zucker
Zubereitung nach Masoud’scher Art
Das Mehl zu einem kleinen Hügel sieben und in der Mitte eine Mulde bilden.
Das Ei mit einer Gabel schlagen. Geschlagenes Ei, geschmolzene Butter, kaltes Wasser und Salz in die Mulde geben. Die Masse von Hand mischen und kneten, bis der Teig geschmeidig ist.
Den Teig in Bällchen der Grösse eines Enteneis formen, sachte in Öl rollen und für 3 Stunden stehen lassen.
Die Bällchen dann von Hand so dünn wie möglich zu Scheiben ausbreiten oder ausrollen. Die flachen Teigstücke aufeinander schichten.
Vor dem Braten eine Teigscheibe auf der Arbeitsplatte dünn auswerfen, mehrmals anheben/ziehen und wieder auf die Platte werfen/schlagen.
Bratpfanne auf hohe Temperatur erhitzen, Ghee oder Öl zugeben, den dünnen Roti-Lappen auf beiden Seiten leicht goldgelb braten, aus der Pfanne nehmen.
Roti mit etwas Zucker bestreuen, Kondensmilch darüber geben (siehe Bild), von 4 Seiten zu einem Quadrat einschlagen, aufrollen oder in kleine Stücke zerschneiden, fertig.
Für die Füllung setzt nur die Phantasie Grenzen, Konfitüre, Bananen, Früchte-Kompott, Nüsse, etc. können verwendet werden.
Der Roti-Koch unten rechts ist Masoud aus Doi Ang Khang.


8 comments
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November 14, 2009 um 11:20
kochend-heiss
Cool, ich meine, diese auch in Thailand gegessen zu haben. Sehr lecker. Danke für das Rezept.
November 14, 2009 um 15:20
mipi
Sehr schöne Bilder.
November 14, 2009 um 21:31
lamiacucina
eine Art eines festeren Omelettenteigs, eingerollt in ein Papier, damit die Finger nicht fettig werden. Ist das einfach eine Zwischenverpflegung ?
November 15, 2009 um 04:59
Erich
@kochend-heiss: Diese hier fand ich nicht speziell, die von Masoud schon, zerschnitten auf einem Kartontellerchen.
@mipi: Danke für die Blumen
@lamiacucina: Ja, Rotis sind für den kleinen Hunger oder die Lust. „Richtiger“, interessanter, leckerer sind die mit dem hauchdünn ausgezogenen Teig, durch den man vor dem Braten die Zeitung lesen kann.
November 15, 2009 um 18:48
kulinaria katastrophalia
Die gedrehten Teighäufchen scheinen dem späteren Drück- und Ziehvorgang durch die Form zur Hand zu gehen. Die Kondensmilch allerdings sit schon fast ein klein wenig gruselig dabei.
November 16, 2009 um 19:29
Buntköchin
So wird also ein Thai Pancake gemacht. Sehr interessantes Rezept. Danke, das werde ich mal als Dessert machen. Deine Bilder finde ich auch sehr schön. Falls du mit sehr hoher Auflösung fotografierst, könntest du sicher ein schönes Buch aus deinen Asiarezepten machen.
November 17, 2009 um 09:26
alissa
Super Streetfood… tolle Bilder… ich bin sicher nach Deinen Reisen hast du ein aufregendes bebildertes Kochbuch !
Danke für das Rezept!! Ich freue mich immer auf neue Beiträge von Dir!
November 23, 2009 um 09:45
Ellja
Du hast´s aber auch ganz schön schön hier. Und sehr schöne Berichte zu lesen
babatschi