Ein wunderbarer Kalbsfond entstand hier, in den wesentlichen Punkten gekocht nach dem Brown Veal Stock Rezept im Almond Corner, exakt waren jedenfalls die Mengen an Port und Madeira, den mir sympathischsten Zutaten.

Laut Rezept kommen 3 kg Kalbsknochen rein, ich konnte aber den Markbeinen nicht widerstehen, sie gehören vielleicht nicht in einen Veal Stock, sondern eher in eine kräftige Beef Consommé with Bone Marrow. Stangensellerie ersetzte ich durch Knollensellerie und statt der 10 Liter Wasser gingen nur 3 Liter in meinen grössten Topf, ein Erbstück, denn die für das Mah Mee für 281 ausgeliehenen Grosskochtöpfe sind schon längst zurück gegeben. Ich füllte den durch ein Tuch gesiebten Fond in Plastikbecher, stellte diese sachte in den Freezer und schnitt nachher, als sie gefroren waren, den Rand oben mit der Schere weg, packte je 6 Stk in Gefrierbeutel und freue mich auf das Herausnehmen und Verkochen.

In den letzten Tagen war hier Almond Corner Time, ich wurde zum Fan, aber nicht alles gelang, ich biss mir die Zähne an den Tortillas aus, fast im wahrsten Sinne des Wortes.

Gordon Ramsay’s Chili con Carne mit Tortilla sollte es werden. Bis hier war alles noch in Ordnung ….

… und hier schien es auch noch so, was ich allerdings nicht beurteilen konnte.

Das Chili war obersuper, nachkochenswert, so anders als mit der bei uns bis jetzt verwendeten Chili-con-Carne-Gewürzmischung.

Die Tortilla war etwas dick geraten
und so klein. Der Teig liess sich nicht auswallen. Ich hätte exakt der Beschreibung folgen sollen: Tortillapresse improvisieren!!
Wie der Bisstest zeigte, ausser kurz vor dem Verhungern nicht wirklich essbar. So blieb es mein erster, einziger und bis dato letzter Versuch.

Statt der Tortillas gab es eine interessante, jedoch nicht nachahmenswerte Art Mais-Gnocchi. Es blieb auch entsprechend viel von den Bollen übrig, die später, in dünne Scheibchen geschnitten und gebraten, doch noch in einem Schwächen verzeihenden Freundeskreis aufgetischt hätten werden können. Die Freunde verschonte ich diesmal.

Die Rösti mit Nierchen, nur mit Salbei kurz angebraten und mit Sahne verfeinert, trösteten mich über die Tortilla. Passend zum Thema dieses Beitrags, doch ungeplant, trafen sie auf die Kalbsleberli mit Rösti von Almond Corner.

Meine ersten selbst gemachten Guetsli seit meiner Kindheit, No-bake Hearts, not the Christmas Trees of the Almond Corner, allerdings wegen fehlenden Kirschs mit Braulio aus Bormio. Sie sind OK, not a must have, ob wegen des falschen Bindemittels oder wegen der mangels der geforderten “medium portion of patience” bis zum Schmelzen der Schokolade erhöhten Temperatur oder wegen des groben Zuckers ist ungewiss.

Ein Winterspaziergang bei halbwegs sonnigem Wetter tröstete auch über diesen Missgriff hinweg, und die nun fast perfekt geratene zweite Serie von Pralinen noch mehr. Und, ach ja, das Kürbis Risotto von Almond Corner kochte ich auch noch nach, es war hammer.

Ich wünsche allen eine schöne, ruhige und freudige Zeit über die Weihnachtstage.

Begleitmusik

San Cucino
Statt Begleitmusik stelle ich, nicht direkt zum religiösen Feste passend, aber immerhin ein bisschen religiös, ein Bild des Schutzheiligen der Kochkunst ein.

“Cucino Heil” für Eure bevorstehenden Grosstaten, so es ihn denn wirklich gab ;-)