Diesmal, dem zweiten Versuch, bin ich zufrieden mit dem Resultat.

Leser mögen sich vielleicht erinnern an meinen Erstversuch mit den Teepralinen, abgeschaut und nachgebastelt der Pralinenmeisterin von man-kanns-essen. Die jetzigen sind nicht mehr mit Tee, da mir das Auskochen mit Sahne nicht so recht passte und da auch vom Aroma mit dem verwendeten “Harrod’s Tea”, der auf dem Papier gut sein sollte, der Name verpflichtet schliesslich, im Endprodukt nicht viel zu spüren war.

Die Füllung aus weisser Schokolade mit weisser Sahne hatte vom Tee eine angenehme Färbung erhalten, die ich diesmal mit 1/3 hellbrauner Vollmilchschokolade und 2/3 weisser Schokolade erreichen wollte. Plötzlich waren 200 g braune Schokolade drin und ich hatte nur 200 g weisse, und die Ansatzmenge war ohnehin bereits verdoppelt, so dass es halbe/halbe wurde und damit die doppelte Sahnemenge benötigte. Von der dunklen Kuvertüre nahm ich wegen des Überflusses beim Erstversuch nur die Rezeptmenge, und trotzdem war wieder Verwertung mit Mandelchips nötig.

Die Füllung der Pralinen, s. obere Reihe, war leider stark auf der weichen Seite, Kühlung auf Schnee, s. mittlere Reihe links, half für das Überziehen. Weiter ist dort meine Trempiergabel zu sehen, so nennt sich das Ding, weil es sich bei diesem Vorgang unter Fachleuten (!) um das Trempieren handelt. Toll, nicht? Rechts ist die Gabel wieder in ihrem ursprünglichen Zustand als Kartoffelgäbelchen, damit es kein Butzibau absetzt bei den nächsten Gschwellti.

Bei Bedello wird sehr detailliert, fundiert und überzeugend über das Pralinenmachen berichtet, inklusive einer Menge Rezepte, eine richtige Fundgrube für Confisiers.

Gestern Abend versuchte ich mich an Pasta con Ceci, weil einer der Söhne und seine Freundin dermassen geschwärmt hatten, wie super gut und wie im Detail ein Italiener, privat, kein Koch, ihnen dieses Gericht gekocht habe. Das Resultat war geschmacklich und im Biss hammer, optisch aber mau.

Ich lehnte mich an das Rezept von Mestolo mit den geschilderten Abweichungen des Italieners.

Ich nahm 490 g über Nacht eingeweichte und nicht überaus lang gekochte Kichererbsen, auf Roberts Empfehlung, da wir auch noch nicht zahnlos sind, vor allem ich nach der Generalüberholung in Chiang Mai nicht. Dazu 200 g Pasta, 1 EL frische rote Peperoncini/Chili gehackt, 2 EL Knoblauch gehackt, 1 Becher Kalbsfond gefroren, Salz, Pfeffer. Zwei Drittel der Kichererbsen pürierte ich mit etwas Kochwasser, allerdings nicht genügend fein, denke ich. Durchdrücken durch ein Sieb brachte nichts, es ging nichts durch. Der Italiener habe gesagt, mit dem Kartoffelstampfer gehe es am besten, aber die beiden Informanten und beim Italiener Essenden waren für Degustation mit Beurteilung und Vergleich nicht verfügbar.

Helen und mir schmeckte es sehr, es war ausgezeichnet, zusammen mit einem Salat, den leider zum Zeitpunkt des fotografischen Festhaltens noch nicht auf die Pasta gehobelten Parmigiano-Spänen und einem Rotwein war es ein Schmaus, fleisch- aber nicht proteinlos.

Begleitmusik zum Blog-Erstellen

Bon Iver, for Emma, forever ago, 2008
a much appreciated Christmas present