Zu dem, was wir Omelette nennen, sind im deutschsprachigen Raum verschiedenste Begriffe gebräuchlich. Die nachfolgende Auflistung ist aus einer sehr umfangreichen, alphabetisch geordneten Zusammenstellung regionaler Küchenbegriffe im Wikipedia. Auszug daraus für unsere Omeletten:

Norddeutschland
Pfannkuchen, Eierkuchen (Berlin und regional große Gebiete im Nordosten), Eierpuffer, Plinsen (Bezeichnungen teilweise mehrdeutig, Begriffsklärung unter Pfannkuchen beachten)

Mitteldeutschland
Pfannkuchen, Kreppes, Pannekuche

Süddeutschland
Pfannkuchen, Flädle, Frittaten / Pfannakuacha (bayerisch/Schwäbisch), Eerdädscha = Eierdätscher (itzgründisch), Omlettn (Hofer Land), Auflauf (Frankenwald)

Österreich
Crêpe (hauchdünn), Palatschinke, Omelette (dick)

Schweiz
Crêpe (hauchdünn), Palatschinke, Omelette (dick)

Zutaten

Omeletten
200 g Weizenmehl
4 dl Milchwasser (50/50)
5 g Salz
2 Eier
Erdnussöl zum Braten

Füllung
Federkohl
rote Peperoni (Paprika, bell pepper)
braune Champignon
Zwiebel
Salz, Pfeffer, pflanzl. Öl

Zubereitung

Mehl, Milchwasser und Salz zu einem glatten Teig rühren, die Eier zugeben und gut verrühren. Nach Möglichkeit min. 30 Minuten ruhen lassen.

Zutaten der Füllung klein schneiden. Etwas Öl in einer Bratpfanne erhitzen, zuerst die Zwiebel, dann die Gemüse und zuletzt die Pilze zugeben und anbraten, dünsten bis die Zutaten gar sind, abschmecken.

Sehr wenig Erdnussöl (oder sonstiges erhitzbares Pflanzenöl) in einer Bratpfanne erhitzen, vorzugsweise aus Eisen, teflonisiert geht aber auch. Mit einem Saucen- oder Suppenschöpfer Teig in die Mitte der Pfanne giessen und durch schwenken der Pfanne über den ganzen Boden verteilen.

Nachdem die eine Seite tüchtig angebraten ist, die Omelette wenden und die andere Seite braten/backen. Es dürfen/sollen sich goldbraune oder braune Stellen ergeben. Die Omelette entnehmen und auf einen Teller geben, zudecken, evtl. bei 50 °C in den Backofen.

Aus der angegebenen Teigmenge 6-10 Omeletten giessen und backen, jeweils auf den Omelettenstapel geben. Anzahl und Dicke der Omeletten ergeben sich aus der gewählten Teigmenge pro Portion.

Je eine Omelette auf einen Teller legen, heisse Füllung drauf, einrollen, fertig.

Dieses Rezept poste ich, um wieder einmal aufzuzeigen, dass auch mit einfachsten Zutaten leckere Speisen zubereitet werden können, zudem kostengünstig, fleischlos und mit wenig Aufwand.

In der Schweiz zu Zeiten meiner Jugend waren u.a. folgende Füllungen gebräuchlich, an die ich mich noch sehr gut erinnere, sehe sie vor Augen, wie Mutter sie vor 40-50 Jahren gekocht hat: Hackfleisch an Sauce, Champignons mit Petersilie und Rahm, Scheiben von gekochtem Schinken, Cervelat-Geschnetzeltes.

Begleitmusik

Brad Mehldau, Songs – the Art of the Trio, vol. 3, 1998

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