Altes Brot sollte verwertet werden. Es ist mir ein Anliegen, zur Verwertung von altbackenem Brot zu animieren. Es ist nicht so wichtig, was dazu gegeben wird. Die aufgeführten Zutaten können ausgewechselt werden. Einfach der Phantasie ihren Lauf lassen, den Bedenken keine Chance geben, loslegen. Aus Resten können Hammergerichte zubereitet werden, so frau will.

Helen nahm sich das halbalte Brot vor, eigentlich noch weich, schnitt es in Würfel, weichte mit warmem Wasser, presste aus und bereitete eine Eierspeise damit zu, machte dazu ein Apfelmus, so nach Grossmutters Art eben. Ich wollte etwas neues versuchen, nahm die alten, bereits getrockneten Würfel. Pikant sollte es werden, passend zu der Putenleber, die ich im Freezer gefunden hatte.

Zutaten

2 Tomaten, klein geschnitten
1 Knoblizehe, geschnitten
2 cm Ingwer, geschnitten
grüne Pfefferkörner, einer halben Tratte abgezupft
1 Peperoncino, rot (fingergrosse Chili-Schote)
3 Stängel Koriander mit Würzelchen (bei mir halblahm, muss aber nicht sein)
Sherry trocken, weniger als 1 dl
Salz (Tetraeder-Zitronensalz Camargue, auch kein muss)

Zubereitung

Ingwer mit der Knoblauchpresse in den Mörser quetschen, damit nicht die ganzen Fasern mit reinkommen. Tomaten, Knobli und die Koriander-Würzelchen zugeben. Kräftig und geduldig zermantschen. In einer Schüssel mit den trockenen Brotwürfelchen mischen und etwas stehen lassen, damit der Tomatensaft etwas ins Brot dringen kann.

In der heissen Bratpfanne etwas Olivenöl erhitzen, Brotwürfel-Gemisch zugeben, wie auch die Peperoncini-Schnipsel und die grünen Pfefferkörner, anbraten, den Sherry dazugeben, nicht zuviel, die Brotwürfel sollen nicht zu nass werden. Salzen. Bei Gefahr des Anbackens etwas Öl und/oder Wasser zugeben.

Die Leber nach dem Putzen und Schnetzeln kurz in Olivenöl anbraten, mit Portwein ablöschen, salzen und pfeffern, einige Butterflöcklein dazu und vor dem Servieren geschnittenen Thai Basilikum zugeben. Die Leber muss rasch gehen, nicht trödeln.

Hier noch mein Nachschlag, weil es so lecker war. Die Leber war schon weggeputzt, weil ich beim ersten Teller noch nicht an einen zweiten gedacht hatte.

Begleitmusik

Louis Armstrong, Hot Five & Hot Seven, Vol. 2, 1926-1927

Alte Musik zu altem Brot