Werden pochierte Eier in DE auch verlorene genannt? Ich verlor die Freude, nicht Eier, und an Ostern suchen werde ich sie auch nicht, die Eier. Vielleicht liegt es am Frühling. Ich denke jedoch eher an andere Aktivitäten, die mich beschäftigt halten, und das Schreiben von Leserbriefen gehört nicht dazu. Überhaupt kein Schreiben. Gartenarbeit, Dusche renovieren, Lesen, Training im Gym und bald wieder draussen Radfahren. Meine publizierten Rezepte sind nichts, was nicht irgendwo bekannt wäre, mir bewusst oder auch nicht, auch wenn ich einmal denke, ich hätte einen guten Einfall gehabt. Kochbücher und Rezeptmagazine gibt es genügend und Food-Blogs auch. Ich werde diesen Blog weiterführen, vielleicht mit dem Reiseblog verbinden, schreiben, was mich beschäftigt, meinen Senf zu öffentlichen Themen geben, in der Hoffnung auf Diskussion, auf andere Meinungen oder bestätigendes Echo. Auch Rezepte werde ich veröffentlichen, sollte es mich drängen.

Ich schätze die Aufmerksamkeit und die Kommentare beim Bloggen, Leute wurden mir bekannt, gar verbunden, ohne sie je getroffen zu haben. Das ist schön, bestimmt, ja. Muss ich aber in die Welt posaunen, dass ich altes Brot sinnvoll verwerte, Brot backe, eine Kenwood habe oder ein türkisches Rezept nachkoche? In den Kommentaren der Food-Blogs kommen sehr selten Diskussionen auf. Das wäre ja wenigstens was. Es wird gelobt, geschmeichelt, in der Hoffnung auf oder im Wissen um einen Gegenkommentar, wie du mir, so ich dir. Kommentare sammeln, je mehr Kommentare, desto grösser die Befriedigung. Ich freute mich auch, verfolgte in den Stats die Zahl der täglichen Visitors und erzählte Freunden, wie viele Hundert kamen – zu guten Zeiten.

Hier nun für meine treuen Leser einige Gerichte, die ich in letzter Zeit kochte und die mir Freude bereiteten, bei dem Kochen und dem Essen.

Thai Food kochen, hier das Mise-en-place für ein vegetarisches Pad Thai mit aus Thailand mitgebrachtem und zuhause eingefrorenem gelbem Tofu und europäischem Gemüse.

Federkohl (Grünkohl in DE) als Pasta-Sauce.

Ausnahmsweise ohne meine Walzmaschine selber gemachte Pasta.

Peposo Notturno, ein toskanisches Gericht mit Rinderhaxen, laut Bill Buford nur mit Rotwein und viel schwarzem Pfeffer, nicht anbraten, jedoch 8 Stunden oder mehr köcheln lassen, herrlich. Bei mir mit reichlich Knobli.

Hier der Peposo am zweiten Tag, diesmal mit Pasta.

Zum Abschluss die Rinderzunge, erstmals selbst gekocht, hier direkt nach dem Kochen und dem Schälen, ohne Sauce, sehr lecker in verschiedenen Variationen, zB mit Kapernsauce, auch kalt aufgeschnitten zu Brot.

Die Rezepte sind Euch – falls nach so langer Zeit und ohne meine Gegenkommentare überhaupt noch jemand liest – sicher bereits bekannt oder notfalls im Internet auffindbar. Gut gegoogelt ist halb gekocht.

Begleitmusik

John Lennon, Yoko Ono: Double Fantasy, 1980
Hier reinhören

Ich hatte diese Vinyl-LP früher nicht wirklich gemocht und schon ewig nicht mehr abgespielt. Nach der selber getätigten “Reparatur” meines geschätzten JBE Schiefer-Plattenspielers mit SME Tonarm spielte ich alle alten LPs kurz an, um die mit Kratzern und die Ungeliebten ein für alle mal auszusortieren und zu entsorgen. Und zu meinem Erstaunen finde ich diese letzte LP von John Lennon heute hammer, die Songs von Yoko nicht so sehr, aber die von Lennon.