Wie Wirsingröllchen sieht obiges nicht aus, hätte es aber werden sollen. Nach der Lektüre des Posts von Christina auf new-kitsch-on-the-blog war ich derart angetan von ihren Wirsingröllchen mit Möhrensauce, dass ich unverzüglich ans Werk gehen wollte, zumal ich wusste, alle Zutaten wären hier im Hause vorrätig. Das war auch so, nur leider war vom Quinoa nicht genügend vorhanden, also wurde halb/halb mit Amaranth gemischt.

Das wäre an sich kein Grund, keine Röllchen zu machen, ich war nicht zu bequem, nein, die Füllung, also die Amaranth/Quinoa, Philadelphia, Ei, etc. Paste war zu dünn geraten, obwohl ich die angegebene Brühemenge zugegeben hatte. Irgend ein Fehler muss wohl aufgetreten sein.

Quinoa wurde in Zentral- und Südamerika in Höhenlagen angebaut, in denen Mais nicht gedieh. Die Inkas hielten ihn für ein Wundermittel für Kraft und Widerstandsfähigkeit, was vermutlich zutraf, denn Kohlehydrate waren schon damals wichtig für die Ernährung. Amaranth wurde bereits vor 3000 Jahren in der gleichen Region angebaut wie Quinoa. Die Azteken benutzten den Amaranth auch bei Götter-Zeremonien in Zusammenhang mit Menschenopfern, weshalb die Spanier den Anbau verboten. Quinoa wurde wegen seiner Eigenschaft als Energiespender verboten, um die Indios leichter unterwerfen zu können. Dieses Zeug ist heute in, bei uns aber seit unserer Körnlibeisser-Zeit um 1980 bekannt und heute wieder in unserem Vorrat.

Ich gab dann etwas trockene Brösel zur flüssigen Masse, die eben keine Paste war. Die Situation besserte sich, war aber für Röllchen immer noch an der Grenze des machbaren. Ein Kohlgratin mit abwechselnden Schichten von Kohl und der Masse erachtete ich als vorteilhafter. Beim Anrichten legte ich die Möhrensauce unter den Kohlgratin, drunter statt drüber.

Ich folgte, abgesehen vom Amaranth, absolut dem Rezept. Nichts bereut, würde ich wieder so machen, visuell und geschmacklich war es hammer. Ach ja, die Würfelchen oben drauf sind keine Croutons, sondern Feta, dachte, sie verliefen.

Begleitmusik

Norah Jones, Not too late (2007)
Wieder einmal die alte CD hervorgekramt, gefällt noch immer.

Wer erinnert sich an Ravi Shankar und seine Sitar? Norah Jones ist seine Tochter.