Viele Galerien mit Originalen und Kopien von Gemälden

Ich nehme an, es sei nicht böse gemeint, sondern einfach im Blut, üblich hier, wenn ein höherer Preis genannt und danach doch viel billiger verkauft wird. Oder es könnte so sein, dass kaum ein Tourist den gefragten Preis zahlen würde, also muss höher angesagt werden. Hier sind einige Beispiele.

Zwischen Häusern in Hoi An

Tiger Balm
Eine junge Frau kam an unseren Tisch und pries 5 sehr kleine Döschen eines Einreibemittels für 120’000 Dong an. Als ich sagte, ich würde lieber den üblichen Tiegel davon kaufen, zeigte sie mir einen solchen mit 20g, für 40’000 Dong. Die kleinen waren total vielleicht maximal 10g, gelblich, der Tiger Balm im Tiegel weiss und stärker riechend. Sie reduzierte den Preis auf 100’000 D, dann auf 80’000 D.

Ich entschied mich für den Tiegel, klar bessere Preis/Leistung, bot 20’000 D. No, buy this one much better, I give you for 80’000 D. Sie war nicht zu einer Preisreduktion zu bewegen, blieb bei ihren 40’000 D, reduzierte aber den Preis der kleinen auf 50’000 D. Ich kaufte den Tiegel für den angesagten Preis. An den kleinen Döschen war ihre Marge sicher grösser, trotz Reduktion um 58%.

Muschel- und/oder Schneckensammler

50% auf Muffins
Einer der Männer bei den Leuten, die kleine Muscheln oder Schnecken reinigten und sortierten, gab mir eine grössere Muschel, geschlossen, ein anderer ein glühendes Holzstück zum daran Halten, aber sie ging leider nicht auf. Ich hatte mich einfach zu ihnen gesetzt und zugeschaut. Wie wäre unsere Reaktion, wenn sich ein vietnamesischer Tourist auf unseren Gartenzaun setzten und uns beim Mähen zuschauen würde? Um uns für die freundliche Aufnahme zu revanchieren, nahm ich im nahe liegenden Shop 2 Tüten Muffins zur Hand.

Die Shoplady griff zum Handy und sprach. Ich war etwas irritiert, da ich ja kaufen wollte, und sie telefonierte, aber sie reichte mir das Handy und eine Frauenstimme sagte, hello, 50’000 D for one. Ich mit Entsetzen in der Stimme, too much, sooo expensive? Sie lachend, OK, 50’000 D for two. Das war vermutlich immer noch zuviel, aber für mich in Ordnung, und für uns ein lustiges Erlebnis.

Netz zum Fangen von Krabben in der Nacht

Touristenpreise am Beach
Am Beach bei Hoi An, 4 km vom Ort, hingefahren per Velo, verlangten sie in den einfachen Restaurants Preise doppelt so hoch wie in den schönsten Restaurants der UNESCO zertifizierten Altstadt. Wir standen auf und fuhren ein Stück weg, fanden ein schönes, am Wasser gelegenes Restaurant ohne Touristen, wo wir günstiger als in Hoi An sehr gut assen. Soviel zu Touristenpreisen.

Seidenlampen in Hoi An

Generell werden den Touristen immer höhere Preise verlangt und von vielen auch bezahlt, es ist ja viel günstiger als bei uns. Zigaretten 30 statt 25, Wein 80 statt 60, immer. Speisekarten in Vietnamesisch mit tieferen Preisen. Ich weiss auch von anderen, dass die hohen Summen mit Zehntausenden von Dong und die lokalen Preise “geizig” machen, man vergleicht. Oder ist es die Ungerechtigkeit, die wir uns denken?

Braut an ihrer Hochzeit