Die Freitagstexter – Die Ehrung

freitagstexterpokal

Ich bin erleichtert, nun steht nur noch die Entscheidung an, und der Dank niedriger Kosten in Thailand generalüberholte Pokal steht in neuem Glanz bereit zur Weitergabe.

Obwohl der ausrichtende Blog seit langem verwaist herumlungerte, haben sich doch einige Texter und Texterinnen eingefunden, sich passende Worte zu diesem Viehtransport einfallen zu lassen. Ich freue mich über alle Einreichungen. Besten Dank.

Der Reim des Herrn noemix, der mir ausgesprochen gefällt, also der Reim, da ich nicht die Ehre habe, Herrn noemix persönlich zu kennen, konnte wegen der selbstgewählten Wettbewerbs-Abstinenz – vermutlich gewann der Herr zu oft und hat keine Bilder mehr – und weil ein Rindvieh keine Sau ist, nicht in die Wertung genommen werden. 

Den Pokal kann ich nur einem weiter reichen, und wie ich annehme, wird sich der Pokal während der nächsten 7 Tage in der ihm überaus bekannten Umgebung wohlfühlen.

Der Ausspruch Sie haben wohl gedacht, wir hätten hier noch Ochsenkarren?“ hat mich doch sehr verblüfft. Damit hat der Wortmischer den Nagel nun wirklich auf den Kopf getroffen. Das passt bestens zu Südostasien. Seit der Vater meiner Frau vor 3 Jahren sein erstes Auto gekauft hat, einen Toyota Pick-up, mit dem auch jede Menge Dünger – oder Kühe – transportiert werden können, fährt er trotz Holperwegen und knöcheltiefem Schlamm nicht mehr mit dem Einachser zu den Zuckerrohr-Feldern, ausser es geht wirklich nicht anders.

Herzliche Gratulation, Herr Wortmischer.

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Die nächste Runde im Freitagstexter findet somit ab Freitag, 09. Dezember 2016 im Blog Wortmischer statt.

PS 1:
In der Jury waren keine Veganer vertreten.

PS 2:
Es kam mir zu Ohren, genauer, es wurde mir geschrieben, in dem Avisierungs-Email, das automatisch an Eingetragene abgeht, sei ein anderes Bild gewesen, nicht die Kuh, sondern der Schreibende am Angelhaken. Also, hier noch für alle in Europa, es wird kälter werden diesen Winter.

Zu diesem Bild darf bereits ab sofort hier freitaggetextet werden, ausser Konkurrenz.

Categories Allgemein

Der Freitagstexter – Die Überraschung

Da lasse ich meinen Blog über zwei Jahre darben, bewege ich mich seit langem nur sporadisch in der Blogger-Szene, sehe den Freitagstexter bei Lamiacucina, schreibe was aus meiner Erfahrung und erhalte diese Verantwortung aufgebürdet. Glück muss der Mensch haben und wenige Mitbewerber  :-)

Seit 5 Jahren wohne ich in Thailand.  Deshalb kommt ein stimmiges Bild als Betätigungsfeld für Freitagstexter.

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Nun drauflos, liebe Leute! Freitagstexter mit Blog (im Bewerb) und ohne (ausser Konkurrenz) sind gebeten, zum obigen Bildchen geistreiche, witzige, skurrile, satirische, ironische, oder was immer für Bildlegenden zu kreieren.

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Die Regeln sind hier nachlesbar.

Der Wettbewerb läuft bis Dienstag, 06. November 2016, 23:59:59 Uhr MEZ (!), schliesst also erst nachdem der Samichlaus die Nüsse und Mandarinen verteilt und seine Rute wieder eingepackt hat. Eine Stunde später, bei uns 6 Uhr früh am Mittwoch, 07. Dezember 2016, wird der Gewinner bestimmt, und der frisch polierte Pokal wird virtuell weitergereicht. Die Siegerin/der Sieger darf dafür am Freitag, 09. Dezember 2016, den nächsten Freitagstexter ausrichten.

wetter

Bei Robert in Basel steht das Quecksilber um den Gefrierpunkt. Auch hier in Chiang Mai ist es kühler geworden, frühmorgens bei 19 C muss ich ein T-shirt überziehen, und im Januar werden dann sogar die Pullover aus dem Schrank geholt.

Vielleicht bringt mich die unerwartete Freitagstexter-Ehre dazu, meinen Blog wieder etwas zu re-aktivieren. Mal sehen, wie es mit meiner Lust und der Zeit stehen wird. Emma, unser 3-jähriges Töchterchen, hält mich munter und beschäftigt.

Weinpanscher, Falschmünzer, etc.

Wir essen beinahe jeden Abend auswärts, selten edel wegen Emma, meist Zeit und Geld sparend, oft im kleinen Restaurant im Bild oben. Es ist nicht weit von uns, in einer Ecke der Rimping Grocery in Mae Hia, einem Quartier von Chiang Mai. Die Bedienung ist freundlich, das Lokal sauber, offen gegen die reinliche Küche, das Essen gut, frisch zubereitet und günstig. Diesmal ein Chef’s Salad, ausnahmsweise ohne Schinken, frittierte Flügelmittelteile vom Huhn, Nudeln mit Schweinsgeschnetzeltem und Gemüse, 2 Glas Hauswein für Houdini, Miao stillt noch, Wasser frei. Kostenpunkt 305 Baht, etwa CHF 8.50, EUR 6.95. Auf nach Thailand!! Wie öfter erwähnt ist dies eine gute Alternative für den dritten Lebensabschnitt.

Rosstäuscher / Weinpanscher

Vorsicht beim Weinkauf in Thailand, oder vermutlich überall, wenn auch nicht auf diese schlimme Art, denn was hier durchgeht, wäre in Europa wohl unredlich und vorschriftswidrig.

Die Etikette macht sich gut, auch das Siegel unten und die Verschlusskappe, beide mit Bodegas Osborne, auch wenn Osborne mehr gross als hervorragend ist.

Wer dächte schon, es sei ein Wein, der Spanien nie gesehen hat? Es ist ein Thai Wein – auch das nur vermutlich – und es ist nicht einmal 100% Traubenwein, sondern ein Gemisch von Trauben und Fruchtwein, Anteil-% tunlichst unerwähnt.

Auf der Flasche heisst es dominant “This white wine is the ideal companion for bla bla….“. Ganz klein steht unten „White fruit wine“.

Auf einer anderen Flasche, Mar y Sol Selection M Merlot, Chile, der billigste „Wein“, den ich in Thailand je gesehen habe, 7 Euro, da steht nur in Thai ganz klein, das Produkt enthalte 12.5% Alkohol, Trauben und Granatapfel. Im Internet ist die auf der Flasche angegebene Website zu haben, dh leer und wird angeboten, bei Google sind über diesen Wein nur Einträge aus Thailand zu finden, nichts von Chile, nirgends eine Mar ySol Weinfirma oder so.

Wer hat Erbarmen mit uns?

Hamburger Perversionen

Ohne ein Burger-Esser zu sein, und obwohl ich in den letzten 20 Jahren nur einmal einen McD aufgesucht habe, bin ich auf einen Blog abonniert, der sich ausschliesslich Burgern widmet, sehr eigenwilligen Kreationen, die mich meist amüsieren. Und da in Bloggerville seit einiger Zeit alle auf sous-vide stehen und die letzte Kreation sous-vide Gekochtes enthält, gebe ich hier den Link zum sous-vide Burger und zur site, scrolled da mal ein bisschen runter.

Falschmünzer

In Südostasien werden an vielen Touristenecken alte Münzen angeboten, französische, chinesische, englische, auch Silver Eagles, Dollars, Maria-Theresien-Taler und dergleichen Sammelobjekte. Auf den “authentischeren“ sind 2 kleine Lötstellen, die das Bild versauen, aber für Touristen interessant sind, denn es scheint damit, als käme die Münze vom Kopfschmuck einer Stammes-Frau aus den Bergen und wäre ein Original. Vermutlich kommt dieselbe auch von einem solchen Kopfschmuck, aber es ist anzunehmen, die echten silbernen Münzen würden als Erbstücke in der Familie behalten.

Dies ist die einzige Münze, die ich je in Asien gekauft habe, und zwar, weil sie mich amüsierte. Die Vorderseite ist französisch, die Rückseite schweizerisch, mit Inschrift „Hans Landwing rettet das Panner bei Arbedo, 1422“. Die Falschmünzer vergassen wohl, beim Typenwechsel den einen Stempel auszutauschen. Die Schweizerseite ist von einem Erinnerungstaler des Eidgenössischen Schützenfestes von 1869 in Zug. Mehrere Originale und Replika der CH-Münze werden übrigens im Internet feil gehalten.

Die Urschweizer, angeführt durch die Urner, waren 1422 nach einem erfolglosen Versuch, Bellinzona von den Mailändern zurück zu erobern, auf dem Rückzug, wurden aber bei Arbedo eingekesselt. Ein erfolgreicher Ausbruchsversuch rettete die Fahnen, und anscheinend spielte der Herr Landwing dabei eine tragende Rolle. Mehr zur Schlacht bei Arbedo bei Wikipedia.

Zitat aus obigem Link zur Entwicklungsgeschichte der Bewaffnung, trotz Thema für mich zum Schmunzeln: “Waffenmässig zeigte sich die Unterlegenheit der Eidgenossenschaft. Mit ihren kurzen Hiebwaffen, den Hellebarden, Streithämmern und Spiessen und der Qualität der Waffen waren sie weit unterlegen. So mussten sie aus Mangel an langen Spiessen zuerst die Pferde erstechen, um nachher die Reiter treffen zu können. Kurz nach dieser Niederlage führte man in der eidgenössischen Bewaffnung einen längeren Spiess ein, welcher sich darauf schon im Alten Zürichkrieg bewährte.“

Picknick mit Fröschen

Leute aus dem Nordosten, dem Isaan, sitzen bei einem Besuch gerne zusammen am Boden und essen, wie hier vor dem Haus von Miaos Schwester Suvannah, genannt Plaa = Fisch.

Viele Rufnamen hier sind für uns eigenartig, eben Fisch, oder Gung = Shrimp, Daeng = rot, Gai = Huhn, Mäo = Katze, Pet = Ente, Gop = Frosch, Mu = Sau, Nok = Vogel. Als ich sagte, die Betroffenen würden sich wohl beklagen bei den Eltern über Namen wie Sau oder Kuh, meinte Miao, das sei nicht so, es werde nicht als schlecht betrachtet. Sie hätte ihren Namen vor der Grossmutter, sagt Miao, wegen einer TV-Schauspielerin, es sei das Miau der Katze, die hier aber Mäo heisst. Heute seien westliche Kurznamen populär und kurze Doppelklänge wie Na Na, Tscha Tscha, Pi Pi. Für Emma werden wir es bei Emma belassen.

Das waren die Speisen, Frösche bei Schwester Fisch, zubereitet durch Miao.

Oben warmer Klebreis vom Laden an der Strassenecke, im Uhrzeigersinn gehackter Laubfrosch mit verschiedenen Gemüsen an Zitronengras (Om Kiat), dann eine Suppe mit Fröschen (Tom Öng Ang), links Kilek-Gemüse (Gaeng Kilek), ein Teller mit Omelette und einem Dip mit gerösteten langen Chili (Nam Prik Num).

Zum grausligen Abschluss noch eine Totale der Froschen-Suppe.

Ich ass tunlichst an dieser Schüssel vorbei, was fast unbeachtet geht bei dieser Art Verpflegung, wenn alle sich ohne eigenen Teller direkt aus den Schüsseln bedienen. Aber mir war dies ohnehin erlaubt, oder eigentlich jedem, auch Thais, man esse, was man möge und lasse anderes stehen, auch auf dem eigenen Teller.

Es ist mir etwas peinlich, aber ich berichte es nun trotzdem. Nach einem Regen sahen wir kurz vor zu hause Frösche auf der Strasse, und Miao sandte mich begeistert – sie, nicht ich – auf Froschenjagd. Weil ich für sie fast alles mache, ja…, ging ich mit Stablampe und Plastiktüte auf die Strasse, in die Augen blenden, zugreifen, ab in die Tüte, easy, sofern es Frösche hat, aber ohne Fische bleibt auch der gewiefteste Fischer erfolglos.

Die Musik heute

Herbie Mann, Memphis Underground, 1987

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Farang Food – Spargel Omelette und anderes

Es ist Grünspargelzeit hier, ein hier relativ teures Gemüse, durch uns geschätzt und in verschiedenen Varianten gegessen. Ich machte ein Omelette mit Spargel, von der Miao so sehr begeistert war, dass sie für den nächsten Morgen dasselbe erbat, sie, die Farang Food wohl essen kann, aber meist etwas fade findet.

2 Eier mit Milch, 3 Spritzer Sojasauce und Pfeffer verschlagen und bereit halten. Von 6 Spargeln die Spitzen beiseite legen, den Rest in kleine Stücke schneiden und anbraten, die Eier zugeben, braten, dann zur Omelette falten, die Spitzen in der leeren Seite der Bratpfanne anbraten, dann auf die Omelette legen. Fertig.

Das war die Originalversion. Am nächsten Morgen erhielt Miao, was sie noch lieber mochte, siehe Bild, mit 7 Shrimps (Gung) halbiert in dem Omelette, zusammen mit den Spargeln, und ein Gung obendrauf. Dazu gab es noch einen Gschwellten vom Vorabend mit Rucolapesto. Ans Bett gebracht, so kann frau leben.

Allen, die noch nie selbst Ravioli gemacht und weder viel Zeit noch viel Geduld haben und auch ungerne Nifeliarbeit machen, rate ich dringend ab, dieselbigen machen zu wollen, oder schafft euch vorher ein Raviolibrettchen oder einen Betty Bossy Täschler oder sowas an. Enthusiastisch machte ich mich an die Arbeit, befolgte Felixens Ratschlag, den Teig nur mit Mehl und Ei und sonst nichts zu machen – obwohl ich bei Marcella Hazan gelesen hatte, es müsse für Ravioli Milch rein – und zählte nach Felix auch die 20 Faltungen auf Stufe 1, bevor ich bis auf Stufe 4 quetschte. Die Stufe 4 und das Rezept der Füllung mit Spinat und Ricotta hatte ich auf Barbara’s Spielwiese gefunden. Ich spielte alles schön durch, schnitt mir mit Maßstab und Messer 34 Ravioliplätzchen von 5×10 cm zurecht (die Abschnitte immer wieder zusammenballen und neu auswallen) und verteilte kleine Häufchen der Füllung drauf, strich mit Eiweiss und verschloss die Nähte mit einer Gabel, vom Mehl zu den Ravioli eine Heidenarbeit – ein eigenartiges Wort für mühselige Arbeit.

Ich fand folgende Erklärung dafür: “ Heiden waren im Mittelalter alle die das nicäischem Bekenntnis nicht praktizierten. Dazu zählten nicht nur „Nichtchristen“ und Menschen, die sich nicht zu einer der anderen Schriftreligionen bekannten, sondern auch Christen arianischen Glaubens. Eine direkte Übersetzung gibt es zum Lateinischen mit dem Wort sclavi (das meint, „die welche ausserhalb der Gemeinschaft stehen.“.)“. Sklavenarbeit also, in gewissem Sinne, oder jedwelche strenge mühevolle Arbeit Niedrigstehender. Hier noch etwas über Nicäer und Arianer für Leute wie mich, der nicht alles weiss, aber wissen möchte.

Geschmeckt haben die Ravioli sehr gut, an Thai Salbei in Butter, mit Shrimps, aber so bald werde ich keine mehr machen. Von der Füllung war übrigens noch einiges übrig, vermutlich wegen meiner „kleinen“Ravioli, die dann aber doch recht gross wurden während des Ziehenlassens.

Solche Spaghetti mag Miao auch. Es sind aber eigentlich Capellini oder Fideli, wie Schweizer sie nennen, oder Kanom Jin (Tschin) Farang, wie Miao sie nennt, weil sie sehr ähnlich sind wie die thailändischen Kanom Jin Nudeln. Shrimps, Squid (nur sog. Bärte), grüne Peperoncini, Knoblauch, Olivenöl, Salz, Pfeffer, die Capellini am Schluss in die Bratpfanne geben und kurz mitbraten.

Und noch anderes aus Thailand

Ein Blick auf Thailand, wer möchte da nicht Astronaut sein? Gewaltig, wie die Lichter der Städte sichtbar sind, im Hintergrund sogar Teile Chinas, vermutlich Kunming, Chengdu, Chonqing und ein paar andere Millionenstädte. Bemerkenswert ist auch der Unterschied zwischen dem Isan in Thailand und Kambodscha mit dem Tonle Sap See, wo nur Siem Reap mit Angkor als Pünktchen sichtbar ist. Meine Heimat Chiang Mai ist gut zu sehen.

Sprachliches

Es wird oft gesagt, Asiaten verwechselten L und R, mehrfach gehört als flied lice oder harro harro in Japan. Hier in Thailand ist es so, dass alle L und R kennen und sie nicht verwechseln, aber trotzdem in English L für R verwenden, weil sie es auch in Thai tun. Kaum ein Thai sagt konsequent R, wenn ein R geschrieben steht, eher je nachdem, in der Regel jedoch sagt er L.
Also: arroy heisst schmackhaft, wird mit dem Thai R geschrieben, aber alle sagen alloy, zumindest hier im Norden (wenn sie nicht im Dialekt lam sagen). Fisch heisst Pla, aber ich höre 3 Varianten, Pla, Pa und Pra. Als ich hörte, Banane heisse Gluay, fragte ich als erstes, ob es mit R geschrieben werde. Es ist aber wirklich mit einem L.

Miao sagt, es wäre komisch, wenn ich alles richtig ausspräche, ausser ich wolle wie ein Nachrichtensprecher reden, auch die Schauspieler in den Movies würden „normal“ sprechen. Wieso die Chinesen und Japaner, wie gesagt wird, L und R verwechseln, ist mir nicht bekannt. Spielwiesen-Barbara könnte zu den Chinesen sicher etwas beitragen.

Ich aber weiss, wieso es vorkommt, dass Koreaner P und F verwechseln, nämlich weil sie in ihrer Schrift kein F haben. Beim Lernen notieren sie sich fremde Vokabeln in ihrer Schrift, die P mit P und die F mit P, eben weil sie kein F haben. Dann kommt halt manchmal ein F statt ein P oder ein P statt ein F bei der Anwendung. Dazu eine Anekdote. Ein europäischer Besucher, einer unserer koreanischen Mitarbeiter und ich waren zum Dinner verabredet. Als der Koreaner verspätet erschien, entschuldigte er sich, I had to fark first, sorry. What did you have to do? It was not easy to find a farking place. Wir machten grosse Augen. But then I farked my car here in the basement. Aha, sein Auto geparkt hat er.

Fazit, auch für Thais und auch für uns, für das Erlernen von Fremdsprachen: Die Vokabeln nicht in der eigenen Schreibweise notieren. In der thailändischen Sprache gibt es kein sch oder englisches sh, so notieren sich die Studenten das sch oder sh als tsch oder ch (choo chang ช) und sagen konsequent Fitsch für Fisch und chip for ship. Es gibt zum Thema Thais sprechen Englisch noch vieles mehr, für heute nur noch eins: Ein L am Ende des Wortes oder der Silbe wird als N ausgesprochen, so halt auch im Englischen. Das klingt dann so: „There is a botten in the midden of the taben.” Ein andermal mehr darüber.

Zum Abschluss noch etwas Persönliches

Erich mit Sohn Michael (Mike), 1980, und mit Tochter Emma, 2013

Die Decke strickte meine Mutter aus Wollresten etwa um 1965, schätze ich.

Und HURRAH, ich habe heute seit ewig wieder einmal Brot gebacken, und es wurde sehr gut, Ciabatta von magentratzerl via myfoodprints. Ich backe weiter.

Die Musik heute

The Best Of Antònio Carlos Jobim, 2014

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Gedämpfter Granatapfel-Fisch mit Erdnuss-Sauce Plaa Tabtim

Plaa Tabtim Neung Tao Tschiao heisst das Gericht auf Thailändisch, Plaa = Fisch, Tabtim = Granatapfel, Neung = dämpfen, Dtao Chiao = Thai Erdnuss Sauce. Der Plaa Tabtim, ein gefälliger, farblich der Rotbarbe oder dem Red Snapper ähnelnder Zuchtfisch, ist einer der beliebtesten Süsswasserfische Thailands. Mehr über den Fisch später.

Die Beilage vorbereiten wie folgt:
– 3 Zweige grossblättriger Koriander, gehackt
– Ingwer, dicker Daumen, in 4-5 cm lange Streifen geschnitten
– 5 Frühlingszwiebeln, in 4-5 cm geschnitten
– 5 Zehen Knoblauch, grosse, geschnitten
– 3-5 dünne rote Chili, längs geschnitten (orig. 1 fingerlanger Chili, nicht so scharf, fein schräg geschnitten)
-3 EL Thai Erdnuss-Sauce (Dtao Chiao)
– 2 EL Thai Austern Sauce
– 1-2 TL weisser Pfeffer, gemahlen
– 2 TL Zucker
– 3 TL Sesamöl
Obiges zusammen geben und in einer Schüssel mischen.
Miao gab noch Pilze zu, gehört nicht zum Rezept, aber schmeckt gut.

Den Fisch ganz oder in Stücken in den Dampfeinsatz geben und dämpfen. Nach 10 Minuten die Mischung über den Fisch oder die Fischstücke geben und 5 Minuten weiter dämpfen. Fertig.

So etwa essen wir dies als leichten Lunch. Im Teller steamed rice, rechts eine Portion Fisch mit Beilage, das kleine Schälchen mit Nam Prik (Dip aus gegrillten zerstampften Chili), dazu etwas Trauben und Wassermelone. Ich esse die Früchte gerne zusammen mit dem Reis, Miao lieber als Nachtisch.

Der auch Red Tilapia oder Pink Ruby genannte Oreochromis niloticus Hybrid ist ein in Thailand entwickelter Buntbarsch. Die Nile Tilapias sind heimisch von Aegypten bis Ost- und Zentralafrika. Der Tabtim stammt von Fischen, die der damalige japanische Kronprinz Akihito 1965 HRH König Bumiphol geschenkt hatte. Der König hielt die Fische im Palast und gab den Namen Plaa Nin (eigentlich Nil, darüber aber ein anderes mal), bedeutend Dunkler Saphir. Der Plaa Nin wurde später über das Fischerei Departement zur Zucht an die Aquakultur-Farmer übergeben. Im Gegensatz zum Tabtim ist er grauschwarz. 1989 übergab der Hof dem Agro-Konglomerat CP (Charoen Pokbhand) die Weiterzucht mit dem Ziel besserer Ausbeute bei höherem Nährwert. Nach 10-jähriger Entwicklung durch Kreuzung und Selektion entstand der heutige Tabtim mit seiner rötlichen Haut.

Das sind Plaa Nin, Nil-Fische, die wir letztes Jahr aus dem Fischteich von Miaos Vater fingen. Diese sind sicher weniger bedenklich zu konsumieren als die Fische im Handel, die ausschliesslich aus gewerblichen Zuchten stammen, wo Tausende Fische eng zusammengepfercht vermutlich unter Einsatz von Hormonen und Antibiotika gemästet werden. Sogar ein Farang schrieb in einem Forum, er gebe seinen Fischen regelmässig “medicine“, alles sei bestens.

In diesem Fischteich, am Waldrand gelegen, wird nur etwa wöchentlich ein bisschen Futter reingeschmissen, sonst Bananenblätter und anderes Grünzeug, welches vermodert und Nährstoffe in den Teich bringt.

Ich schrieb meine Eindrücke damals auf, siehe unten.

Und noch anderes aus Thailand

Die Fischteiche

Zwei handbemalte Tafeln sind an Kokospalmen genagelt, „Privat, Fischen verboten“, aber sie genügen vermutlich nicht, sind eher eine Einladung an Strolche. Von diesen wird jedoch angenommen, Arbeit sei nicht so ihre Sache, und deshalb schwimmen im Teich, über die gesamte Teichoberfläche verteilt, Bambusstauden mit sperrigen Ästen, die Netzfischen verunmöglichen.

Der Teich ist im Juni fast leer, füllt sich aber während der Regenzeit bis zum oberen Rand. Bei diesem Wasserstand wird gefischt ohne Schwimmen, klar.

Vor dem Fischen heisst es schwimmen, die bis 5 Meter langen Stauden aus dem Teich zerren und mühevoll an die steile Böschung werfen. Das Netz wird im Zickzack durch das Wasser gespannt, mit Stangen wird auf das Wasser geschlagen in der Erwartung, die Fische würden ins Netz schwimmen, was einige wie gesehen auch tun, wobei die kleineren durchschwimmen und die grösseren sich darin verfangen. Einen Tüllbeutel in der einen Hand, oft, wenn beide Hände gebraucht werden, auch im Mund haltend, befreit der Fischer die im Netz verhedderten Fische und verstaut sie im Tüllbeutel.

Nach dem Einziehen des Netzes geht es auf zur Garneelenjagd. Ein Schleppnetz von etwa 2 auf 4 Metern, befestigt an Bambusstangen, wird von zwei Schwimmern durch den Teich gezogen. Darin bleiben hunderte von kleinen Shrimps hängen, wie auch ein Dutzend oder mehr kleine Fische. Letztere, sofern grösser als etwa 3 cm, werden herausgeklaubt und wieder eingesetzt. Die Shrimps und die Fischchen, zwischen 1 – 4 cm klein, werden zu äusserst schmackhaften Gerichten zubereitet.

Vor dem Weggehen werden die Bambusstauden wieder im Teich verteilt, in der Hoffnung, faule Diebe suchten deswegen einen anderen Teich für ihren Fischzug. Trotz dieser Massnahme war der eine der beiden Teiche annähernd ausgefischt. Jeder im Dorf weiss, wem welcher Teich gehört, und es wäre interessant zu wissen, wer wo gewildert hat.

Hier zum Abschluss unser neu angelegter Teich, 20 Minuten von zuhause, beim Einfüllen, noch ohne Fische. Wir liessen das Reisfeld nach der Reisernte auffüllen, und statt das Schüttgut teuer herzukarren, liessen wir den tiefen Weiher ausbaggern.

Die Musik heute

Maria Bethânia, Tua, 2013

Sie ist mittlerweilen eine gesetzte Dame geworden, etwa in meinem Alter, singt aber immer noch sehr gut.

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Litschi Konfi – Lychee Jam

Meine Mango-Marmelade war etwas auf der dünnen Seite, und da kein Gelierzucker zu finden war, musste Gelatine ran. Nach Anleitung seien die 12 Blätter einzeln einzuweichen. Einzeln, eins nach dem anderen oder alle 12 nebeneinander auf einem Backblech? Anyway, es war etwas mühsam, die erste Packung endete kleinenteils im warmen Litschi-Zucker-Sud, grösstenteils jedoch im Ausguss, weil die Blätter bereits so aufgeweicht waren, dass ich sie nicht mehr fassen und schon gar nicht „leicht ausdrücken“ konnte, wie es auf der Packung stand. Beim zweiten Anlauf klappte es besser, nur 2-3 Blätter aufs mal.

Gelatine wolle sowieso niemand in der Konfitüre, schrieb jemand, Agar Agar oder Pektin sei das richtige Mittel. Wieso schreiben aber Leute von veganer Konfitüre? Falls Gelatine ohnehin nichts in Marmelade verloren hat, wären ja alle Marmeladen vegan, oder sehe ich dies falsch, denn Pektin kommt üblicherweise von Pflanzen, zB von Äpfeln, und Algen sind für mich auch keine Tiere. Oder geben manche Schweinsbrät in die Konfi, damit Veganer sie nicht essen können?

Also, ich nahm 1 kg geschälte und entsteinte Litschi (und min. 500 g in den Mund) und 600 g Zucker, kochte die Mischung kurz, um sie dann im Mixer – muss Zauberstab haben – klein zu kriegen, aber immer noch mit klar erkennbaren Fruchtteilen. Weiter gekocht, aber es sah schon da nicht sehr appetitlich aus. Als ich dachte, es reiche nun, kam die Gelatineübung, 12 Blatt Gelita Gelatine aus DE, umrühren, auflösen, nicht mehr kochen, denn so las ich im Internet, abfüllen in 4 Gläser und ein Rest. Optisch nicht akzeptabel, wer will weisse Konfi, und nach dem Abkühlen immer noch etwa so dickflüssig wie Sahne.

Zurück in die Pfanne, 120 g Orangeat dazu, ausdauernd köcheln, abfüllen, aha, 3 Gläser und ein Rest, schöne Optik, nicht mehr eklig weiss. Aus dem Kühlschrank ist das Produkt nicht optimal streichfähig, tendiert eher in Richtung Haribo, mischen mit der etwas dünnen Mango Konfi hilft, auch Zugabe von etwas Wasser, perfekt.

Die Foodblogger merkten es längst: Hier schreibt einer von seinem Dilettieren. In der Schweiz, mit Gelierzucker, war es einfach. Hier werde ich es nächstes mal mit Pektin versuchen, muss nur welches finden, die Hoffnung ruht auf dem Bakermart.

Ratschläge für erfolgreiches Basteln von Konfitüren werden dankbar entgegen genommen.

Und noch anderes aus Thailand

Kleidermarkt

Ich war schon an einigen Orten auf dieser Welt und bin beinahe im Rentenalter, aber nie vorher sah ich so etwas. Dieser Markt für gebrauchte Kleider ist nicht neben einem Flüchtlingslager entlang der burmesischen Grenze, er ist in Chiang Mai, einer Stadt mit Agglomeration von über 1 Million Einwohnern. Gerne hätte ich die Schuhe ausgezogen und in den Koben nach einer Trouvaille gewühlt, aber Miao meinte, es mache sich nicht gut für mich als anständig aussehendem Farang (vergammelte gibt es hier auch).

Kaa – Galangal – Galgant

Wie hier ab und an geschrieben, essen wir (fast) alles, auch diese Blüten.

Miao dämpft sie kurz im Steamer, gegessen werden sie als Gemüse-Beilage.

Sie schmecken ähnlich wie die Knolle, weniger intensiv, interessant.

Einer der 3 Galgantbüsche in unserem Garten, Galgant (dtsch.), Galangal (engl.), Kaa (thail.), ähnlich dem Ingwer.

Die Knollenwurzeln sind das Hauptprodukt, eingesetzt als Würzmittel, gestampft, gerieben, kleingeschnitten, je nachdem.

Militär-Putsch

Ausserhalb Bangkoks ist es ruhig, auch im Norden und Nordosten des Landes mit vielen Anhängern der Partei der entmachteten gewählten Regierung unter Frau Yingluck Shinawatra, die vom früher abgesetzten und verurteilten Premier Thaksin aus dem Ausland ferngesteuert wird. Das sage nicht ich, es wird von der Partei offiziell so kommuniziert “The Pheu Thai Party opted for quiet mode on Friday, waiting for directions from former prime minister Thaksin Shinawatra, a party source said.” Ähnlich wie die SVP und Blocher, nur ist Blocher nur abgewählt, nicht im Exil und nicht verurteilt.

Auch hier in Chiang Mai sehen wir kaum Militär, ab und an 2 Soldaten an der Strasse, das Leben geht normal weiter, ausser dass McDonalds, 7-Eleven, Lotus-Express, etc., um 21 Uhr dicht machen, statt rund um die Uhr offen zu halten. Ja, auch die Barhopper und andere Nachtschwärmer müssen um 22 Uhr von der Strasse, also bis morgens um 5 labern und trinken oder früh nach hause. Thai TV kommt wieder normal, ausländische sind vorerst noch gesperrt.

Für erholungssuchende und an Land und Leuten interessierte Touristen gibt es keine negativen Folgen, da sie ohnehin um 22 Uhr im Gasthaus sind. Die Sperrstunde gilt beispielsweise nicht für Fahrten vom und zum Flughafen, dessen Betrieb normal weiter geht. Jetzt scheint mir die beste Zeit, im Reisebüro eine Pauschalreise Flug und Hotel für Thailand zu buchen, die Nachfrage hat sicher massiv nachgelassen, und die Flüge sind bereits gechartert, die Zimmer gebucht.

Kochen für Emma

Zum Abschluss nochmals Food: Steamen für Töchterchen Emma,
8 Monate.

Im Garten, fotografiert vor der schattigen Hauswand.

Die Musik heute

Miles Davis Quartet, Cookin’, 1956

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Tortilla Rucola – Gourmandises – Lychee

Es ist keine Tortilla Española, aber Eierstich, wie ich das nenne, ist auch unpassend. Toettchen nannte es Pudding, bei ihm mit Spinat. Ich folgte Toettchens Rezept weitgehend, Abweichungen:
– 300g Grossblättrige Rucola statt Spinat, sagt der Titel bereits
– 60 g trockene Brotwürfel mit Rinde + 90 g Milch, Rahm wie T.
– Schnittknoblauch statt Peterli (hatte keine Peterli, mag Knoblauch)
– 50 g Parmigiano statt Sbrinz
– 3 statt 2 Eier (ich brauche Kraft)
– schwarzer Pfeffer (Kolonialwaren Schwarzenbach ist zu weit)
– ohne Umhüllung (grossblättrige Rucola hat kleine Blätter)

300 g Rucola gibt einen rechten Haufen, grauer Fett-Topf meiner Grossmutter in der einen Ecke, in der anderen das Einmach-Glas mit dem fermentierten Fisch (Pla Raa).

So ass ich das, als leichten Lunch, mit Jasmin-Reis und Muh Daet Diau, Schwein allein im Sonnenschein. Der Rest des Kuchens ergab aufgewärmt im Microwave einige gute Bissen zwischendurch. Danke für das Rezept, Gerd, es animiert mich zu Versuchen mit diversen Thai Gemüsen und Fleisch/Gemüse Kombinationen.

Zum Grossblättrigen Rucola: Ich säte ein ganzes Beet an, und es hiess auf der Tüte „Ausdünnen auf 4-5 cm“, was ich aber nie musste, denn es keimte fast nichts, wie erwartet, denn diverse Samen, die ich aus der Schweiz mitgebracht hatte, keimten sehr wenig oder gar nicht, auch kurz nach dem Kauf und vor Ablauf, vermutlich wegen der Durchstrahlung des aufgegebenen Koffers.

Es reichte aber vorher zu Rucola Pesto, mit gehackten Cashew Nuts statt Pinienkernen, super gut zu Pasta, heute statt Mango Jam als Zugabe zu Joghurt, schmeckte mit etwas Salz ausgezeichnet zum Vor-Frühstück.

Und noch anderes aus Thailand

Gourmandises Indochinoises

Wikipedia: La gourmandise est un désir d’aliments jugés particulièrement agréables, que certains moralistes et certaines doctrines religieuses peuvent considérer comme un défaut ou une faute.

Das isst man hier, ich auch, man kann sich daran gewöhnen.

Er sieht recht nahrhaft aus, der gebratene Käfer. Feinfühlige klauben den Kopf und die Beine ab, bevor sie die Gourmandise genüsslich in den Mund schieben.

Die “richtigen” Frösche heissen Gop hier, dies sind Kiat, Laubfrösche vielleicht, zu Miaos Eltern gebracht durch einen Nachbarn, der sie in der Nacht mit der Taschenlampe gefangen hatte.

Fein gehackt, ohne vorheriges Ausnehmen notabene, und wie Hackfleisch gut angebraten, konnte ich sie relativ problemlos essen – was tut man nicht alles der Liebe zuliebe. Als sie grob zerhackt und als Gaeng Ohm (Curry, Stew) serviert wurden, zog ich es vor, mich unauffällig anderer Gerichte zu bedienen. Aber chic sehen sie aus, ungekocht, oder noch schöner lebend.

Besuch im Isaan

Mahlzeit mit Miaos Eltern. Meist wird am Boden sitzend gegessen, und bei Klebreis als Beilage, wie hier, isst man und frau mit den Fingern, flüssige Speisen werden mit dem Löffel genommen oder mit Klebreis getunkt, breiige mit Klebreis aufgefasst wie ein Dip.

In der Mitte eine klare Suppe mit Gemüse, u.a. mit Rettich und Brätklösschen, rechts Nam Prik (Dip mit getrockneten Chili), im Uhrzeigersinn rohe Auberginen (Maköa Puang), BBQ-Drumsticks und am Spiesschen gegrillte Hühnerleber, ein letztes Stück gelber Kürbis, die Schale mit den Käfern, Dip mit gestossenen angegrillten Auberginen (Tab Maköa Yao), Maiskolben, Gaeng Kilek, blanchierte Auberginen (grössere Maköa Pro und kleinere Maköa Puang).

Interessant ist Paak Kilek, das Gemüse des Curries zuoberst auf dem Kantok (Tischchen). Das „Gemüse“ kommt von einem Baum oder Strauch. Wer auf dem Land wohnt, hat es selbst am Zaun oder frägt den Nachbarn.

Etwas unterhalb der zweitobersten Verzweigung wird geschnitten und alles verwendet. Der bis 12 m hoch wachsende Strauch/Baum heisst auch Cassod Tree oder Iron Wood, Bombay black-wood, u.v.a.m., hier ist mehr Information.

Lychee (Litschi) im Garten

Erntezeit. Der Baum trägt das erste mal seit wir hier wohnen.

So sahen die Früchte vor einigen Wochen aus ….

…. und so gestern. Eigentlich sollten sie etwas röter sein, aber da wir nun ab und an Regen haben, tendieren sie zum Aufspringen, so dass ich sie jetzt laufend ernte. Sie sind jedoch auch so schon sehr gut, noch nicht zu süss.

Auf der etwas labil gestellten Bockleiter dachte ich beim Ablesen an die regelmässigen Meldungen in der Zeitung von Grossvätern, die beim Kirschenpflücken von den Leitern fielen, und ich dachte an die unkorrekte Meldung in Blick oder 20 Minuten „Rentner in Thailand beim Pflücken von Lychee verunfallt“, wo ich doch noch gar keine Rente erhalte.

Genug für heute. Da ich sehr beschäftigt bin mit allem möglichen, wie es Leuten im sog. Ruhestand – Robert und Gerd kennen das gut, nehme ich an (!) – so geht, bei mir die die junge Frau, kleine Tochter, der Hausbau, komme ich kaum zum Bloggen, also schreib ich weniger oft, aber dann halt mehr. Im letzten Bild ist die Bauabschrankung und oben rechts durch das Laub das Dach des neuen Hauses zu sehen. Über den Hausbau hier könnte ich auch berichten. Okay, wenn gerade nichts anderes ansteht und ich Musse habe.

Die Musik heute

The Civil Wars, Live at Eddie’s Attic, 2014

Vielleicht funktioniert das Reinhören