Kombucha aus Grün- oder Oulong-Tee

Für mich ist Kombucha nur eine Spur mehr als ein leicht bis stark säuerliches sehr erfrischendes Getränk, das wir jedoch nicht den ganzen Tag trinken, sondern mit Genuss und ein wenig auch in der Hoffnung, etwas gutes für die Gesundheit zu tun. Für andere ist Kombucha beinahe ein Heilmittel, ja, wie jemand schrieb: „Ein Lebenselixier aus der Schatzkiste östlicher Volksheilkunde, ein Überlebensmittel für gesundheitliche Notzeiten“😉. Für was Kombucha gut sein soll kann im Internet nachgelesen werden, nicht alles ganz ernst zu nehmen. Mir schmeckts jedenfalls.

Zubereitet wird es mittels Fermentation, leicht zuhause durchführbar.

Zutaten
1.75 Ltr Grün-Tee oder Oulong-Tee, Minze soll auch funktionieren
140-180 g Zucker (grösstenteils bei der Fermentation abgebaut)
1 Kombucha-„Pilz“
ca 200 ml fertiges Kombucha-Getränk
1 Glasgefäss 2 Ltr
7-10 Tage Zeit
ein ruhiges Örtchen

Zwei der obigen Zutaten sind nicht gerade so im Supermarkt erhältlich, nämlich zubereiteter aktiver Kombucha und der Pilz, der nicht ein Pilz sei, sondern es handle sich um verschiedene Hefen und andere Mikroorganismen, mehr im Wikipedia. Beides kann im Internet, zB im Ricardo oder Ebay, beschafft werden, für eine CH-Zehnernote oder ein bisschen mehr. Hat man das mal, vermehrt sich die Sache über die Zeit und wer will, kann mit Weiterverkauf der Pilze die Auslagen wieder einspielen, oder den Kombucha in grösserem Masstab produzieren und vermarkten. Mir reichen die 2x 2-Ltr und 1x 1.5-Ltr Gläser für konstanten Nachschub. Da ich etwas länger fermentiere, manchmal bis 14 Tage, gibt mir dies etwa einen halben Liter Kombucha pro Tag.

Zubereitung
Den Tee angiessen wie üblich, Zucker zugeben, auflösen, auskühlen lassen, absieben.
Den „alten“ Kombucha-Ansatz ins Glas giessen, mit ausgekühltem Tee auffüllen bis fast zuoberst, gerade so bevor sich der Querschnitt verengt, dann den Kombucha-Pilz möglichst schön flach obenauf gleiten lassen. Wenn er absäuft ist es auch nicht tragisch, es bildet sich während der Fermentations-Zeit ein neuer Pilz an der Oberfläche.
Glas mit einem Stofftüchlein abdecken und mit einem Gummiband festhalten – ich begann mit Kombucha als Einsatzzweck für die von Konfirmations-Geschenken überzähligen Nastücher. Glas an einen ruhigen Ort stellen, darf auch sonnig und im Winter auch warm sein, zB etwas oberhalb einer Heizquelle.
Nach etwa 6-7 Tagen, darf auch 14 sein, je länger je säuerlicher, den Pilz oben wegfischen, unter Wasser abspülen und allenfalls vorhandenes bräunliches Gefaser oder Gezottel wegputzen oder wegschneiden und den Pilz zusammen mit etwa 200 ml Kombucha in eine Schale geben, beiseite stellen für den nächsten Ansatz.
Den verbleibenden Hauptteil des Kombucha  durch ein Sieb oder Tuch leeren, damit die Pilz-/Hefe-Reste und sich am Boden befindlicher alter Pilz abgetrennt werden. In eine 1.5-Ltr PET-Flasche füllen und ab in den Kühlschrank. Fertig.

Bemerkungen

  • Lagerung der Pilze während Abwesenheit, Ferien, etc:
    Pilz zusammen mit den 200 ml Kombucha in ein Glas, abdecken mit Tüchlein, festhalten mit Gummi, in den Kühlschrank. Wir haben einen Pilz so für 4 Wochen erfolgreich gelagert, der neue Ansatz kam gar besser raus.
    Auch erfolgreich praktiziert: dito in Plasticbeutel im Gefrierschrank für lange Zeit (Beutel in Kunsstoffbehälter bis es gefroren ist, dann Behälter wieder rausnehmen)

  • Die Pilzbildung ist nicht immer gleich, und deren Abhängigkeit von Einflüssen konnte ich bis jetzt nicht eruieren. Das soll jedoch nicht beunruhigen. Ob es ein ein dünnes Häutchen von weniger als 1 mm Dicke (links) ist oder ein 5 mm dicker Lappen, fast wie weicher Silikon (rechts), hat keine erkennbaren Unterschiede in der Qualität des fermentierten Getränks gezeigt.
  • Bis die Flasche im Kühlschrank leer ist kann die Fermentation reduziert weiter gehen, da noch Reste von Mikroorganismen vorhanden sind, und es können sich weisse „Pilz“-Fäden bilden. Manchmal siebe ich diese ab, manchmal nicht, geschehen ist mir dabei nichts und ich habe auch nichts negatives darüber gelesen.

3 thoughts on “Kombucha aus Grün- oder Oulong-Tee

  1. @indiepwr: You probably haven’t done it correctly, I assume. Hygiene is the point. From your blog post, where I and all others who do not have a login to your blog cannot comment, I conclude it could also be the further fermentation, what you call „carbonization“. That sounds like BS to me. Without pressure it’s not possible to get a bubbling drink. In the alcohol fermentation, CO2 is produced, but wine is not sparkling unless it’s done under pressure. 6-7 days fermentation is sufficient for kombucha.
    Anyway, I also do not make it any longer🙂

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