Im Schweisse Deines Angesichts …

sollst Du Dir dein Brot verdienen … und mit Blasen an den Händen. Aber eben, auch ohne Vertreibung aus dem Paradies wäre die Kartoffelernte ähnlich, die wüchsen auch dort nicht auf den Bäumen, und Adam hätte sie für Eva ausgraben müssen, so wie ich, hätte es sie in Eden denn gegeben.

Erntetag schöner Tag, ja, und man sinkt am Abend müd ins Bett. So schlimm war’s auch wieder nicht, und Freude macht es natürlich gewaltig. Hier einige Impressionen.


Kartoffelbeet bei Arbeitsbeginn, das Kraut beinahe vertrocknet, zu spät oder zu früh?


So lagen sie dann nach dem Aufbrechen der Erde da, weniger als erwartet, vermutlich wegen Blattfäule, die ich mit Spritzmittel vor einigen Wochen stoppen musste.

Ein Houdini jr. fragte hämisch, ob das wohl im Mittelalter viel anders gemacht worden sei! Und das mit Abitur; hat noch nie was von Kolumbus gehört; wie Studi, der TV-Koch, der beim Polenta-Vorkochen im CH-Fernsehen die Nation aufklärte, Mais sei das Grund-Nahrungsmittel der alten Römer gewesen.

Dann diese Papiertüte, stellt Euch das vor, darnieder nach getaner Arbeit, muss ich lesen, für wie wenig Geld ich letztes Jahr Kartoffeln kaufte. 2 Stunden allein nur ausgraben, geschweige denn das Umgraben, Saatkartoffeln stecken, ja die Kosten für Saat und das …..

… für 37 kg Kartoffeln, eigene, macht grosse Freude und lohnt sich allemal.

Um den Tag noch weiter aufzupeppen schnitt ich diesen Prachtskerl, der wohl bald geplatzt wäre.

Ein volles Körbchen im Dampfkochtopf und noch mehr davor; auch Gärtnern macht Freude, nicht nur Kochen, Backen und Essen.

Begleitmusik beim Blog-Erstellen


Jethro Tull, Original Masters, 1985

Bob Dylan, Blood on the Tracks, 1975
… Blood, Sweat and Tears hätte besser gepasst😉

8 thoughts on “Im Schweisse Deines Angesichts …

  1. wer reimt der leimt, aber das passt doch nicht
    zur lieben kochundbackoase
    doch eher die Fata Morgana im Licht
    der heissen Sonne, und der Hase …
    .. was reimt sich denn auf die Oase?

    Ich überlass das Reimen doch lieber den Könnern und lass das Dilettieren

  2. Sivie… Ja, jetzt, nachdem ich nachschaute, wieviele ich gesetzt hatte, bin ich wieder zufrieden. Beim Ernten schien es mir einfach wenig, du stichst ein, brichst um, nur ein paar Kartoffeln kommen zum Vorschein.
    Also: 2.8 kg Saatkartoffeln brachten 37 kg Ernte, das ist wesentlich mehr als letztes Jahr, wo ich 25 kg aus 2.5 kg erzielte.

  3. Das ist doch wirklich eine Menge!

    Unsere lasse ich noch ein paar Wochen in der Erde, denke ich. Ich habe aber nur ein paar einzelne Kartoffeln gesteckt, da reicht die Ernte wahrscheinlich für ein, zwei Gerichte…😉

  4. Ich kann mich noch an die Kartoffelernte meines Vaters erinnern. Dieser Geschmack der kleinen Kartoffeln, mit Speck gebraten – herrlich! Die Mutter meines Vaters kam dann immer extra vorbei, um all die kleinen Kartöffelchen, die zum Sofortverzehr gedacht waren, in einer ellenlangen Prozedur schälte. Aber am Ende, dieser Geschmack – unvergesslich.
    Schön, dass Du Dir die Mühe machst, Kartoffeln anzubauen. Ich hoffe, sie schmecken Dir genau so, wie sie mir damals schmeckten. Und Deine Musikauswahl stimmt mich wieder einmal froh – habe gleich „Blood on the Tracks“ aufgelegt – geniale Platte.

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