Macceroni Francesca

Es gibt Fettuccine Alfredo, also wieso nicht auch Macceroni Francesca. Sie, die kleingewachsene Francesca, kam aus Palermo und wohnte für ein Jahr in der WG eines Houdini jr. in der Schweiz, als Austausch-Studentin in Industrial Design, und sie kochte aus Heimweh Gerichte, die sie von Mamma und Nonna kannte, u.a. auch jede Sorte von Pasta mit Gemüse und Pangrattato, oder eher Briciola di Pane, nämlich nicht unbedingt schönes Paniermehl aus der Fabrik, sondern selbst gemahlene trockene Brotreste. Lamiacucina kennt da vermutlich einen besseren Ausdruck, denn ich holte die beiden vom Leo. Francesca kann ich nicht fragen, denn sie ist zurück in Sizilien, und mein Sohn erzählte mir erst gestern von ihren Brotbrösmeli-Pasta.

Also, die Sache ist simpel. Man dämpft ein Gemüse, in meinem Fall Blumenkohl – der geneigte Leser weiss wieso – in Olivenöl.

Nachdem man in einem Tässchen 2-3 EL Sultaninen in Sherry eingeweicht hat, gibt man diese zum Gemüse, zusammen mit 2-3 EL gerösteten Pinienkernen – in meinem Fall, mangels Pinienkernen, Sonnenblumen-Kerne (auch gut). Zu guter Letzt kommt noch ein Becher Sahne dazu, zB 200g, oder nach Belieben.

Wenn es soweit ist, die al dente gekochten Macceroni in die Gemüsepfanne geben und alles schön mischen. Im Teller wird über die Macceroni-Blumenkohl-Kerne-Sultaninen-Mischung etwas Pangrattato gestreut, siehe grösseres Bild oben. Die Parmesan-Späne hab ich leider fürs Foto vergessen.

Bei uns gab’s Paniermehl aus der Fabrik, leider, weil wir immer alles Brot verwerten, für uns, nicht für Tiere. Meine Mutter hat etwas erreicht mit Ihrem Ausspruch: „Brot ist nie hart, kein Brot ist hart“, mit Betonung auf kein Brot (haben). Nun kenne ich einen weiteren Verwendungszweck, nebst Croutons oder „Alte Maa“, „Vogelheu“, etc.

Begleitmusik beim Blog-Erstellen
Tuna de Derecho Universidad de Alicante, Vamos de Tuna, 1996, mangels sizilianischer Musik, y porque tengo gusto de Tunas

5 thoughts on “Macceroni Francesca

  1. Lecker! Ich kenn’s mit dunkelbraun geröstetem Pangrattato gemischt mit geriebenem Pecorino. So serviert auf diversen Liparischen Inseln, nördlich in Blickweite von Sizilien, in kleinen Kaschemmen, wo die Familie der Eigentümer am Nachbartisch die Pasta herunterschlingt. Und mit wildem Fenchel dazu, den man bei mir leider in keiner Grünanlage findet.

  2. Tuna de derechos? Und das aus Alicante? Y además se habla español?
    Rührt das von einer speziellen Beziehung zum Ort/Land/zur Musik? Nur weil das kulinarisch noch nicht erkennbar war… Auch wenn die Nudeln sich sehr lecker lesen.

  3. Hablo un pocito, pero he olvidado casi todo porque no tengo ninguna práctica.
    In Alicante war ich nicht, aber in Salamanca für 3 Wochen an einem Spanischkurs, vor 10 Jahren, da spielten jeweils gegen Mitternacht Tuna-Gruppen auf der Plaza Mayor, und das gefiel mir so gut, dass ich eine CD kaufte. Ich denke, es waren kaum Jura-Studenten aus Alicante, eher kaufte ich einfach eine CD in einem Laden. Der typische Sound gefällt mir noch immer sehr.

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