Safran-Zucchini

In einigen Blogs las ich, Zucchinis seien fade und unbeliebt. Sie weisen sicher nicht das Aroma auf wie teils andere Gemüse, die nur Salz und Pfeffer brauchen, um gut und artentypisch zu schmecken, aber einen Geschmack haben sie schon, roh als Salat oder grilliert oder aus dem Ofen oder gedämpft, im letzteren Fall vorteilhaftereise gut gewürzt. Trotz Unbeliebtheit werden sie auch von Verächtern eingesetzt, beispielsweise als Füllmittel für Marmelade, wie man lesen konnte.

Im Rahmen unserer Zucchini-Verwertungs-Kampagne dachte ich kürzlich an Safran, OK, warum nicht auch für Zucchini, macht erst noch das Weiss zu Gelb, passt gut zu Grün.

Zucchini sollten wir nicht missachten, denn sie haben vieles, was ein Gemüse ausmacht, und dazu einen ausgesprochen milden Geschmack. Aus einer Internet-Site kopierte ich folgende Angaben:

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Inhaltsstoffe: Viel Betakarotin, Vitamin C, Folsäure, Kalium, Kalzium, Phosphor, Mangan, Zink, Selen, Schleim- und Bitterstoffe.
Gesundheit: Zucchini sind besonders leicht bekömmlich und daher für Diät- und Schonkost bestens geeignet. Sie regen Darmtätigkeit an, kräftigen das Immunsystem. Entwässern, entlasten so das Herz, machen schlanke Beine. Wirken gegen hohen Blutdruck, entsäuern den Körper durch Basenüberschuss. Bitterstoffe bringen Leber und Galle in Schwung. Zucchini putzt auch Blase und Nieren, verbessert den Stoffwechsel in der Haut, lindert Gicht. Selen und Karotin gelten als Krebsschutzstoffe.
unquote

Nach dieser Lektüre pflanzen wohl nächstes Jahr alle jetzigen Verächter auch Zucchini, speziell bei Wunsch nach schlanken Beinen, und wer hat den nicht.

Zubereitung
Die Zucchini dämpfen, Safranfäden im Mörser fein zerreiben, mit heissem Wasser oder Bouillon aufnehmen und zu den Zucchini geben, mitköcheln, Abschmecken mit Salz, evtl etwas Pfeffer. Fertig, und im Urteil der Esser überraschend schmackhaft, gegessen zusammen mit braunem thailändischem Vollreis, nicht zu verwechseln mit dem dunklen Klebreis (der sich bei H. keiner Beliebtheit erfreut).

Den schönen Safran erhielt ich im Iran von einem Kunden, nachdem ich am Vortag diesen Damen an einem Seminar begegnet war.

Im Rahmen der Kleiderzwänge bemühen sie sich, schick auszusehen; man beachte die kurzen Mäntel, die Blue Jeans und Frisuren.

9 thoughts on “Safran-Zucchini

  1. ich habe zuerst auf Camarguereis getippt. Gute Idee mit dem Gelb und Geschmack des Safrans. Der link erschliesst hoffentlich noch weitere koloristische Experimente mit zucchinis🙂

  2. Ich liebe Zucchini und wir haben drei Pflanzen für zwei Personen – eine gelbe, die unheimlich viele Früchte hervorbringt und zwei grüne.
    Die Idee mit dem Safran ist toll, werde ich auf jeden Fall einmal ausprobieren und ich bin schon gespannt, wie sich der Safran bei der gelben Zucchini macht.

    Übrigens waren wir im letzten Jahr auch in Iran – eine Rundreise haben wir gemacht. Es war einmalig schön – Du warst beruflich unterwegs? Wir sind immer noch beeindruckt von den Menschen dort, den wunderschönen antiken Stätten und beeindruckenden Landschaften. Das war eine schöne Reise!

  3. Hm, spannende Sache. Safran zu Zucchini kann ich mir noch nicht vorstellen, aber ich probiere es sicher mal aus, auch weil das so schön aussieht.

    Den violetten Klebreis finde ich persönlich wunderbar, aber als Beilage zu Zucchini mit Safranaroma kann ich ihn mir nicht vorstellen. Den braunen Vollreis habe ich noch nie probiert, glaube ich. Ist wohl nicht zu verwechseln mit Vollkornreis? Den wiederum würde ich dann verschmähen …

  4. Ich kenne den Unterschied zwischen thailändischem Vollreis und Vollkornreis nicht. Wir kauften ihn in einem Thai-Shop hier, aber da die Tüte leer war und im Müll muss ich mit der Auskunft warten bis zum nächsten Einkauf. Ich las letztesn Oktober über irgendwas wie Naturreis oder Vollreis in der Zeitung in Thailand, nämlich als massive Verbesserung würde in den Gefängnissen neu nicht mehr dieser Reis serviert, sondern geschälter normaler weisser Reis, aber die Yuppies in BKK würden nun eben diesen kaufen, was die Gefangenen nicht verstünden. Vielleicht ist es dieser?

  5. hm … ist es sowas wie der dunkle Süßreis, wie in der Wikipedia gezeigt? http://de.wikipedia.org/wiki/Reis#S.C3.BC.C3.9Freis
    Gekocht sieht er nämlich anders aus als der Vollkornreis, den ich kenne und nicht schätze (so wie ich Gebäck aus reinem Vollkorn-Weizenmehl nicht besonders mag). Vollwertigen Basmatireis dagegen kann man essen, finde ich. Muss man aber nicht …

    Ach, und gelbe, kugelrunde Zucchini mag ich am liebsten, um zum Thema zurückzuführen …😉

  6. Er sieht dem im Wiki abgebildeten roten C-Reis schon sehr ähnlich. Dort steht allerdings, er komme ursprünglich aus Japan. Ob es nun wirklich der gleiche ist, können wir so nicht sagen. Camargue-Reis sieht auch ähnlich aus, ist aber nach der Beschreibung eine andere Sorte. Nach allem zu schliessen, was geschrieben wurde, denke ich, dieser rote Reis sei nicht nach Deinem geschmack, er hat nämlich Häutchen und so. Das ist aber weiter nicht tragisch, sonst würden alle das gleiche essen wollen.

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