Griess-Schnitten

Dies ist ein Beitrag für den Blog Event „sentimental journey – Essen angestaubt„.

So sahen sie schon damals aus, in meiner Kindheit. Zu jener Zeit interessierte ich mich für alles andere als Kochen, also musste das in Ehren gehaltene Schul-Kochbüchlein der Frau H. Rat bringen und tat es auch, natürlich, bei einem Gericht, das damals zum Standard jeder anständigen Hausfrau gehörte wie die Schoss (Schürze, schweiz.)

Zutaten
1 lt Milch-Wasser 50/50
5-8 g Salz
150 g Hartweizen-Griess
1 Ei

Zubereitung
Milch, Griess und Salz anrühren und zu einem dicken Brei kochen, diesen etwa 1 cm dick ausstreichen, erkalten lassen, in Schnitten schneiden.
Das Ei verquirlen, leicht salzen, Schnitten darin wenden und in Öl anbraten – siehe erstes Bild.

Bei Muttern gab es zu den goldenen Griess-Schnitten standardmässig Apfelmus mit Zimt-Zucker-Mischung obendrauf.
Da ich nicht so auf Süsses stehe, kochte ich ein Ragout mit braunen Champignon und Zucchini (what else?) mit Paprika Edelsüss dazu.

Die Schnitten schmeckten auch kalt am nächsten Morgen zum Frühstück ausgezeichnet.

Begleitmusik zum Blog-Erstellen

Paco de Lucia, One Summer Night, 1984
Hier reinhören in Palenque

9 thoughts on “Griess-Schnitten

  1. Dieser Event ist einfach klasse – ein Dank nochmals an Schnuppschnüss für die Idee; ich finde mich in so vielen Erinnerungen wieder – auch die Griesschnitten gab es bei uns häufig und sie sahen genau aus wie bei dir; nur gab es bei uns meist Rhabarberkompott und wenn die Rhabarberzeit vorbei war, Apfelmuss und Zimt und Zucker dazu……meine Kinder haben das übrigens auch sehr gerne gegessen; nur Herrn D. kann ich nicht ganz so dafür begeistern….:-)

  2. Siehste, wieder was Einfaches. Einfach und lecker. Einfach lecker! Du traust dich ja doch was!😉

    Bei mir gab’s immer Apfelpfannkuchen, Ebbelränzscher in meiner Muttersprache …

  3. Grießschnitten!!! Lecker, ich mag die auch gerne, allerdings in der süßen Variante mit Kompott und Zimt und Zucker.

    Eva hat recht, der Event ist klasse. Überall sprießen die bekannten und fast vergessenen Gerichte wieder hoch. Dieses hier mag ich wirklich auch gerne. Schön finde ich auch das Kochbuch, vor allem der Text und die Berufsbezeichnung auf dem 3. Foto sind bezeichnend. In knapp 50 Jahren tut sich einiges…

  4. Grießschnitten gab es bei uns nie – die Version zum Frühstück nehme ich gerne, vielleicht mit Zucchinikonfitüre – das andere ist Polenta ohne Mais, gell? Herzlichen Dank für Deine Teilnahme am Event!
    @Eva: bitteschön!😉

  5. @Eva .. @Barbara …. finde den Event auch super, macht Spass, die Posts zu lesen un d an die eigenen kulinarischen Jugendfreuden zurück zu denken

    @Sivie… sie schmecken so, wie sie aussehen auf den Bildern, und sie sind simpel zu kochen und in der süssen Version bei Kindern sehr beliebt

    @lamiacucina…. darum das Bildchen

    @Jutta…. falls Du mit „Polenta ohne Mais“ Polenta-Schnitten mit Griess statt Mais meinst, dann ‚ja‘, wenn Du Polenta mit Griess meinst, dann imho ’nein‘, denn Polenta kann auch fester Brei sein

  6. Mmmh Griesspflutten (so heissen die bei uns…) Ich hab gestern den ganzen Nachmittag Heisshunger gelitten, nachdem ich diesen Beitrag gelesen hatte. Klar habe ich mir welche zum Znacht gemacht, mit Apfelmus, Zucker und Zimt. Super, ich schwelge immer noch! Danke für die geweckte Erinnerung!

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