Walnuss-Honig-Brot

Ich behielt die Bilder des vor einigen Wochen in voller Blütenpracht stehenden Sonnenblumen-Feldes beiseite, um sie zusammen mit einem Sonnenblumen-Kerne-Gericht zu posten. Die Blumen sind nun verblüht und warten, bis sie nach dem Austrocknen geerntet werden…. und noch immer ist kein geeignetes Rezept gekocht.

Also wird ohne passendes Rezept hochgeladen, bevor der Winter kommt. Eines der Lieblingsbrote in unserem Hause muss die Lücke füllen.

Zutaten
250g Ruchmehl (Type 1050)
250 g Halbweissmehl (Type 550)
10 g frische Bäckerhefe
12 g Salz
30 g Bienenhonig
350 g Wasser
150 g Walnüsse zerstossen

„Die Walnüsse zerstosse ich, damit das Nussöl im Brot gut zur Wirkung kommt. Ich mache dies mit einem Brettchen, weil so Kraft und Auflagefläche einen guten Druck erzeugen und die Nüsse trotzdem nicht in der Gegend rumfliegen. Drücken, nicht hämmern.

Teig-Zubereitung
Zutaten in der angegebenen Reihenfolge zusammengeben, ausser Walnüsse; die Hefe entweder in Wasser anrühren, wie es viele tun, oder mit den Fingern in das Mehl reiben, d.h. zusammen mit Mehl verkrümeln, wie ich es tue. Von Hand bearbeiten oder in der Knetmaschine 5-6 Minuten auf geringer Stufe bearbeiten lassen, vor Ende die zerstossenen Walnuss-Stücke zugeben und unter den Teig ziehen.

Teig gehen lassen
Den Teig zu einer Kugel formen und in einer Schüssel für 45 Minuten gehen lassen, rausnehmen und erneut eine Kugel formen und nochmals 45 Minuten gehen lassen, bis der Teig auf das doppelte Volumen aufgegangen ist, dann den Teig zu einem Laib formen. Ofen einschalten, auf 250°C stellen.
Den Laib ein bis eineinhalb Stunden gehen lassen, bis er sein Volumen fast verdoppelt hat.

Küchentuch-Trick
Wer von denen, die statt auf einem Backblech auf einem Backstein backen, hatten nicht schon ihre liebe Mühe mit dem Transfer des aufgegangenen Laibes auf die Brotschaufel v/o Einschiess-Brett? Ich sicher, zur Genüge, bis ich die Küchentuch-Methode entdeckte.
Also: der geformte Laib wird zum Gehen lassen auf ein gut bemehltes Küchentuch gelegt und mit einem zweiten Küchentuch zugedeckt. Wenn es soweit ist, nun der Trick, lege ich das obere Tuch daneben, rolle den hoffentlich aufgegangenen Laib mithilfe des unteren Tuches auf den Rücken, lege das Einschiess-Brett nahe daneben und rolle den Laib wieder auf den Bauch, und siehe da, rollt man auf die richtige Seite, so liegt er bäuchlings auf dem bemehlten Einschiess-Brett.
Ihr macht dies sicher seit eh und je so, aber ich brauchte einen Lichtblick, dies zu erkennen und freue mich jedesmal am Umrollen des Laibes, was mich dazu trieb, dieses Pohei im Blog loszulassen – und es steht auch nicht in meinem Brotbackbuch.
Das Umrollen soll schnell gehen, damit der Laib nicht zusammenfällt. Eingeschnitten muss ja auch noch werden.

Backen
10 Minuten bei 250 °C, 30 Minuten bei 220 °C, wer die Kruste weniger hart mag zuerst 225 °C, dann 200 °C.

Begleitmusik zum Blog-Erstellen

Getz/Gilberto, featuring Antonio Carlos Jobim, 1963

ab Vinyl – ja, klingt immer noch besser
hier reinhören

8 thoughts on “Walnuss-Honig-Brot

  1. Das Walnußbrot ist ja wunderbar! Auch wenn keine Sonnenblumenkerne drin sind…😉

    Das erinnert mich daran, dass ich vor Jahren auch einmal ein Brot mit Walnüssen und Honig gebacken hatte, das sehr lecker war. Ich bin kein Brotbackmeister, aber vielleicht versuche ich mich bald einmal an Eurem Rezept.🙂

  2. @lamiacucina…. Noch wichtiger als das Auf’s-Kreuz-Legen des Laibes ist der Backstein im Haushalt-Ofen, der macht den Boden von Broten viel besser, natürlich auch von Pizze, und er ist ein Wärmeträger, der den Ofen beim Einschiessen nicht zu stark abkühlen, resp. die richtige Raumtemperatur rascher wieder erreichen lässt, Wandbleche haben viel weniger Wärmekapazität.
    Ich nahm eine Marmorplatte, 15 mm dick, als Reparaturersatz für Marmorboden in der Garage gefunden, zufällig mit der fast richtigen Grösse, sonst ein Restenstück (Abfall) vom Steinhändler.

  3. Ich bin schon fast überzeugt, mir auch noch Baustoffe in die Küche zu räumen, wo ich doch ziemlich häufig Brot und Pizze backe.
    Walnussbrot mag ich gerne, aber mit gesäuertem Teig … wenn ich das Brot da so sehe, könnte ich es allerdings mal mit Weizenteig ausprobieren.

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