Backers nachgekocht

Kartoffeln mögen Frau H und ich sehr, so haben mich Bilder und amüsante Beschreibung in lamiacucinas heutigem Bericht zum sofortigen Nachkochen veranlasst, mit dem Segen der Mitesserin. Sie haben uns geschmeckt, die Backers, als Probierstücke, jedoch nicht unbedingt zum Wiederholen. Hier will man/frau, vor allem er, neues meist sofort kennen lernen, ausprobieren, Probe essen, Urteil bilden, erfahren mitreden können. In der Wahl gegen eine gute Rösti würde diese gewinnen, was nicht heissen muss, die Backers wären nicht gut gewesen oder könnten durch einen Experten nicht besser gekocht werden und dann die Rösti, Houdini’s Rösti, schlagen.

Mich störte etwas das Mehl. Ich werde einen 2. Versuch mit Rösti-Raffel, d.h. grober als die Bircher, machen, sowohl für die Kartoffeln wie die Zwiebel, dann Ei dazu aber kein Mehl. Das dürfte mir besser schmecken. Ob es dann noch Backers wären? Egal, wenn’s passt.

Zu den Backers wurde Blumenkohl serviert, ein einfaches Mittagsmahl. Sparen will er. Die Bonitäts- oder Vertrauens- und als Folge Börsenkrise, an die er durch das Radio, die TV und die NZZ fast täglich erinnert wird, dröhnen im Unterbewusstsein.

Nichts wie ab in die Zyllis-Reibe mit den Keksen, zu anderweitiger Verwendung. Heute gebraten mit Blumenkohl war die zweite, die erste war als Streusel auf einem Orangen-Salätchen.

Verschiedentlich äusserte ich in Kommentaren die Absicht, den Willen, dieses Jahr selbst Hand anzulegen und die Kekse-Backerei nicht gänzlich Frau H zu überlassen. Als erstes machte ich mich an die kürzlich geposteten (wo denn schon wieder?) Rosmarin Kekse ohne Zucker !! Das „ohne Zucker“ hat mich dazu bewogen, der ich kein süsser Zahn bin. Es ging ganz ordentlich von der Hand, die Kekse sahen ganz leidlich aus, aber sie waren so was von rosmarinig und auch eine Spur zu salzig. Ich hatte mich für die EL an gehacktem Rosmarin aus einer Dose mit trockenem Rosmarinpulver aus dem eigenen Garten bedient.

It goes without saying, da hab ich nicht viel dabei überlegt!! Drei Meter von der Küche steht ein prächtiger Rosmarinbusch, eingepackt aber zugänglich.
Statt als Pasta mit Blumenkohl und Tomaten wurde der gestern geputzte Blumenkohl halt zur Hälfte so verputzt. Das mit den kleinen Pasta kommt noch.

Begleitmusik zum Blog-Erstellen

Herbie Mann, Memphis Underground, 1969
Eine wunderbare LP, wenn man seinen Stil mag, für mich am besten „Battle Hymn of the Republic“.

7 thoughts on “Backers nachgekocht

  1. Mit Mehl bin ich auch ausgesprochen sparsam. Mir ist die schweizer Variante auch zu dick. Ansonsten könnte ich jetzt in die Küche laufen … lecker Reibekuchen backen🙂

  2. @sammelhamster: Ja, aber alles im Rahmen. Meine waren zu brutal rosmarinig, jetzt gut geeignet als Rosmarin-Streusel.

    @Jutta: Vermutlich habe ich sie auf der Spielwiese aufgelesen, denn ich erinnere mich jetzt daran, an die Rauten mit den Gabel-Kerben.

    @kuboase: Aha, zu dick habe ich sie gemacht. Das hat was an sich, wären sie dünner würden sie knuspriger, und das Mehl käme nicht so pampig rüber.

  3. die in Nürnberg waren sehr dünn. Unsre sind etwas dicker, dafür langsam angebraten. Was ich aus den vielen Kommentaren entnommen habe ist: die Kartoffelmasse etwas ausdrücken, ohne Mehl und flach verteilen. Aber den gout roher Kartoffeln verlieren sie nie ganz, drum schmeckt auch uns auf die Dauer eine Rösti besser.

  4. @lamiacucina: Das wegen dünner und ohne Mehl, aber doch mit dem Ei, wirds wohl wirklich bringen. Den Gout von roh gebratenen Kartoffeln mag ich sehr, deshalb ist meine Rösti aus rohen, die von Frau H aus Gschwellten.

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