Quiche und Erbstücke

Bei Chriesi von Almond Corner sah ich eine Spitzkohl-Quiche, die mich veranlasste, nach langer Zeit auch mal wieder eine Quiche zu backen, allerdings mit einem Hefeteig und mit Zucchini, Paprika und einem gekochten Rest von Hackfleisch vom Vortag. Das einzig identische mit der Vorlage war der Guss (200 ml Sahne und 1 Ei) und Backtemperatur/-zeit. Es schmeckte wunderbar.

Weil Helens 89-jährige Mutter in ein Altenheim umgezogen ist, wurde ihre Wohnung geräumt, und es kamen allerlei Dinge zum Vorschein, die uns an früher erinnerten.

Diese Kunsstoffreiben gab es vor 30-40 Jahren auf dem Jahrmarkt zu kaufen. Die ganz rechts muss neuer sein, und sie ist von Betty Bossi, der Muster-Hausfrau aus der Schweiz.

Das war noch Qualität, nicht wie das Nachfolgemodell aus Kunsstoff, das wir haben, bei dem ich oft Bedenken wegen des Antriebshebels kriege, zB wenn ich harten Parmiggiano reibe.

Solche Stahlplättchen hatten wir auch zuhause, in den 60er Jahren, als ich ein Bub war. Mutter legte sie auf die Gasflamme, um bei kleinen Alupfännchen eine bessere Wärmeverteilung zu erhalten, auch zum Braten von Spiegeleiern in emaillierten Portionen-Bratpfännchen. Dass man damit backen soll, weil es energetisch besser sei, als im Backofen, lernte ich erst jetzt. Wegen mangelnder Oberhitze sei ein Flammenwerfer empfohlen. Ach ja, der Grillplausch kann mit dieser Platte auch bei schlechtem Wetter auf dem Gasherd stattfinden.

Die Bilder werden durch Anclicken gross dargestellt, so dass ihr den Text selber lesen könnt, interessant.

My new toy

Kindle Wireless Reading Device, Wi-Fi, 6″ Display

Ein wundervolles Ding, nach längerer Lieferzeit endlich erhalten und fleissig genutzt.

12 thoughts on “Quiche und Erbstücke

  1. Quiche gilt für mich (neben Suppen und Eintöpfe) als DAS Wohlfühlessen im Herbst. Erst gestern gab es Zwiebelkuchen. Eine Quiche mit Pfifferlingen steht auch schon auf der Wunschliste und Deine Variante liest sich auch unwahrscheinlich lecker!

    Hehe, und diese Reiben kenne ich. Mein Papa hatte mal alle möglichen Modelle auf dem Wochenmarkt für meine Mutter (als ganz besondere Überraschung) geshoppt. Mei, hatte die sich gefreut😉 .

  2. Ist schon lustig, wie aus einer Inspiration ein komplett anderes Rezept entsteht🙂

    Schönes Kontrastprogramm übrigens, wenn ich mir die Erbstücke und dei new toy anschaue. Macht das lesen mit dem Ding wirklich Spaß?

  3. Schöne Farbgebung der Reiben, damit bin ich aufgewachsen🙂 Bei meiner Großmutter würde man auch noch 30 Jahre alte Lebensmittel finden – eine gute Hausfrau schmeißt eben nichts weg. Da sie aber die Angst vorm Diebstahl umtreibt, ist der Vorratsschrank genau so tabu wie die Vitrine mit dem Tafelsilber.

  4. Wir führen ein Haushalswaren-Geschäft. Solche tolle Haushaltgeräte gibt es immer noch. Aber nicht in Kaufhäusern, sondern nur im gut sortierten Fachhandel. Dinge die gute Qualität haben und von sehr langer Lebensdauer. Für uns ist es wichtig solche Waren zu führen, wegen der Nachhaltigkeit. Wir hoffen, dass sich die Wegwerf-Gesellschaft irgendwann wieder zur Lange-Zeit-Behalt-Gesellschaft verändert.

  5. Diese Reiben gibt es immer noch, das sind die bei denen man genau einmal ohne Schutz arbeitet und sich dabei den halben Finger abraspelt.

    Feine Quiche! So ein Stückchen mit Salat könnte ich jetzt zum Mittag essen…

  6. Solche Sachen habe ich bei meiner Oma auch gefunden, als die Wohnung aufgelöst wurde. Manches habe ich mir mitgenommen, wie eine uralte elektrische Kaffeemühle, die ich immer noch sehr gerne benutze. Quiches mache ich übrigens auch sehr gerne.

  7. Immer diese Fundstücke, meine Eltern haben/hatten den ganzen Keller voll mit typischen Gerätschaften der Küche, die auch bei Stromausfall (eine offensichtliche Horrorvorstellung für alle dem guten Kochvorgang nicht Abgeneigten!) nichts zu wünschen übrig lassen, alles Handbetrieb, alles Jahrzehnte haltbar, alles sehr sperrig.

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