Gaeng Pli Gluay – Bananenblüten-Curry

Ja, auch aus den grossen Bananenblüten wird Essbares zubereitet. Bekannt sind Salat und das Curry, respektive die Suppe, die hier vorgestellt wird. Die meisten Europäer denken bei einem Curry nicht an etwas Suppenartiges, aber in Thailand sind beinahe alle „Curries“ eine Art Suppe, dünnflüssig. Als gelegentlicher Besucher kennt man Green, Red, Yellow, Masaman, Panäng als Curries, dann noch Tom Yam (Gung, Gai), aber es gibt noch sehr viele mehr, u.a. auch eine klare Brühe mit Gemüse, ähnlich unserer Gemüsesuppe, die Gaeng Dschööt heisst, Suppe ohne Geschmack (!!!!), dabei schmeckt sie beinahe so lecker wie die westliche.

Es ist unwahrscheinlich, dass eine Leserin dieses Gericht nachkocht, obwohl vielleicht Bananenblüten hin und wieder in einem Thai Shop erhältlich wären. Dieser Beitrag ist nicht dafür gepostet, sondern um die Esskultur in Thailand bekannt zu machen, so wie sie eben für die Touristen nicht oder selten zugänglich ist.

Bananenblüten auf dem Markt, etwa so gross wie Ananas. Benötigt werden 2 Stück für ein Gericht für 4 Personen.

In der Thai Küche wird nicht so sehr auf die Anzahl Portionen geschaut. Man kocht eher mehr Gerichte, wenn mehr Leute mitessen.

Die Brühe bereitet Meow mit Schweinebrust (ribs), Knochen gehen auch. Sie nimmt etwa 1.5 Liter Wasser und 1 Würfel Schweinebrühe (ohne MSG, darauf achten wir).

Die farbigen Blätter der Bananenblüten werden entfernt und dann die ersten 2 hellen Blätter ebenso, da sie auch etwas zäh sind.

Der innere Teil der Blüten wird in etwa 3 cm grosse Stücke geschnitten und diese sofort in Salzwasser gegeben, da sie sonst dunkel werden.

Während die Brühe köchelt, werden die wenigen Zutaten vorbereitet. Tomaten vierteln, Chili mit dem Messer quetschen, Chaphlu Blätter halbieren, that’s it. Wenn das Fleisch weich ist, die Bananenblätter, ohne das Salzwasser🙂, zugeben und 5 min weiter kochen, dann die anderen Zutaten, ausser die grünen Blätter, zugeben.

Nach einigen Minuten köcheln mit Salz, Gapi, Zucker nach Bedarf abschmecken.

Halbierte grüne Blätter, Bai Chaphlu, Piper Sarmentosum , vor dem Servieren zugeben, nachdem die Pfanne von der Platte weg, oder hier das Gas abgestellt ist.

Es sind keine Betel-Blätter, sehen ihnen aber sehr ähnlich.

Die Buap Hom (Luffa Aegyptiaca), eine Art Thai Zucchetti, werden in diesem Gericht nicht verwendet.

Zutaten
Schweinerippen, 4-5 cm kurz, hier etwa 500g
2 mittlere Bananenblüten
Tomaten, hier 10 Stck à 4cm Durchmesser
4 Chili wie Bild, grün oder rot
1 tl Zucker, oder weniger
1.5 tl Shrimp Paste (Gapi)
Chaphlu Blätter, gute Handvoll

Thais essen Curries oder Suppen nicht auf oder neben dem Reis, sondern den Reis als Zugabe zur „Suppe“, wie bei uns das Brot. Man löffelt die Suppe und nimmt sich ab und zu oder nach jedem Löffel Suppe einen Löffel Reis. Hier typisch noch ein aufgewärmtes Curry von der letzten Mahlzeit.

Zuhause essen alle die Suppe(n) aus den Schüsseln, in gehobeneren Restaurants werden Suppentassen serviert und es wird aus der Schüssel geschöpft.

Gapi, Shrimp Paste,
erhältlich in jedem Thai Shop
Bananenstauden in unserem Garten, dahinter ein Teakbaum
Unsere Chaphlu wachsen hinter dem Haus, wuchern wild
Ein Blick in den Garten, Papaya links, Dragonfruit an den Betonpfählen, Passionfruit mit „Dach“, Pak Gat Guangtung hellgrün am Boden, neu angesät

Begleitmusik beim Blog-Erstellen

Pat Metheny, One Quiet Night, 2003

Vielleicht funktioniert das Anhören

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7 thoughts on “Gaeng Pli Gluay – Bananenblüten-Curry

  1. Kannte ich bis dato nicht, liest sich aber interessant. Ich nehme es gerne auf die „to eat“-Liste.
    Die Gartenbilder gefallen mir besonders gut. Habe vor kurzem einen ähnlich paradiesischen Garten bewundert (Kochkurs) und war total fasziniert > absolut frisch vom Garten auf den Tisch.

      1. Auch. Da ich den Genuss von an der Pflanze ausgereiften Früchten kennenlernen durfte, könnte ich von diesen Leben. O.K. fast – etwas Fleisch muss sein 😉

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