Spaghetti aglio, olio, peperoncini e altre cose

Nach den letzten aglio, olio, peperoncini wünschte sich Meow die gleichen Spaghetti, aber erweitert mit ihren Lieblingsmeeresfrüchten, Pla Mögg (Tintenfisch) und Gung (Garnelen), und noch etwas Prik Waan (Paprika, Peperoni) dazu. OK, machte ich. Im folgenden ist aufgelistet, was ich dazu tat, aber das sollen nur Anhaltspunkte sein.

Zutaten
250 g Spaghetti
10 gefrorene Garnelen, geschält, Darm entfernt
2 kleine gefrorene Tintenfische (*)
2 rote Peperoncini
5 kleine rote Chili, 7-10 cm
1/4 rote und ¼ gelbe Peperoni, in kleinen Stücke geschnitten
mindestens 10 Knoblauchzehen, nicht zu grosse
1 geh TL Anna-Forno-Paste
Olivenöl
4 frische Garnelen
Salz, Pfeffer
Parmesan auf dem Tisch

*) Wir kaufen 1 kg Beutel Tintenfisch, nur die Bärte mit etwa 2 cm vom Körper, so dass die Tentakeln nicht auseinander fallen. Die Teile sind etwa 15 cm lang.

Zubereitung

Garnelen und Tintenfische auftauen.
Spaghetti knapp al-dente kochen.
Garnelen halbieren, Tintenfische klein schneiden, Knoblauch klopfen, schälen und zusammen mit geschnittenen Chili etwas mörsern, Peperoncini längs öffnen, Samen entfernen, quer in kleine Streifchen schneiden.

Knoblauch und Chili in Olivenöl kurz anbraten, alles andere zugeben und kurz braten, bis die Garnelen knapp durch sind. Das geht rasch. Spaghetti zugeben, gut mischen, nach Bedarf Olivenöl nachgiessen, grosszügig, im Stil von Jamie Oliver, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Etwas Nudelwasser nachgiessen, falls die Spaghetti zu trocken oder zu wenig durch sind, aber das Wasser muss aufgesogen oder verdampft sein vor dem Servieren.

Zwischendurch die 4 frischen Shrimps in heissem Wasser garen, in den Tellern oder der Schüssel auf die Spaghetti legen. Dazu assen wir ein Salätchen mit Tomaten und dem guten Mozzarella, den ich kürzlich gefunden habe, nicht ein Insalata Caprese, sondern beides gewürfelt, an Olivenöl und Limettensaft.

Und noch was zu Thailand

Erholung am See

Wie auch die Europäer lieben es die Thai, raus zu fahren, an einem See zu sitzen und zu essen. Wir fahren auch ab und an zum Huai Ting Thao, einem kleinen See recht nahe bei Chiang Mai. Am Ufer reihen sich einfache Restaurants mit Bambushüttchen. Eine für Autos zugelassene Strasse führt um den See zu den Restaurants, Tafeln preisen die jeweiligen Spezialitäten an. Rund um den See und im angrenzenden Park laden separate asphaltierte Strässchen zum Radfahren oder das hier nur selten gesehene Roller-Skaten. Für den Zugang zu Park und See ist an der Schranke ein Obolus von 20 Baht (44 Cent), eine halbe Schale Nudeln.

Die Besucher sind Familien, Paare, Gruppen junger Leute, geniessen die frische Luft, das Essen und das Plaudern, stundenlang. Nicht selten sitzen ein paar Männer den ganzen Nachmittag und trinken flaschenweise schottischen Whisky, importiert im Schiffscontainer, abgefüllt in Thailand.

Recht idyllisch schaut es hier aus, von weitem, denn im Detail stecken die Mängel, Wege sind verlottert, Sitzbänke rostig, die Hütten etwas schäbig, im Regen nicht zu empfehlen. Einige Plastiktüten, Konfekt- und Kaugummiverpackungen verschwanden mit dem Photoshop-Reparaturpinsel. Ich kann damit leben. Fairness halber anzufügen wäre noch, dass vorher Farangs (Westler) zwischen diesen Bäumen lagerten und picknickten.

Unsere hier gut 3-monatige Emma genoss den Nachmittag wie wir. Die Gerichte, Food ist ja das Motto, von oben nach unten sind fried rice (Khao Pad), fried mixed mushrooms (Pad Hed Ruam), green mango salad (Som Tam), gelbes Shrimp-Curry (Pon Curry Gung)

Begleitmusik zum Blog-Erstellen

Dave Brubeck Quartet, Time Out, 1959

Vielleicht funktioniert das Reinhören

11 thoughts on “Spaghetti aglio, olio, peperoncini e altre cose

  1. Auf das „altre cose“ war ich eben schon sehr neugierig. Kööööstlich, wenn ich diesen Klassiker der italienischen Küche mal wieder für mich alleine machen werde, kommt auch „altre dose“ mit rein. Leider reagiert mein Mann allergisch auf Meeresfrüchte und ich muss abwarten, bis es mal wieder ein „allein-zu-Hause-Essen gibt.
    P.s. Eure Emma ist zum Verlieben!

  2. Ich habe erst kürzlich entdeckt, dass ich nicht allergisch auf Krustentiere bin.🙂 Leider ist es schwierig mit dem Kauf in Deutschland. Vielleicht weißt du mehr darüber? Kürzlich hörte ich, man solle auch keine Bio-Garnelen aus Thailand verzehren, da durch die Zucht die Trinkwasserstände sänken?
    Liebe Grüße,
    Eva

    1. Soweit ich weiss, ist Grenpeace stark gegen marines Shrimpfarming, da Mangrovenwälder abgeholzt werden und Wasserstände in Meeresnähe sinken. Dadurch verbreitet sich salziges Meerwasser in die Gebiete, in denen Trinkwasser aus dem Grund gepumpt wird. Das heisst 2-facher Schaden: Mangroven und Trinkwasser.

      Bei Freshwater Shrimps (Süsswasser-Garneelen) ist mir nichts negatives bekannt, ausser Einsatz von Antibiotika. Dass der Trinkwasserspiegel wegen der Shrimp-Teiche in deren Nähe sinkt, ist offensichtlich, aber vermutlich weniger als beim Bewässern von Zuckerrohr, Mais, etc. Auch dort sinkt der Grundwasserspiegel durch das Hochpumpen.

      Der Vater meiner Frau ist Zuckerrohrfarmer, und gegen Ende der Saison wird das Wasser dort knapp. Deshalb liess er in einem Feld eine tiefere Bohrung erstellen. Die Trinkwasserversorgung ist aber auch in seinem Dorf nie gefährdet, obwohl zig-Kilometer weit Zuckerrohr angepflanzt wird.

    2. Ich habe mal gelesen Biogarnelen wären normalerweise unproblematischer als konventionelle, da dafür keine Mangroven abgeholzt werden dürfen. Ob das aber immer eingehalten wird…Aber ab und zu gönne ich sie mir doch, dafür liebe ich sie einfach zu sehr…

  3. Ein echter Klassiker, den ich daheim wenn’s schnell gehen muss überaus gerne zubereite! Und mit den eigenen Chilis aus dem Garten schmeckt es gleich noch eine Spur besser😉 Nur mit Meeresfrüchten ködert mich niemand… Ok, wenn ich am Meer im Urlaub bin, dann hin und wieder, aber hier kann ich weitestgehend darauf verzichten… Tolles Foto auch!

  4. Danggscheen fir dä interessanti Tip mit em Usflugsee „Huai Tung Thao“ !
    Är isch fescht notiert und bereits in mim Google-Earth als Marker gsetzt. E guete Chatzesprung vom Hotel ewäg wird‘ i bestimmt emol im Mai dèrt go Ässe und Fulänze.

  5. O.K. – zwai gueti Chatzesprüng. I wird e Tuc-Tuc oder e Taxi näh und denn am See nach em Fuettere èglai go däppele. I ha jo Ferie ! 😉

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