Khao Pad – Fried Rice – Gebratener Reis

Fried Rice, gebratener Reis = Khao Pad, ist ein Standard für Touristen, neben Pad Thai = gebratenen Nudeln, wörtlich „Gebratenes nach Thai Art“, weil dies alle essen können und wenig Risiko für überscharf besteht. Thais bereiten Khao Pad oft zuhause mit dem übriggebliebenen Reis zu. Es schmeckt besser, als es aussieht.

Zutaten, wie ich das Gericht nach Anleitung durch Meow diesmal gemacht habe, ein Rest Reis aus dem Reiskocher, 2 Tomaten, Erbsen und Paprika, Zwiebeln, Wurst (eine Art Cervelat, Bockwurst, Schübling, was immer, einer westlichen Wurst nachempfunden, optisch mangelhaft, haptisch okay, essbar), Eier. Man nimmt, was man hat.

In der Mitte ein Schälchen Prik Nam Pla, Fischsauce mit Chilis (grüne und rote, aber grüne waren gerade keine im Hause), was zu diesem Gericht nebst einem Schnitz Limette immer gereicht wird. Eier, Zwiebeln und etwas Gemüse gehören in der Regel dazu, auch etwas Fleisch. Wurst ist für Thais nicht abartig im Khao Pad, aber wenn Wurst, dann die thailändische süssliche kleinfingerdicke Wurst.

Also, thailändische Machart:
2 EL Oel in heisse Bratpfanne, im Restaurant nehmen sie grosszügig, aber das Khao Pad wird dann zu glänzend, ölig, mai arroy. Zwiebeln, Wurst, Gemüse kurz anbraten, etwas zerdrückten, zerhackten Knoblauch zugeben, alles auf die Seite schieben und die Eier in die Pfanne hauen, Eigelb zerstören/öffnen, aber kein Rührei machen, auf die andere Seite drehen, mit der Kelle in kleine Stücke zerstossen/“schneiden“, mit dem anderen vermengen. salzen, 1 EL Oyster Sauce, 1 EL Zucker zugeben, Reis zugeben und Klumpen zerdrücken, Reis weitgehend vereinzeln, Tomaten zugeben, ein paar Schüsse (nach Belieben) normale Sojasauce dazu und mit Salz abschmecken, fertig. Das Gemüse nicht wie die Grossmutter pampig weich garen.

Und noch was zu Thailand

Der Mauerbau

Die 38m lange Hecke gab mir recht oft viel Arbeit beim Schneiden, das Zeug wächst gut in unserem Klima, und ich hatte beide Seiten zu schneiden, denn das Nebengrundstück war leer.

Der neue Nachbar baute sein Haus und hatte keine Lust zum Heckenschneiden, eine Mauer musste her, so romantisch die Hecke auch aussah.

Die Kosten waren der Anstoss zu meinem Bericht. Nicht dass ich Reklame für potentielle Einwanderer machen möchte, aber nebst dem guten Klima und der Lebensart sind die tiefen Kosten für viele Frührentner, zu denen ich mich als Rentenloser nicht zähle, und aus dem Erwerbsleben ausgestiegene ein wichtiger Aspekt, ob sie Sparsamkeit nötig haben oder nicht.

Die 38m lange Mauer, wie oben gezeigt, kostete vom Abräumen der Betonpfähle, Drahtgeflechte und der Hecke bis zum Streichen mit Grundierung und 2 Farbaufträgen EUR 2000, für uns und den Nachbar zusammen!!

2. Projekt: Hinter dem Haus war eine alte hässliche Mauer, da musste etwas gemacht werden, neu verputzen und streichen. Oben war an der Hälfte der Mauer ein unregelmässig gegossener Absatz, auf der anderen Hälfte ein Beam oder „Balken“. Man konnte nicht einfach Verputz darüber schmieren, also alles abspitzen und ausgleichen, auf die ganze Länge.

vorher
nachher
vorher
nachher

Kostenpunkt für diese Aktion inkl. Grundierung und 2 Anstriche, etwa 45m Mauer: 750 Euro.

Begleitmusik zum Blog-Erstellen

Chet Baker, Let’s Get Lost, 1989

Vielleicht funktioniert das Reinhören

16 thoughts on “Khao Pad – Fried Rice – Gebratener Reis

    1. Neu für mich, okay, dachte ein Hag, ein Zaun, eine Mauer, eine Hecke könne auf der Grenze stehen. Zu hoch wäre sie in der Schweiz sicher. Grenzabstand von Gebäuden hier: 2m wenn es Fenster oder andere Oeffnungen hat, 0.5m Wand ohne Löcher.

  1. I lieb dä broteni Riis – und das bereits zem Zmorge !

    @ lamiacucina🙂 … und zuedäm bestimmt no wäg dr Höchi …

  2. Da reihe ich mich voll und ganz unter die Touristen ein: Pad Thai und Fried Rice sind zwei meiner absoluten Favourites😉 Was ich lieber mag? Hhmm… Gewissensfrage, wie beim Fondue oder Raclette. Bisher konnte ich mich noch nicht festlegen. Aber solch eine Schüssel dampfender Reis käme mir jetzt zum Frühstück auch gerade recht🙂

  3. Ich lese deine Artikel wirklich unglaublich gern! Die Khao Pad Anleitung kommt gerade recht – es ist Reis übrig.🙂
    Und zum Mauerbau, warum braucht es überhaupt diese ganzen Mauern? Gar keine zu bauen wäre doch noch viel günstiger, oder?
    Liebe Grüße,
    Eva

    1. Ja, das kann ich nicht bestreiten, aber die Leute hier, und ich meine die Thais, die machen sofort einen Zaun oder besser, wenn sie es sich leisten können, eine Mauer um ihr Castle, sogar um ein noch unbebautes Stück Land.
      Unsere hintere Mauer, die renovierte alte, ist ein Teil der x Kilometer langen Mauer um die ganze Siedlung, um unser Mooban, eine guarded community mit 2 bewachten Eingängen und Barrieren, bei denen Besucher ihre ID abgeben müssen, die sie wieder retour erhalten, wenn sie die Siedlung mit dem vom Besuchten unterzeichneten Besucherschein verlassen. Das ganze ist etwas witzig, fast eine Farce, aber nicht die kulinarische. Ich habe vor, einmal über die Moobans zu berichten.

      1. Schon seltsam. Ich kenne diese bewachten Siedlungen ansonsten eher aus den USA, wobei dort zmindest die einzelnen Grundstücke nicht eingezäunt sind und die Bewachung vor unerwünschter Kriminalität schützen soll. Ist das in Thailand auch so?

  4. @Eva: Es gibt den Bewohnern ein besseres Gefühl, nützen tut es nicht gross, denke ich. Ein Nachbar in der gleichen Strasse liess Stacheldraht oberhalb der Mauer anbringen, aber beim Gate zum Carport kann jeder einfach ins Grundstück klettern. Es wird in Thailand viel weniger gestohlen und eingebrochen als in Taiwan um 1990, als ich dort wohnte.

  5. Den gebratenen Reis könnte ich auch zu jeder Tages- und Nachtzeit verspeisen. Ich finde es übrigens sehr interessant, dass du uns nicht nur auf deinen Teller gucken lässt, sondern auch über den Gartenzaun – äh die Gartenmauer!

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