Nam Prik Pla – Chili Fish Dip

Auf dem Bild ist eine simple Mahlzeit, wie sie auf dem Land gegessen wird. Oder durch uns. Wenn Thais Klebreis essen, also Khao Niao oder sticky rice, dann essen sie meist mindestens ein Nam Prik als Dip dazu, hier Nam Prik Pla, Nam = Wasser, Flüssigkeit, Prik = Chili, Pla = Fisch. Nam Prik Pla ist nicht zu verwechseln mit Prik Nam Pla, letzteres ist Sojasauce mit klein geschnittenen roten und/oder grünen Chili, die zu verschiedenen Gerichten gereicht wird und im Restaurant zusammen mit Zucker, Chilipulver und Essig auf dem Tisch steht wie die „Ménagère“ in der Schweiz die Maggisauce, Aromat. Pfeffer, Salz, Zahnstocher. Im Internet lernte ich die Bezeichnungen Plattmenage und Tafelaufsatz für die Ansammlung auf dem Tisch, man lernt nie aus.

Obiges sind die Zutaten für Nam Prik Pla. Das erbsenartige Gemüse kann durch anderes ersetzt werden. Der Fisch ist Pla Tu, eine Makrele, die auf jedem Markt in Massen verkauft wird, für längere Haltbarkeit auf dem Weg vom Meer bereits im Dampf gegart, und der gesenkte Kopf ist kein Zeichen von Scham, alle halten ihn so, aus Tradition, weil grössere Fische in den kleinen Dampfkörbchen nur mit eingeknicktem Kopf Platz finden.

Das Fischfleisch wird abgeklaubt, siehe Schälchen mit Zwiebeln etc., und zusammen mit roten Thai Zwiebeln, Chili und Knoblauch im Mörser zerstossen. Dann wird das vorgegarte Gemüse zugegeben und zu der Paste zerdrückt. Meow nahm das Fleisch von 2 Makrelen, die anderen Zutaten gemäss Bild. Die Chilis werden zur Förderung des Geschmacks entweder im Gasfeuer gegrillt oder vorgebraten. Zum Würzen werden 2-3 EL Pla Ra, fermentierter Fisch, zusammen mit 1 EL Zucker in der Bratpfanne etwas gegart und zur Paste gegeben.

So isst man Khao Niao, zusammenballen und rund oder flach Nam Prik aufnehmen und in den Mund schieben. Dazu werden rohe oder erwellte Gemüse gereicht, oft auch harte Eier.

Hier mit erwelltem Gemüse und einer Gaeng, einem Curry. Das Curry wird mit dem Löffel gegessen, alles andere von Hand, wem es gefällt ebenso in die Nam Prik Paste getunkt oder in Sojasauce. Hier wurde auch noch vom Pla Tu, der Makrele, gegessen.

Dies ist, wie geschrieben, Hauskost, wird aber auch in einfacheren Restaurants angeboten und üblicherweise zusammen mit gegrilltem Huhn, Laab, gebratenem Schweinshals, gebratenem Kuheuter oder was immer gegessen. Über Laab berichte ich ein anderes mal.

Und noch was zu Thailand

Nachträge und Diverses

Zum Bananenblüten- Curry hier ein Foto unseres ersten eigenen Fruchtstandes. Das weinrote Ding unten ist die Blüte, deren innerste Anteile für das Curry verwendet werden. Alle paar Tage fällt ein Blütenblatt ab und eine neue Reihe Bananen wird sichtbar. So wird die Blüte kleiner und kleiner und der Fruchtstand grösser.

Auf dem Markt sind die Blüten üblicherweise etwa in dieser Grösse, so dass ich annehme, sie würden geerntet, nachdem bereits Bananen entstanden sind. Vorher wunderte ich mich, warum die Blüten nicht teurer seien, da ja das Bananenpotential weggegeben würde.

Unser Töchterchen Emma war hier auf dem Bild gut 4 Monate jung, in einigen Tagen 5 Monate. Wir freuen sehr an ihr, sie ist unser Leben, sie gibt mir Lebensfreude und einen weiteren Grund, noch 20 oder mehr Jahre gesund weiter leben zu wollen.

Für die potentiellen CH- oder DE-Auswanderer hier ein Angebot eines sehr schönen, sauberen Coffee Shops im Rimping Supermarket, 59 Baht = 1.30 Euro für alles was auf dem Bild zu sehen ist.

Es darf aber auch gebratene Nudeln mit Spiegelei für 30 Baht im Thai Restaurant an der Strassenecke sein, mit Gratiswasser, wem dies besser schmeckt.

Es ist immer noch kalt in Chiang Mai, im Norden Thailands. Heute war es um 7 Uhr noch 14°C, tagsüber steigt das Thermometer gegen 30°C am Nachmittag, sehr angenehm, nicht zu feuchte Luft. Also, nicht mehr weiter überlegen.

Hier durften wir die Mauer noch gratis anschauen. Ungerecht, nicht? Zu Baubeginn sah ich unsere Nachbarin, eine mit einem Deutschen verheiratete Thai, was ja nicht ein Zeichen von Vernunft sein muss, sondern von Liebe oder wirtschaft-lichem Denken zeugen kann, sich mit unserem Baumeister unterhalten, und ich fragte, ob es ein Problem gäbe und sorry für den Baulärm. Nein, der Baumeister werde es mir mitteilen.

Ihr Problem war die Mauer, ihre Mauer, die sie vor Jahren um ihr Grundstück gebaut hatten, wir sollten auf unserer Seite eine eigene Mauer vor ihre bauen, denn sie hätten für die Mauer bezahlt. Unsere könne ja dünn gebaut werden. Frauenlogik? Zum Lachen, oder zum Wundern.

Musik heute

Joe Bonamassa, An Acoustic Evening (Live at the Vienna Opera House), 2013

Vielleicht funktioniert das Reinhören

13 thoughts on “Nam Prik Pla – Chili Fish Dip

  1. Eimol meh, hochinteressant – Danggscheen !
    I läs dini spannende Rezäpt und Bricht mit grosser Faszination und Fraid. Kulinarisch bin‘ i no lang noni so wyt wie du. Do wird‘ i no e Zytli e Farang sii, wo goht fein und gynschtig im Rimping-Supermärt go ässe 😉
    Und, di Dòchter isch e richtige Syydebòlle (entzückendes Kind) worde !

  2. Ha, diese Makrelen gibt es in unserem Asia-Laden tiefgekühlt, jetzt weiß ich endlich, was damit tun. Einfachs Essen ist immer gut und Klebreis wartet hier auch noch auf seinen ersten Einsatz.🙂
    Und eine Tiefsttemperatur von 14°C – ich muss nicht überzeugt werden, nur der Herr H.😉

    1. Meow frittiert diese Makrelen öfter, als dass sie Nam Prik Pla macht, da man den auch fertig auf dem Markt kaufen kann. Dann essen wir das Fleisch mit Stäbchen oder Gabel vom Fisch, zusammen mit Gemüse, roh oder gedämpft, und Klebreis.

  3. Erich, über die Geschichte mit der Mauer musste ich lachen. Also vielleicht ist Dir dabei ja nicht zum Lachen, dann sorry, aber sowas absurdes, was soll man da machen? Dein Töchterchen ist eine kleine Schönheit. Mein Töchterchen weilt jetzt seit Dezember in Thailand, sie waren vor kurzem im Norden (auch Chiang Mai) und sind jetzt ein paar Tage nach Laos geflogen. Verbringen dann noch weitere 3 Wochen im Süden. Haben einen Hund adoptiert (der bleibt bei den Thail. Freunden), ein Moped gekauft (auch das bleibt da) und eine buddhistische Taufe bekommen… zum thailändischen Essen höre ich immer nur Schwärmerei am Telefon😉

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